Der Sparküche-Blog.

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5. September

Ich weiß. Im Winter werde ich ihn lieben. Aber grad geht er mir ziemlich auf die Nerven, der viele Mangold, der hier geerntet und verarbeitet werden will. Heute hab ich ein Portiönchen als Nudeln mit Stielmangoldsauce verarbeitet.

Während die Nudeln gekocht haben, hab ich ein paar Esslöffel Obers im beschichteten Reinderl erhitzt, die blanchierten und geschnittenen Mangoldstiele hineingegeben und gesalzen und mit afrikanischem Curry gewürzt. Das hat dann vor sich hin gedünstet, während ich ein Resterl kalter Milch mit einem gehäuften Kaffeelöfferl Maisstärke glattgerührt habe. Dieses Gmachtl hab ich zum Mangold gegeben, gut durchgerührt, das Reinderl vom Feuer genommen und noch eine Minute weiterköcheln lassen.

Die Nudeln hab ich dann gleich untergemischt.
Was ich auch noch untergemischt habe, ist frischer geriebener Parmesan, weil mir der von heimgekehrten Urlaubern zugedacht wurde. Ein Gedicht!

6. September

Eh klar sind von gestern Nudeln übriggeblieben. Das hat mir Gelegenheit gegeben, die vier oder fünf Erdäpfel, die schon viel zu lange im Kühlschrank liegen, zu einem Grenadiermarsch zu verkochen.

Ich habe also die Erdäpfel gekocht und geschält. Dann hab ich einen Esslöffel Schmalz ins Reinderl gegeben, ein Zwiebelhapperl hineingeschnippelt und bei mittlerer Hitze dünsten lassen. Dann hab ich die Erdäpfel in Scheiben oder Spalten dazu geschnitten, die Hitze erhöht und immer wieder umgerührt. Danach gesalzen und mit orientalischer Gewürzmischung gewürzt (langsam wirds wieder Zeit, dass jemand im Umkreis in die Türkei reist ...).

Zum Schluss hab ich die Nudeln von gestern eingerührt. Dazu hab ich Essigparadeiser gegessen, aber jeder andere Salat hätte auch gepasst.

7. September

Gestern war ich eingeladen, auf eine kräftige Erdäpfelsuppe und danach einen gepflegten Apfelstrudel.

Würde ich nur im Notfall selbermachen, weil ich das Teig-ausziehen nicht fertigbringe und dementsprechend nicht leiden kann. Was ich früher öfter gemacht habe, ist ein Strudel aus gekauftem Teig.

Für die Apfelstrudelfülle für eine halbe Packung Strudelteig (für Naschkatzen von Singles ideal) röste ich zuerst eine Handvoll Semmelbrösel in einem Löffel Butter hellbraun und lasse sie auskühlen. Derweil die das tun, schneide ich drei bis vier geschälte Äpfel blättrig, mische sie mit ein bis zwei Esslöffeln Zucker und Zimt nach Geschmack. Wer will, gibt Rosinen dazu.

Dann auf ein (sauberes) Geschirrtuch das erste Strudelblatt geben, möglichst kein Loch reinmachen, mit Öl einpinseln oder zerlassener Butter, das zweite Blatt drauflegen. Die Apfelmischung auf zwei Drittel der Fläche verteilen, Seitenränder lassen! Dann die gerösteten Brösel drüber. Wer will, ergänzt mit geriebenen oder gehackten Nüssen.

Jetzt einmal den Seitenrand der Längsseite einschlagen (über die Fülle klappen, sozusagen), dann die Querseitenränder ebenfalls bis zur Fülle einschlagen. Danach solltet ihr in der Lage sein, den Strudel unfallfrei bis zum Ende aufzurollen. Helft euch ruhig mit dem Geschirrtuch.

Dann den Strudel auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Wer will, bestreicht ihn mit zerlassener Butter oder Öl. Ins Rohr damit und laut Packungsanleitung hellbraun backen. Ich persönlich bin ja dagegen, aber wenn ihr vielleicht Schlagobers oder Vanillesauce oder Vanilleeis übrig habt ...

8. September

Weil der Reggiano gar zu köstlich ist und es absolut schade wäre, ihn alt werden zu lassen, habe ich heute nochmals einen Risotto mit Gemüseorientierung auf den Speiseplan gesetzt.

Das beschichtete Reinderl erhitzen, drei Handvoll Risottoreis (am besten den aus Italien, der ist wenigstens halbwegs regional, im Vergleich zum indischen) hinein, kurz trocken rösten, dann salzen und mit einem Schuss Madeira und dann warmem Wasser ablöschen, bis der Reis bedeckt ist. Eine Handvoll getrockneter Schwammerl (frische erst später!) und zwei geschnittene getrocknete Paradeiser hinein, umrühren, zudecken.

Jetzt das Gemüse vorbereiten. Bei mir waren es heute aus dem Gemüsebeet ein gelber Eierparadeiser, zwei Roserl Broccoli und die dazugehörigen Blätter und Stengel und drei Fisolen. Die Fisolen und die Blätter hab ich fein geschnitten, den Paradeiser gewürfelt. Nach der Hälfte der Kochzeit hab ich die dazugegeben, wieder Wasser nachgegossen, umgerührt und zugedeckt. 

Dann habe ich einen Esslöffel Schnittlauch geschnitten und eine Handvoll Parmesan gerieben. Wenn das Wasser aufgesogen und der Reis weich ist, schnell beides einrühren und den Topf zu Tisch bringen.

Bei uns ist er heute leer geworden, der Topf 

9. September

Heute war ich eingeladen, auf geschmortes Kitzhaxerl. Weil das für eineN zuviel wäre, hier das Rezept für eine Lammstelze nach Art der Sparköchin. (Klar geht das mit einer Kitzstelze auch.)

Je nach Appetit kauft ihr also pro Person eine vordere oder hintere Lammstelze, beim Türken gibts Super-Ware. Die wird gewaschen. Dann werden an geeigneten Stellen - schneidet durchaus auch Taschen! -  mit Salz zerdrückter Knoblauch und ein bis zwei Zweigerl frischer Rosmarin hineingestopft. Wer will, nimmt auch Thymianzweigerl oder ein Salbeiblatterl. Oder was halt sonst mundet.

Jetzt eine Bratfolie nehmen und die an einem Ende abbinden, damit ihr ein offenes Sackerl habt. Da kommt die Stelze ohne Umstände rein. Dazu kommen je eine rote und gelbe Karotte, geschält und in dicke Scheiben geschnitten. Ein paar kleine Zwieberl, geschält und im ganzen belassen. Zwei bis drei mittlere Erdäpfel, geschält und geviertelt. Die Folie nach Packungsanweisung verschließen, ein paar Mal mit einer Nadel einstechen, auf den kalten Rost und ebenfalls anweisungsgemäß im Rohr braten.

Dann rausnehmen, oben aufschneiden und alles vorsichtig auf einen Teller geben. Es sollte sich auch Saft bilden, der herrlich zum Gemüse passt.

Ich hab so ein Ding auch schon aus der Alufolie gegessen - falls ihr nicht in die Bratfolie investieren wollt. Ein Stünderl im Rohr sollte reichen, so bei 180 Grädern. Gut schließen, damit sich der Saft nicht planlos im Rohr verteilt. Wär ewig schad drum.

10. September

Heute waren wieder einmal Palatschinken (mit Powidl) dran. Weil ich mich erst kurzfristig dafür entschieden hatte und keine Milch im Haus war, habe ich das Rezept abgewandelt. Ich hab eine Mischung aus Obers und Wasser genommen für den Teig. Kann ich euch nicht empfehlen. Bleibt um Himmels Willen beim Original!

Nämlich pro Person eine Prise Salz mit einem Ei mixen, mit 1/4 Liter Milch aufgießen und fleißig weitermixen. Dann portionsweise 10 dag Mehl einmixen. Eine halbe Stunde stehen lassen. Nochmals durchrühren und dann die Palatschinken in einer guten Pfanne möglichst mit Schmalz, mindestens aber mit Butter backen.

 

11. September

Heute war mir nicht nach Kochen. Also gabs Spätsommerliches: Mozzarella mit Paradeisern und Basilikum, dazu Fladenbrot.

Da gibts nicht viel an Anleitung, außer dass auch hier die aromatischen Paradeiser unerlässlich sind. Aber mir ist schon klar, dass nicht jedeR einfach in den Garten gehen und Paradeiser und Basilikum pflücken kann.

Wer will, kann natürlich salzen, Balsamico und/oder Kernöl drüber geben.

12. September

Heute gabs ein richtiges Sonntagsmenü mit allem Drum und Dran.  - Richtig geraten, das hab ich nicht selbst gekocht.

Morgen bin dann aber wieder ich dran.

13. September

Ich habe auch heute nicht gekocht. Also, nicht nennenswert. Ich habe Seelenbalsam gebraucht, und habe mir diesen in Form einer Riesenportion Grießkoch zugeführt.

Ich habe einen halben Liter Milch mit einem Esslöffel Zucker und einigen Esslöffeln Instantkakao zum Kochen gebracht (und diesmal rechtzeitig die Hitze reduziert, sodass ich nicht wie neulich den Herd putzen musste), entsprechend Grieß einrieseln lassen und tüchtig gerührt dabei. - Es werden so 10 dag Grieß gewesen sein, ungefähr.

Nach einer Minute köcheln hab ichs - immerhin! - aus dem Reinderl gekratzt und auf einen Teller gehäuft. 

14. September

Eine andere Ausrede habe ich heute: den Zahnarzt. Also bin ich beim Grieß geblieben, allerdings beim Maisgrieß. Polenta hab ich heute gekocht.

Ich hab rechtzeitig dran gedacht und eine Stunde vorher in warmes Salzwasser ein paar getrocknete Paradeiser und eine Handvoll getrockneter Schwammerl eingeweicht. Als der Hunger nimmer auszuhalten war, hab ich das Wasser zum Kochen gebracht und dann den Rest des Polentapackerls hineingeschüttet. Deshalb ist sie auch etwas fester geworden, aber weg ist weg.

Natürlich hab ich Schnellkochpolenta daheim, das heißt, nach zwei Minuten köcheln kann die Polenta vom Herd. Dann hab ich noch schnell einen Esslöffel geriebenen Parmesan und eine Scheibe Bärlauchbutter eingerührt, und fertig. 

15. September

Die Sparköchin war heute Haselnüsse sammeln. Eh klar, dass da wieder nix Zeit ist für anständiges Kochen. Teigwaren mit Ei werden es demnächst werden.

Eine ordentliche Portion Nudeln, gleich für morgen auch, in Salzwasser kochen. Dann in der Pfanne einen großzügigen Esslöffel Schmalz erhitzen, die Nudeln hinein, salzen und pfeffern und durchrühren. Zwei Eier drüberschlagen, vom Herd nehmen und rührend stocken lassen.
Wer mag, zieht sich auch ein Glaserl Salat oder Gurkerln dazu rein.

Bei mir gibts heute auch einen endlich wieder gesunden Nachtisch: Himbeeren mit Joghurt und Honig.

 

16. September

Gestern ist mir ein Karpfen gewissermaßen zugeschwommen. Ein lieber Mensch hat mir den filetiert, was dem gesamten Wintervorrat an Fisch entspricht, den ich einlagere. Die Abfälle habe ich gekocht und wollte sie den Hendln vorwerfen. Dann habe ich bemerkt, dass zwischen den Bauchgräten soviel festes Fleisch dran war, dass ich dieses ausgelöst (genau genommen: heruntergekletzelt) habe und heute zum Kochen verwende. (Für die Hendln ist eh noch genug da.) Also gibt es heute Pasta mit Fisch.

Ins bekannte beschichtete Reinderl einen Esslöffel Öl geben, drei zerschnippelte Paradeiser hinein, salzen und mit Curry würzen. Unter Rühren braten. Wenn ein Teil des Saftes verkocht ist, die Fischstücke dazugeben und weiter braten. Zum Schluss noch einen Esslöffel Petersil oder Schnittlauch dazugeben, die Teigwaren untermischen und essen.

17. September

Entschuldigung. Aber nachdem ich heute im Wien Museum ein angenehmes zweites Frühstück mit einem Mozzarella-Toast hatte, sinds zu Mittag nur zwei Schmalzbrote mit Pfefferoni geworden.

Aber für morgen plane ich wieder ein Gekoche.

 

Übrigens: die Haselnüsse sind reif. Wer ein bisserl Gymnastik beim Aufklauben nicht scheut, kann mal bei einer der Alleen in Wien vorbeischauen. Zum Beispiel in der Wurmbstraße in Meidling oder im vierten Bezirk in der Johann-Strauß-Gasse.

Bevor die Autos alle zerdrücken und die Straßenkehrer sie entsorgen ...