Der Sparküche-Blog.

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14. August

Entgegen aller Erwartungen kam ich heute nicht zum Kochen. Weil ich von lieben Menschen umgeben bin, durfte ich ein Backhendl mit Reis und Gurkensalat schnorren.

Ein Backhendl erwirbt derdie sparsame Single am besten fertigerweiseim zuständigen Geschäft. Ja, ich weiß, die verkaufen dort auch Gurkensalat, aber der schmeckt selbstgemacht wirklich am besten.

Und zwar auf zweierlei Arten.

Die klassische mütterliche ist, dass die Gurke geschält und in feinste Scheiberl gehachelt wird. Salzen und zerdrückten Knoblauch untermischen, stehenlassen. Nach einiger Zeit den entstandenen Saft ausdrücken (ja, mit den nackten Händen!), nachwürzen und mit einer Marinade aus Wasser, Essig und Zucker übergießen.

Ich mach eher ein Tsaziki. Ich lasse die Gurke ungeschält und rasple sie grob, salze und tue gehackten Knoblauch dazu, ordentlich Rahm und alles vermischen. Eher gleich essen.
Beim originalen Ding ist auch Thymian dabei, glaube ich, aber auf den verzichte ich ohne Probleme im Gurkensalat!

15.8.10 13:53, kommentieren

15. August

Heute ist Sonntag und noch dazu Feiertag, aber mich hats gröber nicht gefreut. Also gab es nur Melanzani-Gemüse mit Polenta. Weil das mütterliche Gemüsebeet reiche Ernte bietet, diesbezüglich.

Zuerst habe ich wie immer die Polenta (ein halbes Portiönchen mehr als nötig) gemacht, Schnellkochpolenta, wie immer. Die hab ich dann auf einen Teller geklatscht und das beschichtete Reinderl gar nicht ausgeputzt, sondern gleich drei Esslöffel Olivenöl hinein und einen geschnittenen Zwiebel und einen kleinen Zweig Rosmarin. Bei mittlerer Hitze gebraten. In der Zwischenzeit eine kleinere Melanzani in kleine Würfel geschnitten. Durchgerührt, die Melanzani hinein und weitergebraten.

Nach einigen Minuten gesalzen und einen großen Fleischparadeiser gleich direkt ins Reinderl geschnippelt, damit der Saft auch wirklich hineintropft. Noch einmal gut umrühren, bei Bedarf ein bisserl Wasser nachgießen, zudecken und noch ein paar Minuten schmoren lassen. Zum Schluss noch einmal den Deckel weg und bei großer Hitze und ständigem Rühren den Saft reduzieren.

15.8.10 13:59, kommentieren

16. August

Heute wars wieder sehr sommerlich, mit einer überdüngten Eierspeise.

Zur Feier des Tages (weil ich endlich welches gekauft hatte) habe ich einen Löffel Schmalz ins beschichtete Reinderl getan und einen geschnippelten Paradeiser drin gebraten, bis der Saft verkocht war. Dann vier von meinen Zwerghendl-Eiern drüber, gut durchgerührt und ein bisserl gebraten, bei der Gelegenheit gesalzen, gepfeffert und ein bisserl von den gehackten Kräutern drüber.

Mit Brot verzeht, und als Nachtisch ein Hollerkoch mit Joghurt.

17.8.10 09:18, kommentieren

17. August

Heute ist die zweite der hauseigenen Melanzani dran, und zwar als Gefüllte Melanzani.

Hierfür teile ich das gute Stück der Länge nach und höhle es mit einem Löffel aus. Das Fruchtfleisch wird zerkleinert und mit dem Rest der Polenta von letztens, einem Rest geriebenen Käses und (weil ich gestern die letzten Eier verbraten habe) mit einem Löffel Joghurt zum Binden vermischt. Gewürzt wird natürlich auch, und vielleicht auch wieder gehackte Kräuter drüber.

Die Mischung auf die Melanzanihälften verteilen, diese in eine ofenfeste Form setzen, in der ordentlich Öl drin ist, und im Rohr bei Ober- und Unterhitze (sonst trocknet alles zu sehr aus) bei ca. 180 - 200 Grad so ein halbes Stünderl backen.

Wenn ich Rahm zu Hause hätte, gäbs auch Kräuterrahm dazu.

17.8.10 09:23, kommentieren

18. August

Heute habe ich beim Sonderangebot zugeschlagen und Bio-Rindsfaschiertes gekauft. Und dann mit allem, was noch so da war, einen Fleisch-Gemüse-Eintopf gemacht.

Nämlich habe ich eine große Schalotte grob geschnitten und in drei Löffeln Öl (man gönnt sich ja sonst nix) glasig gedünstet, dann bei großer Hitze eine Portion Faschiertes dazugeschmissen und scharf angebraten. Nebenbei gewürzt (osmanische Gewürzmischung und ein viertel Lorbeerblatt) und gesalzen. Fleißig weitergerührt, dann mit ein bisserl Wasser aufgegossen. Und dann zwei Handvoll geschnittenes Gemüse dazu (eine Single-Fisole, ein Roserl Broccoli, eine Karotte, zwei Knoblauchzehen) und zwei geschälte Erdäpfeln in kleinen Stücken. Gut untergerührt und das ganze noch ein gutes Viertelstünderl schmoren lassen.

Und weil mir das dann zuviel Flüssigkeit im Eintopf war, habe ich zwei Löffel Grieß eingerührt und den noch zwei Minuten quellen lassen. Muss aber nicht sein.

22.8.10 15:17, kommentieren

19. August

Ein Ausflug auf den Brunnenmarkt hat das geordnete Mittagessen erübrigt. Wir haben dort gleich von den Köstlichkeiten probiert. Kann ich für den Sommer nur empfehlen.

Dafür hab ich jede Menge Pfefferoni eingekauft und unkompliziert eingelegt. Dazu hab ich die Dinger gewaschen und die trockenen Teile vom Stengel weggeschnitten. - Wer mit scharfen Exemplaren arbeitet, zieht tunlichst Handschuhe an und wischt sich zwischendurch besser nicht über die Augen. - Währenddessen hab ich zwei Liter Wasser mit einem Liter Essig, zwei Esslöffeln Salz und einem Haufen Zucker (dass mir halt die Marinade schmeckt) zum Kochen gebracht, die Pfefferoni hineingegeben und gekocht, bis sie die Farbe gewechselt haben (von frischgrün zu olivgrün) und begonnen haben, runzlig und flach zu werden.

Dann hab ich sie rausgefischt und in große Ex-Gurkengläser gestopft. Den Sud hab ich noch einmal ordentlich durchkochen lassen und dann, noch kochendheiß,  die Gläser randvoll damit aufgefüllt. Verschließen und kopfüber in eine Decke gewickelt auskühlen lassen.

Wenn was vom Sud übrig bleibt, gilt das noch als Salatmarinade, bei Gelegenheit.

22.8.10 15:23, kommentieren

20. August

Für heute hab ich mir extra Schmalz gekauft. Weil ich nämlich unbedingt Krautfleckerl haben wollte. Auf die einfache Tour allerdings, ohne Spompanadln.

Die Fleckerl gekocht, abgeseiht und zur Seite gestellt. Gleich in den selben Topf zwei Esslöffel Schmalz zerlassen (nur nicht sparsam sein!) und einen kleinen fein geschnittenen Krautkopf dazu. Wer mag, dünstet im Schmalz vorher ein fein gehacktes Happerl Zwiebel an.

Jedenfalls salzen und pfeffern und bei großer Hitze unter ständigem Rühren solange braten, bis das Kraut alles Wasser gelassen hat und dieses auch wieder verdampft ist. Dann sollte es knackig-weich sein, also noch ein bisserl Biss haben. Jetzt die Fleckerl untermischen und gleich essen.

Nachsatz: frisches Kraut bleibt grün-weißlich, älteres wird braun. Wer glaubt, unbedingt die braune Farbe zu brauchen, gibt zum Kraut ein bisserl Zucker dazu.

22.8.10 15:28, kommentieren

21. August

Anlässlich eines Ausflugs ist die gesamte Familie heute mittags bei einem Heurigen eingefallen. Das Kochen ist dadurch entfallen, aber es ist eh grad auch sonst viel zu machen.

Zum Beispiel Ribiselmarmelade.

Die Ribiseln pflücken und rebeln, dann mit wenig Wasser aufkochen und gut durchkochen. Leicht überkühlt durch die Flotte Lotte drehen und den Brei, der unten rauskommt (oder die Flüssigkeit, je nachdem), abmessen. Bei mir wars zum Beispiel ein dreiviertel Liter. Also hab ich ein dreiviertel Kilo Zucker genommen. Aber zuerst habe ich entsprechend Geliermittel 1:1 untergerührt, dann die Ribiselgeschichte aufgekocht und dann den Zucker dazu. Nochmal einige Minuten kochen und abfüllen. - Dieses ist ziemlich trickreich, weil das Zeug schon im Reinderl geliert und dann auf dem Löffel pickt und in der Folge auch innen und außen am Glas und dann auch auf den Fingern. Über die Küche brauch ich eh nix mehr sagen, oder?

Beim Herschenken oder Tauschen von selbstgemachter Ribiselmarmelade  bin ich also SEHR geizig. Wenn einer mal ein Glas von mir kriegt, ist das fast schon als Verlobungsversprechen zu betrachten.

 

22.8.10 15:34, kommentieren

22. August

Und heute ist Sonntag und ich hab echt keine Lust, was zu kochen, also wandern wir in das beste vegetarische Restaurant, das ich kenne, in die Hollerei im Fünfzehnten.

Dort gibt es bis Ende August das Summerspecial (zumindest für die, die auf dem Mailverteiler der Hollerei stehen, aber das kann ja kein Mirakel sein). Also hab ich die Gelegenheit genützt und mich mit einer Freundin verabredet, und wir haben zwei Menüs zum Preis von einem.

Das hat doch was, oder?

Morgen gibts vielleicht wieder Selbstgekochtes, mal sehen.

22.8.10 15:36, kommentieren

23. August

Flott musste es heute gehen, und es war wirklich gar nicht viel im Haus. Also habe ich mich für ein Karottengemüse mit Polenta entschieden. Die haben wir eher häufig im Moment, aber die Halbe isst sie so gern, und als Schnellkoch-Polenta gehts auch wirklich schnell.

Also habe ich die Polenta gekocht und in einen Teller verfrachtet. Ins Reinderl dann zwei Esslöffel Öl und einen geschnittenen Zwiebel. Während der gedünstet hat, habe ich die letzten beiden Karotten des Hauses klein geschnitten und in der Folge auch dazugegeben. Gesalzen, mit etwas Wasser aufgegossen und zugedeckt schmurgeln lassen.

Dann ist mir eingefallen, dass ich noch zwei Gastro-Portionen Sojasauce habe, davon hab ich eine gleich dazugetropft. Und einen Fleischparadeiser hab ich auch noch reingeschnippelt. Nach ein paar weiteren Minuten haben wirs dann gegessen. Beide nicht mit Begeisterung, aber die Jause hat uns dann entschädigt.


24.8.10 15:18, kommentieren

24. August

Gestern habe ich im mütterlichen Garten wieder mal ein paar Mangoldblätter den Schnecken entrissen. Folgerichtig gabs heute Spaghetti mit Mangoldsauce.

Die Spaghetti sind mir in gekochter Form zugefallen, da musste ich mich nicht drum kümmern. Auch mal nett.

Den Mangold hab ich wie immer in Stengel und Blätter geteilt. Die Stengel hab ich aufgehoben, die Blätter nach dem Blanchieren geschnitten. Im beschichteten Reinderl hab ich Milch mit Salz erhitzt, dann den Mangold dazu sowie zwei Kaffeelöfferl vom selbstgemachten Bärlauchpesto. Das hab ich mal ein paar Minuten dünsten lassen, und dann hab ich einen Rest von der Maisstärke drüber gestreut und eingerührt, zum Binden der Sauce.

Zum Schluss die Spaghetti hinein, durchmischen, fertig. Und wir haben alles zusammengegessen, auf Butz und Stingel.

24.8.10 15:23, kommentieren

25. August

Eh das alte Lied, es musste schnell gehen heute. Aber weil gestern genug Zeit war, hab ich die überbackenen Topfenpalatschinken schon vorbereitet, heute früh gebacken und mittags nur mehr aus dem Backrohr gezupft.

Nämlich habe ich wie üblich einen Palatschinkenteig bereitet und, weil immer noch welches da ist, zum Ausbacken Schmalz verwendet. Für die Fülle habe ich ein Packerl Topfen mit hauseigenem Obst und Honig vermischt und die ausgekühlten Palatschinken damit gefüllt und sie fest eingerollt. 

Dann habe ich eine passende Form mit Butter ausgeschmiert und die Palatschinken hineingeschlichtet, zum Schluss kommt Milch mit einem verquirlten Ei drin darüber. Ins Rohr damit und bei 180 Grad ca. 25 - 35 Minuten backen.

Im Prinzip spricht auch nix dagegen, eine runde Form auszubuttern, die erste Palatschinke flach reinzulegen, mit Fülle bestreichen, die nächste Palatschinke drauf, wieder füllen und so weiter, abschließen mit einer Palatschinke. Auch wieder die Eiermilch drüber und ins Rohr damit.

24.8.10 15:29, kommentieren

26. August

Das fängt schon wieder an mit dem Auswärts-Essen-gehen. Heute hat uns eine Nachbarin mit einem Topfenauflauf verwöhnt. Das Rezept reiche ich bei Gelegenheit nach. Aber die Erdäpfelsuppe kann ich euch beschreiben.

Die passende Menge Erdäpfel schälen und in kleine Würfel schneiden. In Salzwasser bissfest kochen, dabei mit gehacktem Zwiebel, Thymian, Kümmel und vielleicht Majoran würzen. Wer mag, tut ein Knoblauchzeherl und ein Lorbeerblatt dazu.

Weil sie hatte, gab die Nachbarin ein paar fein gschnittene Fisolen dazu, etwa nach der Hälfte der Garzeit. Am Ende hat sie in das Ganze kurz den Pürierstab hineingehalten, damit die Suppe cremig wird. (Deshalb hat sie auch gar kein Obers gebraucht, so wie ich immer.)

27.8.10 17:33, kommentieren