Der Sparküche-Blog.

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1. August

Bei der versprochenen Fresserei war ich zuständig für Taboule und Obstsalat. Letzteres wird euch vermutlich geläufig sein, aber für Taboule für 60 Personen (als Vorspeisenhäppchen) habe ich folgendes gemacht.

Vier Liter Wasser zum Kochen gebracht, zwei Kilo Couscous hineingeschüttet, fleißig umgerührt und den Topf vom Feuer genommen. Zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen, tüchtig gesalzen und mit zwei Bratengabeln gelockert. Ein Achterl Olivenöl drübergetrläufelt, wieder durchgerührt und weiter ziehen lassen.

In der Zwischenzeit gut ein Kilo Paradeiser klein geschnitten und drei Bund Petersil  grob gehackt. Alles untergemischt und weiter ziehen lassen.

Bei Bedarf kann auch eine geschnippelte Gurke, Pfeffer oder geschnippelter Paprika rein. In fast jedem Rezept muss ein Bund frische gehackte Minze dazu, aber das hab ich uns erspart. Die Minze haben wir lieber zweigweise in die Wasserkrüge gestopft, gemeinsam mit einer Zitronenscheibe. Hat sich gut gemacht!

2. August

Ähem. Heute hat der Schwede Fleischbällchen mit Saucen und Erdäpfeln für uns gekocht.

Morgen wird wieder gekocht, ich versprechs.

3. August

Heute habe ich alles verkocht, was weg musste und dabei mit meinem beschichteten Reinderl experimentiert. Herausgekommen ist eine Art Erdäpfel-Karotten-Eintopf.

Ich habe Erdäpfel und Karotten geschält und klein geschnitten, im Reinderl zwei Esslöffel Olivenöl erhitzt und das Gemüse dann hineingegeben, bei großer Hitze unter häufigem Rühren ordentlich durchgebraten. Dann gesalzen, ein bisserl Wasser dazu und zugedeckt ein paar Minuten braten lassen. 

In der Zwischenzeit hab ich ein paar frische Bohnen aus den Hülsen geholt und blanchiert und zwei kleine Knoblauchzehen geschält. Das kam dann auch in den Topf, umrühren, ein bisserl Wasser dazu, offen weiterdünsten, bis das Wasser weg ist. Zum Schluss habe ich dann einen Rest Schlagobers eingerührt und noch ein paar Minuten ziehen lassen.

Hat überraschenderweise gut geschmeckt!

4. August

Schnell gehen musste es heute. Deshalb ist die Sauce entfallen, und es gab nur (noch einmal) Nussnudeln.

Natürlich hab ich wieder zwei Portionen Fleckerl gekocht, für einen der kommenden Tage. Heute gabs zu den Nussnudeln übrigens Apfelmus.

5. August

Heute gab es eingeladenerweise etwas, das ich so noch nie zubereitet habe: Osso buco mit Reis. Ungefähr so müsste das Rezept lauten:

Pro Mensch eine Scheibe von der Kalbsstelze in heißem Fett scharf anbraten, mit etwas Suppe aufgießen, ein zerschnippeltes Suppengrün dazugeben, vielleicht auch einen reifen Paradeiser, ein Kräutersträußerl (Rosmarin, Oregano, eventuell Thymian und Liebstöckl, auf jeden Fall ein Lorbeerblatterl) hineinlegen, salzen und zugedeckt bei kleiner Hitze unglaublich lang dünsten lassen. Zwei Stunden sind vermutlich nicht zu lang. Bei Bedarf nochmals aufgießen.

In der Zwischenzeit pro Mensch eine Portion Reis dünsten, eh wie immer. Wenn das Fleisch weich ist, es herausnehmen, die Kräuter alle auch, und das Gemüse pürieren. Mit einem ordentlichen Schuss Obers verfeinern und gegebenenfalls einkochen lassen. Eventuell nachwürzen und servieren. - Für die, die es mögen: das Mark aus dem Knochen schmeckt herrlich.

6. August

Elftes Gebot: du sollst nie ein ganzes Packerl Fleckerl auf einmal kochen, sonst musst du sie dreimal essen, und für die Hendln bleibt auch noch was übrig. Heute war der zweite Teil der Fleckerl dran, als Pasta Carbonara nach Art der Sparköchin.

Eigentlich wollte ich fünf Deka vom geschnippelten Hamburgerspeck auslassen, aber das habe ich zwischendurch vergessen und zwei Esslöffel Olivenöl erhitzt. Also wars etwas ausgiebiger heute. Jedenfalls habe ich dann ein gehacktes Zwiebelhapperl und eben den Speck hineingeschmissen und tüchtig durchgebraten, gesalzen und gepfeffert und weitergebraten, dann die Fleckerl dazu und in dem ganzen gut erhitzt. Und zum Schluss das Reinderl vom Feuer genommen, zwei frische Eier von meinen Hendln drübergeschlagen und alles durchgecremt.

Und weil ich einen Pfefferoni dazugegessen habe, hatte ich "all´arrabiata" auch gleich dabei.

Als gaumenberuhigenden Ausgleich habe ich den Rest vom Apfelmus letztens heute zur Nachspeise ernannt.

7. August

Heute waren wir eingeladen. Auf Zwetschkenknödel.

Die funktionieren genauso wie die unlängst beschriebenen Marillenknödel, nur eben mit anderer Fülle.

Welche, wieder ein anderes Thema, ja durchaus vielfältig möglich ist. Erdbeeren zum Beispiel, manche tun auch kleine Pfirsiche rein, oder halt anderes geeignetes Obst.

Meine Mutter hat diesmal die Variante ausprobiert, die Knödel nicht in den obligaten gerösteten Bröseln zu wälzen, sondern mit geriebenem Mohn und Zucker zu versehen. - Naja, nächstes Mal werden wir sie wieder klassisch verspeisen, das finden wir netter. Aber vielleicht ist es ja für euch eine Idee.

Übrigens: wenn ihr die Dinger tiefgekühlt kauft: lasst euch keinen Scheiß andrehen. Manche Füllungen haben mit dem auf der Packung versprochenen Obst gerade noch die Farbe gemeinsam.

8. August

Nachdem der verbliebene dritte Teil der gekochten Fleckerl nach Durchsicht nur noch als Hendlfutter geeignet war (aber das prima!), musste mir heute gach was anderes einfallen.

Also habe ich meine aktuelle Mitesserin geschnappt und dem Rathausplatz zugeführt. Die haben dort gottseidank schon ab 11 Uhr warme Küche, und wir haben uns durchs Angebot gefressen. Und als Nachspeise ein Mango lassi verzwitschert. Also, jede eins. Hin und wieder kann eins sich das leisten, und sonntags gibts auch noch Jazz dazu, das hat schon was.

9. August

Weil Sommer ist und ich spät vom einkaufen heimgekommen bin, habe ich heute  fünfe grade sein lassen und nur ein Grießkoch fabriziert.

Aber das in Mengen. So ungefähr ein Dreiviertelliter Milch wirds schon gewesen sein, was ich da im beschichteten Reinderl erhitzt habe. Ein Ripperl Bitterschokolade gleich mit. Als die Milch kochte, habe ich tüchtig Grieß reingerührt, damit es eine stichfeste Masse wird. Das ist mir lieber als ein Gatsch, und da müssen leider alle anderen mit.

Jedenfalls kam dann gleich noch ein ordentlicher Löffel Honig dazu, wurde untergerührt, und dann haben wir, "noch zu heiß!" hin oder her, richtig zugeschlagen.

 

10. August

Weil mir heute in der Früh schon klar war, dass es wieder knapp wird fürs Kochen, habe ich schon in der Früh zwei große Portionen Reis gedünstet. Eh wie immer, nur mit Salz, ohne Fett. Und mittags habe ich eine Champignonsauce dazu gemacht.

Einen EsslöffelOlivenöl erhitzt, ein geschnippeltes Zwiebelhapperl hinein, langsam glasig dünsten und währenddessen 10 dag geputzte Champignons blättrig schneiden und hineinschmeißen. Tüchtig durchbraten, salzen, durchrühren und ein bisserl dünsten lassen, bis der ausgetretene Saft verkocht ist. Dann hab ich üppigerweise einen halben Becher, also 10 dag, Obers dazugegossen, aufgekocht und dann noch zwei Minuten eingekocht. Ein bisserl Pfeffer und fertig.

11. August

Und heute gibts aus gegebenem Anlass, nämlich einer reichen gestrigen Ernte,  Polenta mit Mangoldgemüse.

Die Schnellkochpolenta bereite ich anleitungsgemäß. Das Mangoldgemüse ist auch eine schnelle Sache: die Blätter blanchieren (in Salzwasser, eh klar), kalt abspülen und grob schneiden. Ins beschichtete Reinderl geben, salzen, mit Curry würzen - oder mit Bärlauchpesto, je nachdem - und gut durchrühren. Dann mit einem Lackerl Obers aufgießen (das muss eh weg ...), noch ein bisserl einkochen, fertig.

 

12. August

Reis ist noch übrig! Also einmal kurz durch den Garten gepirscht und einen Gemüsereis fabriziert.

Heute habe ich dran gedacht und den geschnippelten Speck zum Auslassen ins Reinderl geschupft. Leider war er so stark durchzogen, dass er kein Fett mehr hergab. Also doch einen Esslöffel Olivenöl dazu und gemeinsam mit einem geschnitenen Zwiebelhapperl glasig dünsten lassen.

Weiters habe ich fünf Fisolen gefünden, ein Mini-Roserl Broccoli, und ein paar Stengel vom Mangold hab ich gestern auch aufgehoben. Dann noch eine Karotte dazu, mit ein bisserl Wasser aufgießen, salzen und ein bisserl Curry dazu - apropos: im Moment wären wieder die Afrika-Tage in Wien, beste Gelegenheit, um Gewürze nachzuschaffen! - und dünsten lassen.

Dann den Reis untermischen und gehackte Kräuter drüber.

Wobei, wenn ich so drüber nachdenke: ein Löffel Sojasauce wär auch in Ordnung gewesen.

 

13. August

Die mütterliche Kürbisernte beginnt, also sind wir auf Kürbisgemüse mit Erdäpfeln eingeladen. Damit ihr nicht blättern müsst, hier nochmals das Familienrezept.

Das Kürbisfleisch wird geraspelt. Den geraspelten Kürbis in wenig Salzwasser geben,  etwas Kümmel dazu und weich kochen.

Meine Mutter seiht den gekochten Kürbis ab, fabriziert eine Einbrenn aus je einem Löffel Fett und Mehl und tut den Kürbis dort hinein. Aufkochen und dann den Rahm einrühren, ohne Mehl. Und tüchtig Pfeffer.