Der Sparküche-Blog.

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2. Juli

Von letztens ist noch Reis übrig. Und die Kurze hat heute begriffen, dass die Eier im Kühlschrank vom Hendlstall kommen ("Essen?". Also gibt es heute Eierreis mit Selleriesalat.

Der gedünstete Reis wird in einem Stück Butter erhitzt, dann schlage ich zwei oder drei von meinen Zwergeiern dazu, rühre gut durch und salze und pfeffere.

Und weil ich morgen auch Selleriesalat brauche, schlachte ich heute ein großes Glas.

3. Juli

In Erwartung einer ausführlichen abendlichen Fresserei essen wir heute mittags nur eine Salatplatte mit Gebäck.

Und zwar ernte ich bei Muttern ein Happerl Salat, zerzupfe den, öffne ein Glas Irgendwas-Salat (ich weiß noch nicht, was dringend weg muss: Fisolen oder Karotten oder Rote Rüben) und dann kommt auf jeden Fall der Rest vom Selleriesalat dazu. Damit erübrigt sich der Essig.

Frischer Schnittlauch, Petersil, Rucola und ein bisserl Pimpinelle müssen auch rein, Salz und Pfeffer und ein paar Tropfen Kernöl drüber. Und, wenn ich Zeit hab, zwei gekochte Eier. Brot dazu, und fertig.

4. Juli

Verwöhnung war heute dran: Palatschinken mit Apfelmus.

Den Teig hab ich mit drei Eiern von meinen Stadthendln, einem Viertelliter Milch, einer Prise Salz und soviel Mehl gemacht, dass es ein zähflüssiger Teig wurde. Den hab ich eine halbe Stunde stehen lassen und dann portionsweise mit Butter herausgebacken.

Zum Schluss mit ordentlich Apfelmus gefüllt, aufgerollt und sofort verspeist.

5. Juli

Tut mir Leid, aber aus organisatorischen Gründen war heute Pizza dran. Und noch nicht mal eine vegetarische. Aber gemundet hat sie super.

Werden sehen, ob ich es morgen wieder schaffe, selber zu kochen. Ich hoffs.

6. Juli

Naja, kochen kann ich es nicht nennen, aber ich habe heute eine Eierspeise nach Art des Hauses fabriziert. Mit Gebäck dazu trotzdem eine Sommermahlzeit.

Im Pfanderl habe ich gut 2 Esslöffel Öl erhitzt und dann einen zerschnippelten Paradeiser langsam angebraten. Nach ein paar Minuten habe ich ihn an den Rand geschoben und in die Mitte vier meiner Mini-Eier hineingeschlagen, gesalzen und zart umgerührt. Nach wieder ein bisserl Braten und Stocken kamen dann vielleicht 5 dag Brie-Stückerl oben drauf, und eine Handvoll Kräuter (Schnittlauch, Petersil und Basilikum in meinem Fall). Dann aber wirklich nur mehr vorsichtig umgerührt und nach einer weiteren Minute schon auf den Tisch damit.

7. Juli

Da wir heute unterwegs sind, gibts was Gekauftes. Dafür verrate ich euch, wie ich gestern meine Stachelbeermarmelade gemacht habe.

Nämlich hab ich von ungefähr, naja, zweieinhalb bis drei Kilo Stachelbeeren aller Reifegrade nach dem Waschen die Stengel und Blütenreste abgezupft. Dann kamen die Dinger in ein Marmeladereinderl mit 1/8 Liter Wasser und wurden unter ständigem Rühren (und leider meine ich das wirklich so) langsam zum Kochen gebracht und 10 Minuten geköchelt. Dann vom Feuer genommen, überkühlen lassen und durch die Flotte Lotte gedremmelt.

Bei mir hat das knapp zweieinhalb Liter Püree ergeben. Da habe ich noch 1,1 Kilo Zucker dazugeschmissen und, wieder unter ständigem Rühren, nochmals zum Kochen gebracht, weitergerührt und ungefähr 40 Minuten sprudelnd kochen lassen. (danach war zwar die Marmelade noch nicht dicklich genug, aber mir wars zu blöd)

Danach habe ich die Flamme auf kleinst gedreht und begonnen, die Marmelade in Gläser zu füllen. Als der verbliebene Rest dann endlich doch zu gelieren begann, hab ich den Herd ausgeschaltet und die restliche Marmelade auch noch eingeglast.

(Ich pack die Gläser immer, auf dem Deckel stehend, in eine Decke ein und lasse sie so auskühlen.)

8. Juli

Nach Durchsicht der häuslichen Vorräte wurden es heute Rote Linsen mit Salzerdäpfeln.

Nämlich habe ich eine Portion Erdäpfel über Dampf weich gekocht und währenddessen eine Schalotte zerfitzelt und mit einer Tasse roter Linsen, einem Lorbeerblatt und zwei Tassen Wasser zum Kochen gebracht und anleitungsgemäß auf kleiner Flamme fünf Minuten köcheln lassen. Gesalzen wird erst nachher, außerdem kam Pfeffer und ein großzügiger Schuss Obers dazu.

Die Erdäpfel geschält und gesalzen und aus Zeitmangel nimmer in einem Stück Butter geschwenkt.

9. Juli

Gestern hat mich überraschend eine Portion geschnittene blanchierte Fisolen erreicht (danke!), die ich sofort zu Rahmfisolen mit Brot verarbeitet habe.

Einen Esslöffel Öl im Pfanderl erhitzt, die Fisolen dazu, Salz und Pfeffer auch, gut durchrühren, mit 1/8 l Wasser ergänzen und ordentlich köcheln. Wenn sie euch bissfest genug sind, zwei Esslöffel Rahm unterrühren, wer hat, tut gehackte Dille dazu.

Wenn ich es mir allerdings so überlege, passt ein Stückerl Blunzn durchaus auch noch auf den Teller.

10. Juli

Heute gabs wieder hochsommerliche Schmalhans-Küche. Talggen mit Rote-Rüben-Salat nämlich.

Talggen ist eine Art Grieß aus Roggen, Dinkel und Hafer, hat seine Herkunft in Kärnten, und ich hab das Zeug auf der letztjährigen Terra Madre im Wiener Rathaus kennen gelernt.

Normalerweise bereitet man es etwas fester, aber ich habe 0,3 l Salzwasser im beschichteten Pfanderl zum Kochen gebracht, gut 10 dag Talggen eingerührt und ein paar Minuten dünsten lassen. Zum Schluss noch 3 dag Butter eingerührt, und fertig wars.

Den Rote-Rüben-Salat hab ich einem Glas entnommen. Man soll nix übertreiben bei der Hitze.

11. Juli

Fisch-Reis stand heute am Programm. Weil ich die "Abfälle", nämlich Kopf und die Grätenstücke vom Filet eines Karpfens eigentlich für die Hendln kochte, aber dann befand, dass da genug Fleisch dran war, um für mich auch noch was zu retten.

Also fitzelte ich kleine Fischstücke von gekochtem Kopf und Gräten, während im Reinderl zwei Portionen Reis mit Salz, ein paar getrockneten Paradeisern und einer Handvoll getrockneten Steinpilzen vor sich hin dünsteten.

Vom Reis hab ich dann eine Portion für übermorgen zur Seite gegeben und den Rest mit dem Fisch und ein bisserl geschnittenem Schnittlauch vermischt. Und ordentlich Pfeffer drüber. Pfeffer macht lustig.

12. Juli

Heute gibts das, was man üblicherweise von einem Karpfen isst: Gebackene Karpfenfilets mit Erdäpfelsalat.

Wobei ich die nicht selber mache, panieren ist mir nämlich verhasst. Aber wer Lust hat: Filets waschen, trocknen lassen, salzen und in Mehl wenden, dann in verschlagenen Eiern und zum Schluss in Semmelbröseln.

In ordentlich heißem Fett langsam herausbacken, abtropfen lassen und mit Zitrone servieren.

Und mit Erdäpfelsalat. Dessen original Wiener Herstellungsart entzieht sich meinen Kenntnissen. Ich dämpfe kleine speckige Erdäpfel (früher gabs noch Kipfler für diesen Zweck) bissfest, schäle sie heiß und schneide sie noch warm in dünnere Scheiben. Dann kommt reichlich geschnittener Zwiebel (rot oder weiß drüber und eine Marinade aus Wasser, Essig, Zucker und Salz. Und bei Tisch Kernöl drüber. Und Pfeffer. Siehe gestern. 

13. Juli

Schnelle Küche war heute angesagt: Stielmangold mit Butterreis.

Ins beschichtete Pfanderl ein Stück Butter und dann den Reis von vorgestern hinein, und gut durcherhitzt. In einer Schüssel zur Seite gestellt und ins Pfanderl zwei ordentliche Schluck Schlagobers gegossen, eine Portion aufgetauten blanchierten und geschnittenen Stielmangold hinein. Salz und Curry dazu und auch gut durcherhitzt. Wer zuviel Obers erwischt hat, bindet mit einem Esslöffel Maizena, die mit einem weiteren Löffel Obers glatt gerührt und dann in den köchelnden Mangold gerührt wird. Wenn schon, denn schon.

Noch ein Wort zum Curry, der gerade am Ausgehen ist: zum Glück sind demnächst wieder die Afrika-Tage auf der Donauinsel (bei der Floridsdorfer Brücke in den ersten beiden August-Wochen). Da können exotische Gewürze ohne weite Reisen nachgeschafft werden. Ein Geheimtipp ist auch die madegassische Vanille. Ein Gedicht!

14. Juli

Weil Marillenknödel zu machen für eineinhalb völlig witzlos ist, gibts heute eine Einladung. Und für vier Personen darfs dann noch eine Lamm-Gemüse-Suppe vor den Marillenknödeln sein.

Für die Suppe gebe ich Abschnitte vom Lamm gemeinsam mit einem zerkleinerten Suppengrün, einem portugiesischen Lorbeerblatt, ein paar kleinen Knoblauchzehen und einem Zweig frischen Liebstöckl in Salzwasser, bringe das ganze langsam zum Kochen und koche dann eineinhalb bis zwei Stunden. Danach das Lammfleisch aussortieren und die brauchbaren Teile klein schnippeln und wieder in die Suppe tun. Den Rest für die Stadthendln zerkleinern. (Ihr habt keine Hendln? Wird höchste Zeit, kann ich nur sagen!)

Während die Suppe vor sich hin kocht, aus 25 dag Topfen, 12 dag Mehl, 6 dag Butter, ein bis zwei Handvoll Grieß, einem Ei und einer Prise Salz rasch einen Teig kneten und eine Stunde kalt rasten lassen. Dazwischen zwei Handvoll Semmelbrösel, eventuell vermischt mit geriebenen Nüssen, in reichlich Butter (mindestens 6 dag) hellbraun rösten. 

Dann nehme ich tiefgefrorene (Eigenbau-)Marillen - ihr solltet, wenn ihr eine Quelle für Mariilen habt, unbedingt die nehmen, aber die vom Supermarkt könnt ihr vergessen. Die schmecken nach vielem, aber definitiv nicht nach Marillen! - und wickle die jeweils in ein Stück vom Teig ein. Gut verschließen und in siedendes Salzwasser einlegen. Knödel mit frischen Marillen solange kochen, bis sie aufsteigen. Solche mit TK-Marillen noch drei weitere Minuten sieden lassen. Herausnehmen, in der Bröselmischung wenden. Zucker oder Honig zum Süßen reichen.