Der Sparküche-Blog.

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31. Mai

Mangoldstiele mit Bulgur gabs heute.

Den Bulgur (gleich zwei Portionen, eh klar) habe ich in der doppelten Menge gesalzenen Wasser aufkochen lassen und dann auf kleiner Flamme 15 Minuten weitergeköchelt.

Währenddessen hab ich im beschichteten Reinderl ein Packerl blanchierter und geschnittener Mangoldstiele aufgetaut, gesalzen und gepfeffert. Dann hab ich einen Esslöffel Maizena mit ein paar Esslöffeln Milch glatt gerührt und das Gemüse damit gebunden.

2.6.10 21:27, kommentieren

1. Juni

Wer einen Hobbyangler in der Familie hat, weiß es: einer der wichtigsten Tage ist der 1. Juni.Weil nämlich der Karpfen, einer der beliebtesten Süßwasserfische Österreichs, im Mai Schonzeit hat. Vorher fängt man kaum was, aber danach gehts dann los.

Also  gibt es möglicherweise heute in zahlreichen Familien ähnliches zu essen. (Außer bei den ganz Vorsichtigen, die den ersten Karpfen der Saison vorsorglich für Weihnachten einfrieren.)

Zum Beispiel Gebratenen Karpfen mit Petersilerdäpfeln und grünem Salat.

Nett ist, wenn es gelingt, ein Karpfenfilet zu bekommen. Noch netter, wenn der Oberteil (das dickere Ende) fachkundig geschröpft wurde d. h. die Gräten in kleinsten Abständen durchtrennt wurden, damit sie beim Essen nicht weiter auffallen.

Jedenfalls wird besagtes Filetstück gesalzen und in Mehl gewendet und dann  bei eher geringer Hitze auf beiden Seiten einige Minuten gebraten. Wer experimentierfreudig ist, lässt dem Fisch einiges aus dem Gewürzregal zukommen. Zitronenpfeffer zum Beispiel, die Osmanische Gewürzmischung oder sonstwas Nettes.

Die gedämpften und geschälten Erdäpfel werden in mundgerechte Happen geteilt und in ein Reinderl geschmissen, in dem Butter zerlassen wurde. Salzen und mit gehacktem Petersil vermischen. 

Zum grünen Salat brauch ich eh nix weiter sagen.

Aber noch ein Wort zum Karpfen. Viele sind der Meinung, der Karpfen muffelt. Möglicherweise tut er das auch manchmal, aber dann haben Sie im falschen Geschäft gekauft. Wenn ein Karpfen artgerecht in einem entsprechenden Gewässer gehalten wurde, riecht und schmeckt er nach Karpfen, aber sonst nach nix.

2.6.10 21:56, kommentieren

2. Juni

Heute ist ein Ich-muss-eine-Menge-erledigen-und-hau-mir-unterwegs-was-rein-Tag. Daher gab es ein Falafel-Sandwich. Ohne Zwiebel und nur wenig scharf. (Was trotzdem scharf genug war und mir ordentlich den Magen durchpustete.)

Aber morgen koche ich wieder!

2.6.10 21:59, kommentieren

3. Juni

Ja, heute koche ich wieder, allerdings hat das heutige Mittagessen keinen Neuigkeitswert. Es ist nämlich wieder Zeit für die Eisenversorgung. Also fabriziere ich Lammleber nach Art des Hauses.

Für euch wandle ich allerdings das Rezept ein bisserl ab, damit ihr seht, was man aus einer simplen Leber alles rausholen kann.

Nämlich wird die Leber in kleine Scheiben geschnitten und in heißem Öl auf beiden Seiten scharf angebraten. Dann wird sie mit einem großzügigen Schuss Madeira abgelöscht und einige Minuten weitergeschmort. Jetzt kann sie gesalzen und mit Pfeffer und ein bisserl frischem geschnittenen Salbei gewürzt werden. Wer mag, bindet den entstandenen Saft mit ein bisserl Maizena.

Am besten passt Reis dazu, und für mich müsste es ein Schüsserl Birnenkompott dazu geben, dann ist mein Glück perfekt.

2.6.10 22:04, kommentieren

4. Juni

Langsam wirds Zeit für den Bulgur, der immer noch im Kühlschrank wartet, und der wird zu einer stinknormalen Bulgur-Gemüse-Pfanne verarbeitet.

Im heißen Öl werden, beginnend mit Zwiebel und ein bisserl Knoblauch, allerhand Gemüseschnipsel angeröstet, mit ein bisserl Wasser oder Suppe aufgegossen, mit Curry und Salz gewürzt und ein paar Minuten bissfest gebraten. Dann den Bulgur untermischen und fertig.

Als Nachtisch eignet sich ein eventueller Rest vom gestrigen Birnenkompott.

2.6.10 22:08, kommentieren

5. Juni

Beim Versuch, meine Weinlaube zu bändigen, habe ich zwei Triebe abgemurkst. Blöd, weil schon Traubenblüten oben waren, aber weil vom Donnerstag Erdäpfelpüree übrig geblieben ist, habe ich was ganz Neues probiert: Gefüllte Weinblätter nach Art der Sparköchin.

Dazu hab ich von den größten Blättern die Stengel abgezwickt und die Blätter zwei Minuten in Salzwasser blanchiert. Dann kalt abgespült und in kaltem Salzwasser zwischengelagert. 

Dann hab ich sie mit der Unterseite nach oben auf einen Teller gelegt, auf jedes einen Esslöffel Püree getan und mit Osmanischer Gewürzmischung bestäubt und dann Packerl geformt: die Seite mit dem Stengelansatz einmal hochgeschlagen, dann die Seiten eingeschlagen und dann ein Röllchen gewickelt. 

Die alle hab ich dann auf den Dämpfeinsatz gelegt und ein Viertelstünderl gedämpft. Hat richtig gut geschmeckt. Allerdings muss ich sagen, dass ja die Blätter noch sehr jung und zart waren. Wie das gleiche Rezept im Herbst mit den, na, nennen wir sie ausgereiften Weinblättern rüberkommt, ist eine andere Geschichte.

Und weil die Nachbarin mir eine Gurke geschenkt hatte, gabs die, geraffelt, ausgedrückt und mit Salz, Knoblauch und einem Löffel Rahm gewürzt, stilecht als Tsatsiki dazu.

6.6.10 20:55, kommentieren

6. Juni

Heute kriegte ich unverhofft ein paar Stangen weißen Spargel geschenkt. (Wenn man dir gibt, so nimm, wenn man dir nimmt, so schrei!) Deshalb gabs heute Spargel mit Erdäpfeln und Sauce Hollandaise.

Zuerst die Erdäpfel in den Dampf geschickt. Dann im Küchenkasterl gekramt und glücklicherweise ein Packerl Saucenpulver gefunden. Sonst ja nicht meine Art, aber  diesmal hat sichs wirklich ausgezahlt.

Den Spargel hab ich gewaschen und großzügig geschält, die unteren Enden abgeschnitten. Dann hab ich  die Spargelstangen in Salzwasser gekocht (meine Mutter gibt auch ein Löfferl Zucker und ein bisserl Zitronensaft ins Wasser - nur falls ExpertInnen unter euch sind).

Das Saucenpulver hab ich anleitungsgemäß mit einem Vierterl Milch angerührt (es geht bei weitem besser, wenn man zuerst nur fünf Esslöffel von der Milch nimmt und die restliche erst nach dem Glattrühren langsam dazugibt), unter ständigem Rühren zum Kochen gebracht und eine Minute, weiterrührend, köcheln lassen.

Bevor ich mich zum Essen gesetzt habe, habe ich die Schalen und Abschnitte in 3/8 l vom Kochwasser getan und bei kleiner Flamme köcheln lassen. Nach dem Essen habe ich das Wasser abgeseiht und die Reste von Spargel und Erdäpfeln in den Sud gegeben und alles mit dem Mixstab traktiert. Mit Pfeffer gewürzt und einem gehackten Ei oder ein paar Brotwürferl gibt das morgen ein gutes Supperl.

6.6.10 21:04, kommentieren

7. Juni

Genau, und nach dem Spargelsupperl von gestern gibts die üblichen Palatschinken.

Nämlich mit einem Rest von der frisch gemachten Rhabarbermarmelade. Ich finde die ja, entgegen den anderen VerkosterInnen, gnadenlos sauer, aber in den Palatschinken wirkt sie etwas milder, gottseidank.

Das Rezept für Palatschinken hab ich euch schon ein paar Mal verraten. Wie ich die Rhabarbermarmelade mache, wollt ihr wissen?

Also: ich pflücke mir einen Armvoll Rhabarberstengel, tu die Blätter und die Stengelansätze weg, wasche die Dinger gut und schneide sie in kleine Stücke. Das Schälen erspar ich mir meistens. Dann geb ich den Rhabarber in ein Marmeladereinderl, tu ein Achterl Wasser oder Apfelsaft dazu und bringe das Ganze zum Kochen. Ununterbrochen rühren, versteht sich. Erst wenn das Zeug genug Wasser gelassen hat, kann man nachlässiger werden mit der Rührerei.

Ein paar Esslöffel Honig geb ich auch schon anfangs dazu, damit das Zerkochen besser geht. Aber der Rest vom Honig kommt wirklich erst dann hinein, wenn die Marmelade schon so gut wie fertig ist. Dann schnell noch einmal aufkochen und zack in Twist-Off-Gläser füllen und sofort verschließen.

Mein Trick: ich lasse den Rhabarber also honiglos aufkochen, nehme ihn dann vom Feuer und rühre längere Zeit kräftig durch. Dann lasse ich ihn ein paar Stunden ziehen. Dann nochmals auf den Herd, aufkochen, Honig rein, nochmals aufkochen und abfüllen.

6.6.10 21:12, kommentieren

8. Juni

Mir ist ein Zucchino zugefallen. Und weil ich das Panieren ja nicht leiden kann, habe ich Überbackenen Zucchino fabriziert. Ganz einfach.

Nämlich den Zucchino längs halbiert und das Fruchtfleisch mit einem Löffel rausgekratzt. Dieses zerkleinert und mit etwas geriebenem Käse, einem Ei (wenn ihr einen Rest habt, auch nur einem halben Ei), frischen gehackten Kräutern, Salz und einer Handvoll gekochtem Reis vermengt. Würde mit Couscous, Bulgur, Erdäpfelpüree, Polenta oder Quinoa genauso funktionieren. Ich hab Reis genommen, weil ich den übermorgen brauchen werde.

Mit der Masse die Zucchinohälften füllen, vielleicht oben noch ein bisserl Käse drüber und in einer befetteten Form für ein halbes Stünderl bei 200 Grad (Heißluft 180 Grad, aber ich finde die trocknet das Ganze zu sehr aus) ins Rohr stellen.

Sollte euch von der Füllmasse was übrig bleiben, formt ein Knöderl oder Laberl und legt es in die Form dazu - schmeckt auch gut!

8.6.10 21:20, kommentieren

9. Juni

Heute schiebe ich ein einfaches Essen ein: Pasta ungefähr auf Carbonara Art.

Ich schicke die Teigwaren ins Salzwasser. Während die kochen, lasse ich im beschichteten Pfanderl ein paar Scheiben geschnittenen Bauchspeck aus (wenn schon, denn schon!) und brate darin zwei geschnittene Knoblauchzehen an.

Dann würze ich mit Salz und Pfeffer und geb die Teigwaren dazu. Gut durchmischen und dann ein frisches Ei drüberschlagen (oder zwei) und vom Herd nehmen und gut weiterrühren, bis das Ei an den Teigwaren stockt.

Dazu kommt ein fescher grüner Salat, der im Gemüsebeet gerade massenweise reift. Ich mag den am liebsten nur mit Balsamico, Salz und Kernöl.

8.6.10 21:29, kommentieren

10. Juni

Wider Erwarten haben die Schnecken ein paar Erbsenpflanzen verschont. Von denen pflücke ich ein paar Zuckerschoten ab und verwende die in einer Reis-Gemüse-Pfanne.

Im beschichteten Pfanderl wird ein Esslöffel Öl erhitzt (wer hat, kann die Reste vom gestrigen Bauchspeck auslassen). Dann ein kleines Happerl geschnittenen Zwiebel drin anbraten und danach zwei geraffelte Karotten und 10 in Stücke geteilte Zuckerschoten dazu. Salzen und pfeffern, gut durchrühren, Deckel drauf und ein paar Minuten bissfest schmoren.

In der Zwischenzeit eine Handvoll Kräuter hacken und die am Ende der Garzeit gemeinsam mit einer Portion Reis unters Gemüse mischen. Eine Minute ohne Hitze durchmischen und auf den Teller geben. Eventuell mit geriebenem Käse toppen.

8.6.10 21:34, kommentieren

11. Juni

Kennt ihr das, im Gemüsebeet, wenn alle Salathapperl gleichzeitig reifen? Dieser momentanen Schwemme versuche ich abzuhelfen, indem ich mir heute eine Salatplatte mit Ei zaubere.

Ein Happerl Salat wasche und zerzupfe ich. Dann habe ich noch eine Handvoll blanchierter Karottenscheiben von gestern, die kommen dazu, und aus dem Glas ein süßsaurer Paradeiser, oder zwei. Und dann ab in den Garten: Rucola, Kapuzinerkresse, Pimpinelle und Oregano auf jeden Fall, vielleicht Basilikum und ein paar Blätter vom jungen Löwenzahn. Wenn ich gut drauf bin, putze und schnipple ich auch eine der letzten Topinamburknollen.

Dann mit etwas Balsamico und Kernöl beträufeln, mischen und mit zwei von den Eiern meiner Stadthendln garnieren.

11.6.10 09:30, kommentieren

12. Juni

Vom letzten Mal Pasta-machen sind einige Platten übrig geblieben, die ich eigentlich zu Cannelloni verarbeiten wollte. Weil aber grad die Zeit nicht da ist, werde ich die Dinger in Stücke brechen und mir Pasta mit Mangold-Blaukäse-Sauce kochen.

Während die Pasta also im Salzwasser al ponte kochen, erhitze ich im beschichteten  Reinderl zwei Esslöffel Milch oder Obers, gebe den blanchierten Mangold dazu und rühre durch. Ich würze mit Salz, Pfeffer und vielleicht einem Hauch Curry. Wenn ich das Gefühl habe, dass alles gut verbunden ist, gebe ich ein paar Deka Blauschimmelkäse in kleinen Bröckerln dazu und rühre nochmals gut durch.

Die Pasta auf den Teller, die Sauce drüber und Mahlzeit!

11.6.10 09:34, kommentieren