Der Sparküche-Blog.

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1. April

Heute hat ein Fast-Food-Stand für mich gekocht, nämlich Nudeln mit Gemüse.

Wusste ich gar nicht, dass es die jetzt auch schon in Boxen gibt. Die Nudeln. 

Das nächste Mal werde ich sie aber doch wieder selber kochen (das Rezept findet ihr auf diesem Blog eh schon öfter), denn ich

  • nehme ein besseres Öl
  • verwende Bio-Teigwaren
  • tu  weit mehr Gemüse rein, aber
  • verwende kaum Zwiebel

Bis morgen also!

2. April

Weil heute schon wieder auswärts essen angesagt war (und zwar Thai, was ich nicht einmal ansatzweise nachkochen könnte), ich euch aber nicht dauernd um eine Pizza schicken will, habe ich mir eines meiner Lieblingskochbücher geschnappt (Peter Mayr: Die leicht bekömmliche biologische Küche) und meinen Zeigefinger als Zufallsgenerator verwendet. Hier also ein Rezept für, allerdings 4 Portionen,  Hirse-Käsekrapferln.

1 Tasse  Goldhirse waschen und in einem Sieb gut abtropfen lassen.  3 dag Butter in ein Reinderl geben und die Hirse darin kurz anschwitzen. Mit ca. 1 1/2 Tassen Gemüsesuppe auffüllen, einmal aufkochen und bei mäßiger Hitze etwa 15 Minuten ausdünsten lassen. Dann von der Hitze nehmen und mit einer Gabel gut auflockern.

Inzwischen 13 dag fein geschnittenes Wurzelgemüse (ich würde einen Bund Suppengrün dafür verwenden) weich dämpfen. Die Hirse mit 1 Esslöffel frischen Kräutern, 13 dag geriebenen Käse, 10 dag Creme fraiche oder Rahm gut mischen und mit Salz und Muskatnuss würzen.

Dann ca. 5 dag schwere Knödel formen und diese fingerbreit flachdrücken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Alufolie zudekcne und bei 200 Grad für ca. 10 Minuten in den Ofen schieben. Die letzten 5 Minuten ohne Folie backen, sofort servieren.

Dazu passt eine Gemüse- oder Kräutersauce oder ein fescher Salat. Im Notfall können die fertigen Krapferl auch einfrieren und später mit Rahm oder Mozzarella in einer gefetteten Form im Rohr gratiniert werden. 

3. April

Heute koche ich tatsächlich wieder selbst, und zwar aus dem Gefrierschrank. Nämlich Topfennockerl mit Preiselbeeren und Pfirsichkompott.

Die rohen gefrorenen Nockerl gebe ich in siedendes Salzwasser und lasse sie gar ziehen. In der Zwischenzeit röste ich in einem guten Klecks Butter eine Handvoll Semmelbrösel goldbraun, damit ich dann die Nockerl drin wälzen kann.

Darauf kommt dann reichlich Zucker und dazu die Kompotte.

4. April

Ich weiß, heute ist Sonntag. Trotzdem werde ich heute wieder Überfälliges verwerten und fabriziere Bulgur mit Giersch.

Weil ich nämlich heute Ostereier gefärbt habe, und das natürlich mit Naturfarben. Unter anderem bin ich durch den Garten gezogen und habe Gierschblätter gepflückt. Die habe ich in Wasser ausgekocht, ausgedrückt und dann weder in den Biomüll noch ins Hendlgehege schmeißen wollen.

Also werde ich zwei Portionen Bulgur nach den Packungsanweisungen in Salzwasser kochen. Dann werde ich in eine Hälfte vom Bulgur (Die zweite Portion gibts demnächst.) den Giersch, ein bisserl von der Osmanischen Gewürzmischung, ein Eckerl Butter und ein bisserl was vom Blauschimmelkäse einrühren.

Und fertig. Vielleicht den Rest vom Fisolensalat dazu?

Wenn ich am Vormittag erfolgreich beim Bärlauch-Sammeln bin, mache ich vorher eine Bärlauchsuppe, und nachher gibts einen Rest vom Pfirsichkompott.

Fröhliche Ostern!

5. April

Aber heute gibts Feiertagsessen: Karpfen serbisch mit Braterdäpfeln.

So ein Stück Karpfen kriegt man, wenn weit und breit in der Familie kein Fischer zu finden ist, in einem guten Fischgeschäft auch einzeln. Muss kein Filet sein, aber ein Schwanzstück solltet ihr euch nur andrehen lassen, wenn ihr wirklich grätenfest seid. Erkennt man daran, dass es nicht lang und schmal, sondern fast quadratisch oder dreieckig ist.

Jedenfalls die Erdäpfel wie gewohnt weich dämpfen. In der Zwischenzeit den Fisch waschen und längs einige Schnitte hineinfabrizieren. In diese Schnitte Salz, roten Paprika und zerdrückten Knoblauch schmieren. Dann den Fisch in Mehl wenden und in  Fett bei mittlerer Hitze eher langsam braten. Nur ein paar Minuten, nur einmal vorsichtig wenden.

Während der Fisch brät, sollten auch die geschälten und in Stücke geschnittenen Erdäpfel schon in Öl braten. Salzen und eventuell Rosmarin dazugeben.

6. April

Ich war beim Bärlauchpflücken tatsächlich erfolgreich. Einige Portionen sind, blanchiert und grob geschnitten, für den Winter eingefroren, die Bärlauchbutter harrt noch selbiger Prozedur. Und vom Rest gibts heute Hausgemachte Bandnudeln mit Pomodori und Bärlauch.

Resteverwertung eben. Die Bandnudeln habe ich notgedrungen gefertigt, weil sich der Nudelteig nicht dünn genug für Suppennudeln ausrollen ließ. Die Fehlerquelle: er ist mir zu "feucht" geraten d. h. ich habe anteilsmäßig zuviel an Ei und zuwenig an Mehl genommen. Also Bandnudeln.

Und die werden gekocht und dann in Öl mit Pomodori-Pesto geschwenkt (das ist mir von einer Packung Schafkäsebällchen übrig geblieben). Dazu kommt der geschnippelte Bärlauch, und dann die Nudeln hinein und möglicherweise noch ein bisserl Salz. Wenn alles gut heiß ist, creme ich vermutlich noch ein Ei hinein. Und wenn ich nicht vergesse, krame ich einen Rest von geröstetem Sesam aus dem Kuchlkastl und streu den drüber.

Dazu gibts wieder mal einen Salat aus dem Glas.

7. April

Wenn ich den Rest vom Bulgur letztens heute nicht endlich verwende, ist er tatsächlich nur mehr als Hendlfutter geeignet. Also gibts heute eine Bulgurpfanne mit Bärlauch. - Ja, es war immer noch welcher da, aber der kommt heute endgültig weg.

Der bereits gekochte Bulgur wird also in ein bisserl Öl angebraten, dann der in Streifen geschnittene Bärlauch dazu, salzen und gut durchrühren. Wer hat, kann Paradeiser nach Belieben dazumengen. In meine Pfanne kommt noch ein Stückerl vom Blauschimmelkäse, das hat letztens herrlich gemundet.

8. April

Es muss wieder einmal was weg, jetzt mache ich Ernst mit meinem Vorhaben, den Gefrierschrank zu leeren. Also verpasse ich mir heute noch einmal Topfennockerl mit Kompott.

Das Rezept kennt ihr schon, und dazu gibts ein Kompott aus dem Glas. Oder Apfelmus, je nachdem, worauf ich mehr Appetit habe ... 

Wenn ich mit meiner Arbeit rechtzeitig fertig werde, geht sich sogar noch eine Topinamburcremesuppe aus.

9. April

Ich muss mich entschuldigen, aber in der nächsten Zeit werden die Einträge auf diesem Blog aus technischen Gründen eher unregelmäßig erscheinen. Ich hoffe, dass Ende April das Problem gelöst sein wird.

Was koche ich heute? Ein Topinambur-Erdäpfel-Gratin.

Und das mache ich so: Ich schicke eine Portion mehlige Erdäpfel (weil von denen noch so viele da sind, speckige tun es auch!) in den Dampf. Während die garen, fette ich eine kleine, etwas höhere Auflaufform ein und schneide gut eine Handvoll gewaschene und gebürstete Topinambur in dünne Scheiberl. Außerdem gare ich zwei Portionen Bulgur in Salzwasser. Und ich verrühre ein Ei mit ein bisserl Obers ziemlich gut.

Wenn die Erdäpfel durch sind, schäle ich sie und scheibliere sie ebenfalls. Dann schlichte ich sie in die Form. Drauf kommen die Topinambur, zuoberst der Bulgur. Ihr könnt zwischendurch gerne salzen und sonstwie würzen. Ich hab das so gelöst, dass ich auf den Bulgur reichlich Flockerl von Bärlauchbutter getan habe. Aber vorher habe ich die Ei-Obers-Mischung drübergegossen.

Das ganze kommt bei ca. 190 Grad ins Rohr und bleibt dort 30 - 40 Minuten.

10. April

Weil ja noch Bulgur da ist und außerdem der Petersil im Garten grünt und die Paradeiser im Angebot waren, fabriziere ich heute ausnahmsweise ein etwas abgewandeltes Taboule - die Expertinnen mögen Nachsicht üben.

Ich schneide also ordentlich Paradeiser klein (ein bisserl was muss aber für morgen übrig bleiben!) und fuzle den Petersil. Und dann mische ich das alles unter den angewärmten Bulgur. Salzen tu ich auch, und möglicherweise, wenn mir gerade danach ist, kommt ein Lackerl Kürbiskernöl drüber. Eine liebe Freundin hat mir aus ihrer Heimat nämlich ein ganz frisch gepresstes mitgebracht - allein der Geruch ist unbeschreiblich.

Heute war echt schnell gekocht ...

 

11. April

Öh. Heute geh ich fremd essen, aber ich liefere die Hauptzutat: das Huhn. Wir mussten nämlich zwei unserer Damen abmurksen. Eine davon gibt es heute - für die gesamte Familie - als Brathuhn mit gemischtem Salat.

Das Hendl wird gerupfter- und ausgenommenerweise gewaschen und gewürzt und in eine Bratfolie gestopft. Dann ins Rohr damit und so ungefähr ein Stünderl drin lassen. Wer will, kann gegen Ende vorsichtig oben die Folie aufschneiden, damit das Hendl vielleicht noch ein bisserl bräuner wird.

Für den Salat nehme ich ein vorhandenes Glas Fisolensalat, die restlichen Paradeiser von gestern, ein Happerl Zwiebel und ein paar Karotten. Letztere reiße ich grob. Der Zwiebel wird in Ringe geschnitten, die Paradeiser in Scheiben. Und wie ich meine Mutter kenne, spendiert sie der Meute ein Happerl grünen Salat. - Und ich wieder das bereits besprochene Kernöl, eh klar.

Weil ja Sonntag ist, gibts vorher eine Hühnersuppe (von den Resten des Hendls, damit alles verwertet ist) und nachher einen mütterlichen Kakaokuchen.

12. April

Auf Palatschinken habe ich schon lange Lust, die mache ich mir heute. Vielleicht ein Rest von der Hühnersuppe vorher.

Wenn vom Obers noch was da ist, kommt der mit in den Teig. Sonst mixe ich ein Viertelliter Milch mit einem Ei und einer Prise Salz und rühre soviel Mehl ein, dass der Teig dickflüssig ist, aber noch gut vom Löffel tropft.

Der Teig rastet eine halbe Stunde. Dann in eine Pfanne, die gut heiß ist, ein kleines Stück Butter und ein halber Schöpflöffel vom Teig - also das kommt jetzt drauf an, wie groß euer Schöpfer ist. Auf einer Seite backen, bis der Teig auf der Oberseite aufgetrocknet ist, dann wenden und noch etwa eine Minute auf der anderen Seite fertigbacken.

Und nach Geschmack füllen!

13. April

Na, ich bin schon ganz schoen im Hintertreffen. Fuer heute verrate ich euch ein original maltesisches Rezept: Ravioli ricotta napolitana.

Dafuer  bereitet ihr einen Nudelteig zu (den hatten wir schon mal, irgendwann vor Ostern - die Masse von einem Ei und knapp 10 dag Mehl sollte reichen, was uebrigbleibt, schneidet zu Suppennudeln fuer demnaechst)), rollt ihn ziemlich duenn aus und stecht runde Formen aus. Ich mache das immer mit einem Keksausstecher, aber ein Glas tuts auch.

Auf diese Kreise tut ihr einen Kaffeeloeffel von folgender Fuelle: etwas frischen Ricotta (oder aber auch Mascarpone) vorsichtig salzen und mit frischen gehackten Kraeutern vermengen. Dann die Haelfte des Randes mit Wasser zart bestreichen und die Dinger zusammenklappen. Wenn alle fertig sind, in Salzwasser einige Minuten kochen. 

Fuer die Sauce einen Essloeffel Olivenoel erhitzen und eine Handvoll gewuerfelter Paradeiser drin anschwitzen. Mit Salz, Pfeffer und geschnittenem Basilikum wuerzen, etwas schmurgeln lassen und unter die Ravioli plazieren.