Der Sparküche-Blog.

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2. März

Ein Vormittagstermin heute zwingt mich zur schnellen Küche, was eh meinem Interesse entgegenkommt, den Tiefkühler leer zu kriegen. Zucchinicremesuppe und nachher Marillenknödel gibts.

Also einen Becher mit "Basis für Zucchinicremesuppe" und ein Packerl Marillenknödel gezogen, und los gehts. Die Suppe wird im beschichteten Reinderl aufgewärmt und mit ein bisserl Milch oder Obers verlängert. Und nachgewürzt natürlich.

Die Marillenknödel habe ich letzten Sommer eingefroren. Portionsweise, weil aus einer Portion Teig ungefähr 16 Knödel rausgehen, und wer isst die hier in der Bude? Ich mache also eine Portion Topfenteig, den ihr bei den Topfennockerl von neulich findet, wickle ihn um passende Marillen (und zwar entferne ich den Kern nicht, weil das Zeug mit einem ersatzweisen Würfelzucker zwar lieblicher schmeckt, aber auch mehr saftelt), wälze die Knödel in Mehl und friere sie roh ein.

Wenn ich dann welche brauche, nehme ich ein Packerl raus und gebe die Knödel noch gefrorenerweise ins siedende Salzwasser und lasse sie ziehen. Derweil bereite ich die obligaten gerösteten Brösel - in die ich übrigens, wenn vorhanden, durchaus auch geriebene Nüsse mische - und serviere alles gut gezuckert. Marillen, wenn gekocht, sind oft ein bisserl hantig.

3. März

Heute gibts Mangoldstiele mit Sauce Hollandaise und Petersilerdäpfeln.

Mir fällt auf, dass es hier relativ oft Mangold gibt. Ähem. Naja, schließlich ist er gesund. Jedenfalls gibts hier noch ein Packerl blanchierte Mangoldstiele im ganzen, also habe ich heute dazu eine Packung Fertigsauce gekauft. Furchtbar, eigentlich. Aber zweimal im Jahr darf ich das. Eine Sauce Hollandaise ist mir irgendwie zu mühsam zum Selbermachen.

Also ein paar kleinere speckige Erdäpfel im Dampf garen, schälen, eventuell in Stücke teilen. Ein gutes Stück Butter im beschichteten Reinderl erwärmen, die Erdäpfel dazu und gehackten Petersil nach Geschmack untermischen. Salzen und auf die Teller geben. Dann im selben Reinderl rasch den blanchierten Mangold erwärmen, die Sauce ebenso.

Und schon gehts zu Tisch.

4. März

Wieder einmal Durchsicht des häuslichen Tiefkühlers. Daher gibt es Kürbisgemüse mit Reis.

Das Kürbisgemüse habe ich ausnahmsweise essfertig eingefroren und taue es einfach auf. Den Reis dünste ich wie immer in Salzwasser, nachdem ich ihn zuerst trocken angeröstet habe.

Wenn ihr nix Entsprechendes im Gefrierschrank habt, bereitet das Gemüse einfach frisch zu: Kürbis schälen und das Kernzeugs entfernen, grob raspeln und in Salzwasser mit ein bisserl Kümmel weich dünsten.

Die Konservativen bereiten dann eine Einbrenn aus Öl und Mehl, tun den Kürbis rein, würzen mit Pfeffer und/oder rotem Paprika und rühren ein paar Esslöffel Rahm ein. Die bekömmlich Kochenden lassen die Einbrenn weg und würzen erstmal wie oben, verrühren dann die paar Esslöffel Rahm mit einem Esslöffel Mehl oder Maisstärke und rühren das in die noch kochende Masse ein. Noch ein oder zwei Minuten köcheln lassen und servieren.

5. März

Heute ist wieder die Eisenportion fällig. Also gibts Hühnerleberpfanne mit Dinkelreis (weil ich letzteren schon gestern verwendet hatte und gleich die Packung leergekocht hatte).

Ich habe 5 Deka Bauchspeck im Wok langsam angebraten, dann ein Happerl Zwiebel reingeschnitten (wieso koche ich neulich so viel mit Zwiebel, eigentlich?), mit Salz, Pfeffer und Rosmarin gewürzt und das Ganze ein bisserl dünsten lassen. Dann hab ich alles an den Rand raufgeschoben, die Hühnerleber in die Mitte geschmissen und ordentlich angebraten. Dann einen größeren säuerlichen Apfel, geschält und in kleine Stücke geschnitten, dazu und weitergebraten. Zwiebel und Speck wieder dazugeben und gut durchrühren.

Und essen.

6. März

Weil ich mich die letzten Tage eh super zusammengerissen habe mit dem Kochen, finde ich, lasse ich es mir dieses Wochenende gut gehen.

Heute habe ich mich mit Broccolicremesuppe und Spaghetti Bolognese bekochen lassen. Die Sauce war eh ähnlich wie meine (Rezept von neulich), nur dass viel weniger Ketchup drin war.

Und morgen finde ich hoffentlich irgendwo ein paar ordentliche Sushi.

7. März

Ja, also heute wieder asiatisch orientiertes Eiweiß in Mengen, und mit schlechtem Gewissen, weil die Japaner sich ja nix scheißen und die beliebten Fische gnadenlos überfischen. Hm.

Weil ich letztens Besuch hatte und dadurch die Chance gegeben war, dass Süßzeug, das ich fabriziere, auch in kurzer Zeit wegkommt, habe ich eine Partie Topfenkipferl gemacht. Geht ziemlich einfach.

Für den Teig braucht ihr jeweils 25 dag Topfen, glattes Mehl und Butter, alles kühl, und eine Prise Salz. Aus den Zutaten rasch einen Teig kneten und mindestens eine Stunde kalt rasten lassen.

Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, zwei bis drei Millimeter dick, und in Quadrate schneiden, meine sind ca. 6 bis 8 cm lang, je nach Geduld. Auf jedes Quadrat ein Patzerl Marmelade setzen (schnittfeste ist viel leichter in der Verarbeitung, flüssige rinnt euch überall raus), von einer Ecke aus aufrollen und zu einem Kipferl biegen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen (mit eher mehr Abstand) und bei 180 Grad Heißluft hellbraun backen. Noch warm mit Staubzucker bestreuen.

8. März

Weltfrauentag! Da gibts natürlich etwas in lila. Und zwar Rotkraut mit Erdäpfelpüree.

Das Rezept kopiere ich vom Jänner hierher, das Erdäpfelpüree beschreibe ich ganz kurz, weil es leicht vom letzten Mal abweicht.

Also natürlich dämpfe ich wieder mehlige Erdäpfel weich, aber diesmal mixe ich sie mit Milch, Salz und einer ordentlichen Prise Muskatnuss. (Und wieder spüle ich den Pürierstab sofort ab, weil das Zeug sonst gnadenlos anklebt.)

So, jetzt zum Rotkraut:

Wer es genau wissen will und nicht die Tiefkühlvariante nimmt, ersteht auf dem Markt ein kleines Happerl Rotkraut, gibt die äußeren Blätter weg, viertelt das Ding und schneidet den Strunk heraus, fitzelt den Rest möglichst fein (das kann die Küchenmaschine ganz hervorragend, übrigens) und kocht es mit ein paar Zentimeter hoch Salzwasser und einer Gewürznelke weich (kann gut eine Dreiviertelstunde dauern). Wenn zuviel Flüssigkeit im Topf ist, die letzte Viertelstunde den Deckel abnehmen, damit die Sache etwas einkocht ... und die gesamte Wohnung aromatisiert wird, ähem.
Jedenfalls dann nach Geschmack mit einem geriebenen Apfel, Preiselbeerkompott, Orangensaft, Zucker und vielleicht einem Löfferl Rahm verfeinern.

9. März

Als ich heute eine neue Frühstücksmarmelade aus den Tiefen des Vorratslagers graben wollte, fiel mir ein Glas Bio-Maroni-Creme in die Hände. Und weil auch noch ein bisserl Milch da ist, gibts jetzt Maroni-Palatschinken.

Den Teig aus ungefähr einem Viertelliter Milch, einem Ei, einer Prise Salz und ein paar Esslöffeln Mehl (soviel, dass der Teig noch gut vom Mixer tropft) lasse ich nach dem Mixen mindestens eine halbe Stunde stehen.

Dann noch einmal gut durchrühren, in einer Pfanne stückerlweise Butter erhitzen und eine Palatschinke nach der anderen auf beiden Seiten ausbacken.

Mit was Nettem füllen - von Marmelade oder Powidl über Schokolade oder Nussmus , Apfelmus, Mohn, Obstsalat bis zu Topfenfülle oder Vanilleeis (von den pikanten Füllungen rede ich jetzt gar nicht).

Als Vorspeise esse ich den Rest vom Karottensalat letztens.

10. März

Heute werden die letzten Rahmfisolen aufgebraucht. Leider habe ich die schon essfertig eingefroren, weil eigentlich wollte ich den Rahm loswerden. Na, für den überlege ich mir was anderes. Zur Feier des Tages werde ich die Rahmfisolen mit Spritzerdäpfeln kombinieren. Feiner ausgedrückt: Pommes duchesse.

Wie immer: mehlige Erdäpfel dämpfen, schälen und fein zerdrücken (diesmal wirklich fachkundig, sonst wird die Weiterverarbeitung fluchbeladen). Während die überkühlen, die geputzten geschnittenen Fisolen in Salzwasser blanchieren, abseihen und in etwas Öl anschwitzen. Mit Salz, Pfeffer und Dille würzen und dünsten lassen, zum Schluss ein paar Esslöffel Rahm mit ein bisserl Mehl verrühren und dazugeben. Kurz aufkochen lassen.

Während die Fisolen dünsten, zu den Erdäpfeln ein Ei geben (original nur einen Dotter, aber was machen wir dann mit dem Eiklar?) und ein kleines Eckerl Butter (2 dag reichen vollauf), mit Salz und Muskatnuss würzen und zu einer festen Masse verarbeiten.

Diese in einen Spritzsack dremmeln und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech kleine Rosetten spritzen. Eher mehr Abstand halten, die Dinger sollten aufgehen. Wer will, kann mit einer Mischung aus einem Dotter und Obers bestreichen, aber erstens ist das mühsam und zergatscht zweitens erfahrungsgemäß die Rosetten und drittens sollte ja eher das Eiklar weg, oder?

Wie ihr wollt. Jedenfalls bei 220 Grad ca. 15 Minuten backen.

 


11. März

Für heute mittags habe ich eine Einladung, also kocht für mich das Wirtshaus. Wenn ich selbst hätte müssen, wäre es ein Kohlsprossen-Gratin geworden.

Und das geht bei mir so: ein knappes Viertelkilo Kohlsprossen putzen und in Salzwasser kurz blanchieren. Dann die Kohlsprosserl in eine gefettete Auflaufform geben, mit Salz und Pfeffer würzen, ein bisserl gehackten Schinken oder Speck oder Bratenreste - was halt da ist - drüberstreuen und zum Schluss geriebenen Käse drüber (oder ein paar Rest-Käsescheiben).

Dann ins Rohr damit und ziemlich heiß (190 Grad oder so) ein Viertelstünderl, eventuell mehr, backen.

Dazu hätte ich entweder Braterdäpfel gegessen oder aber Reis. (Aber Reis gibts eh morgen ...)

12. März

Genau, heute wieder einmal Gemüsereis, mit Erdnusssauce.

Den Reis eh wie immer dünsten (möglicherweise gleich wieder ein Portiönchen mehr?).

Die Gemüsemischung besteht heute aus einer Karotte, Erbsen, dem leider immer noch vorhandenen letzten Rest von der Sellerieknolle und ein paar Blatterl von einer Kohlsprossenpflanze, die ich gestern geköpft habe.  Alles, außer den Erbsen, klein fizeln und in ein bisserl Öl anbraten, salzen und dann, vielleicht mit ein paar Löffeln Wasser, weich dünsten. Dann den Reis dazugeben und kurz mitbraten.

Und auf dem Teller reichlich Erdnusssauce drauf.

13. März

Heute koche ich schon ein bisserl für morgen vor, und zwar ein Rindsupperl. Das Fleisch gibts heute als Beinfleisch mit Erdäpfelschmarren und Bärlauchbutter.

Natürlich wird es mir nie im Leben gelingen, eine so gute Suppe zu fabrizieren, wie meine Oma das konnte. Aber weil ich auf den Schnellkochtopf verzichte, wird sie ganz annehmbar werden.

Ich nehme ein kleines Stück Beinfleisch und gebe das zusammen mit einem geputzten Suppengrün und einem Lorbeerblatt (vielleicht auch einer Knoblauchzehe oder ein paar Pfefferkörnern) in kaltes Salzwasser. Dann stelle ich den Topf auf den Herd und bringe das ganze langsam zum Kochen. Wenns köchelt, könnt ihr den Schaum abschöpfen (ich tu das nie, aber macht ruhig). Ordentlich lang köcheln lassen (zwei Stunden sind wahrscheinlich die Untergrenze).

Ich werde vermutlich das Wasser nehmen,  in dem ich vorher die Grießnockerl gekocht habe. Und die gehen so: 5 dag weiche Butter mit 1 Ei und 6 bis 7 dag Grieß sowie einem halben Kaffeelöfferl Salz gut vermengen und eine halbe Stunde rasten lassen. Danach in Salzwasser 20 - 30 Minuten sieden, bis sie fast die doppelte Größe haben. Die fertigen Nockerl lassen sich auch gut einfrieren, übrigens.

Für den Erdäpfelschmarrn dämpfe ich je zwei kleine speckige und mehlige Erdäpfel weich, schäle und zerkleinere sie. In meinem beschichteten Reinderl erhitze ich einen Esslöffel Öl, da kommen die Erdäpfel hinein (und bei mir kein gehacktes Zwieberl, aber ihr könnt das gerne versuchen) und werden mit Salz gewürzt und gut durchgebraten.

Über das fertige Fleisch und den Schmarrn kommt dann noch ein großzügiges Stück Bärlauchbutter. (Die neue Ernte kommt eh bald, da könnt ihr das versuchen: Bärlauch fein hacken und mit weicher Butter sowie Salz vermischen. In Folie gewickelt zu einer Rolle formen, gut kühlen, gekühlt in Scheiben schneiden und in einem gut schließenden Behälter einfrieren - ich meine, natürlich könnt ihr auch kleine Rosetten auf ein Stück Folie dressieren und die einfrieren ...)

Und vielleicht serviere ich mir sogar was Saures dazu, zum Beispiel Gurkerl oder Pfefferoni oder so.

14. März

Heute muss es schnell gehen, und das an einem Sonntag. Also, was gibt die Küche her? Es wird Polenta mit Speckfisolen geben.

Von meinen Prinzessbohnen hab ich ja schon geschwärmt, vielleicht schlachte ich heute das letzte Packerl. Sonst werden es "normale" blanchierte Fisolen, die machen sich auch ziemlich gut mit Speck. Der Speck wird klein geschnitten und in einem Pfanderl langsam ausgelassen. Dann kommen die Fisolen dazu und werden gut durchgeschwenkt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Vielleicht streue ich auch ein bisserl Sesam drüber.

Die Polenta mach ich ziemlich einfach: Salzwasser zum kochen bringen und ein paar getrocknete Schwammerl reinbröseln (einfach, weil noch ein Rest da ist). Ins kochende Wasser anleitungsgemäß Minuten-Polenta einrieseln lassen, aufkochen lassen, zwei Minuten köcheln und vom Herd nehmen. Ein Viertelstünderl quellen lassen.

Vorher wird es eine Rindsuppe geben und nachher das letzte Kompottglas aus dem Küchenkastl: Apfelkompott. Vielleicht sogar mit ein bisserl Obers. Werden sehen.