Der Sparküche-Blog.

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1. Feber

Jetzt würde ich gern wissen, ob die halbe Portion gemüsefest ist. Und deshalb versuche ich es mit Mangoldgemüse mit Bulgur.

Das Mangoldgemüse mache ich wie üblich (so ich noch ein Packerl davon im Tiefkühler finde, was ich hoffe!): ein bisserl Milch oder Obers in den Wok, das Gemüse dazu und gut durchwärmen, Salz und Pfeffer drüber und, falls das ganze zu flüssig ist, mit einem Löffel Maisstärke binden.

Den Bulgur mache ich auch komplikationslos laut Packungsanleitung, und wieder gleich mehr, für übermorgen.

1.2.10 19:50, kommentieren

2. Feber

Erraten, die Milch muss weg. Deshalb werde ich heute für uns eineinhalb eine Riesenmenge Grießkoch fabrizieren.

Ab und zu esse ich den wirklich gern, vor allem in der schnittfesten Version mit tüchtig Schokolade drin. Manchmal allerdings auch nur mit Zimt und Zucker oder Honig.

Funktionieren tut er ganz einfach: Milch in einem beschichteten Reinderl zum Kochen bringen, möglichst den Zucker und den Zimt oder die Schokolade  schon vorher reingeben und öfter umrühren. In die steigende Milch (rechtzeitig, bevor sie überläuft und euch den Herd versaut) soviel Weizengrieß einrühren, dass das ganze dünn- bis mitteldickflüssig wird. Dann noch ein bis zwei Minuten köcheln und essen.

Als Vorspeise, das ergibt sich grad sehr günstig, gibts Rote-Rüben-Salat.

 

1.2.10 19:50, kommentieren

3. Feber

Tut mir Leid für euch, nicht für mich natürlich, weil heute ist Running Sushi in netter Gesellschaft angesagt - die Eiweißbombe der Woche, sozusagen, das seh ich schon kommen.

 

Bis morgen also!

 

Weil ich es aber letztens vom orientalischen Curry hatte:
Die Gewürze und Kräuter sind meiner Meinung nach das Um und Auf der Sparküche. Also, jetzt nicht die 2,99-Euro-Gewürzregale aus dem Diskonter oder, noch schlimmer, aus dem Baumarkt.

Ja, ich weiß, gute Qualität hat ihren Preis. Aber damit kann ich auch aus preiswerten Zutaten eine Spezialität zaubern, die nach mehr schmeckt. Und vor allem, ich kann dreimal Reis essen und dreimal völlig anders, so wirds nicht fad.

Muss auch gar nicht eine große Auswahl sein, lieber beizeiten verbrauchen und dann was Neues ausprobieren. Ich kaufe Gewürze entweder im Urlaub oder bei Messen und Veranstaltungen. Neulich habe ich zum Beispiel auf der Ferienmesse ein Glas Olivenpaste erstanden, die hat es gar nicht nötig, außer Salz und Öl noch was anderes drin zu haben.

Lorbeerblätter habe ich aus Portugal importiert, die Osmanische und die Ägyptische Gewürzmischung und Pfeffer aus Sri Lanka haben mir weitreisende Freunde mitgebracht und der madagassische Curry stammt von den letzten lokalen Afrika-Tagen. Und die wichtigsten Kräuter wachsen bei mir im Garten oder im Topf und werden für den Winter getrocknet oder eingefroren.

 

2.2.10 22:12, kommentieren

4. Feber

Hat mich im Supermarkt ein Fenchel derart angelacht, dass ich ihn habe mitgehen lassen. Also gibt es heute  eine Fenchelsuppe. Indem ich die schönen Teile gut zerkleinere und mit den Abschnitte zusammen mit einem geschälten mehligen Erdapfel mit Wasser bedecke, salze und den Erdapfel weich koche. Die faserigen Abschnitte gebe ich weg, den Rest püriere ich, dann gieße ich mit ein bisserl Milch oder Obers auf, und das geschnittene Fenchelgrün gebe ich als Dekoration auf die Suppe. Gut hinein passen auch Semmelwürfel, Lachsstreifen oder ein gehacktes gekochtes Ei.

Die Hauptspeise kocht meine Mutter, nämlich Reisauflauf, der auch für eine Portion super klappt. (Allerdings geraten meine Mehlspeisportionen immer etwas größer.)

Dafür kocht sie Rundkornreis (10 dag pro Portion) in Milch mit einer zarten Prise Salz weich - am besten in einem beschichteten Reinderl. In der Zwischenzeit rührt sie Eidotter, Butter und Zucker schaumig (1  Ei, 3 dag Butter und ein paar Deka Zucker pro Portion), schlägt das Eiklar zu Schnee und wartet, bis der Reis ein bisserl ausgekühlt ist.

Dann rührt sie die Ei-Butter-Zucker-Masse in den Reis, hebt den Schnee vorsichtig unter und füllt die Hälfte der Masse in eine gut ausgebutterte ofenfeste Form, eher in eine breitere und flachere. Darauf kommen geschälte und in Spalten geschnittene Äpfel (Birnen, Erdbeeren, Pfirsiche oder Zwetschken sind auch kein Fehler) und darauf wieder der Rest der Reismasse. Gut andrücken und ins Rohr damit, und bei ca. 180 Grad so etwa ein halbes Stünderl backen.

Die Rosinen hab ich euch absichtlich unterschlagen, weil ich die nicht mag ...

4.2.10 00:00, kommentieren

5. Feber

Langsam wirds mir peinlich, aber heute werden wir, weil wir vormittags unterwegs sind, uns eine Pizza teilen.

Natürlich kann ich die selber machen - aber halt nur, wenn ich nicht unterwegs bin. Wie das geht, sage ich euch demnächst.

Für heute kann ich nur hoffen, dass ihr irgendwann mal ein Zuviel an Gemüse eingefroren habt und euch schnell ein paar Erdäpfel dazu kochen könnt.

Morgen gehts weiter.

5.2.10 08:56, kommentieren

6. Feber

Heute gibts Feiertagsessen, nämlich Steak mit Gemüse. Hin und wieder darf das sein, noch dazu ist ein einzelnes Steak eher finanzierbar als welche für die gesamte Familie.

Also zwei Handvoll geputztes, zerkleinertes Gemüse (Erbsen, Karotten, Kohlsprossen, Karfiol, Broccoli, Lauch - was auch immer, aber eure Kombination sollte gleich lang zum Garwerden benötigen, sonst gatscht das erste, während das zweite noch hart ist) sowie zwei speckige Erdäpfel in mundgerechten Happen in 1 cm hoch Salzwasser bei mittlerer Hitze dünsten. (Sollte Wasser übrig bleiben: für die nächste Suppe verwenden.)

Während das Gemüse dünstet, erhitze ich in meinem beschichteten Pfanderl zwei Esslöffel gutes Öl und brate das ungesalzene Fleisch auf jeder Seite je nach Dicke insgesamt ca. 4 Minuten, aber ich wende das Ding jede Minute. Vor den letzten beiden Wendungen pfeffere ich tüchtig. Salzen tu ich das Ding erst, wenn es aus der Pfanne draußen ist. Wenn ihr gern heiß esst, stellt das Ding irgendwie warm - ich brauch das nicht.

Wer will, löscht den Bratensaft mit einem Lackerl Obers sowie Sherry oder Madeira ab, würzt nach Geschmack und reduziert die Flüssigkeit durch ständiges Rühren bei großer Hitze. (Wem das zu langsam geht, dem bleibt immer noch die Variante mit der Maisstärke.)

6.2.10 22:01, kommentieren

7. Feber

Nach der Schlemmerei gestern gibts heute wieder vegetarisches Essen: Gefüllte Zucchini. Nicht dass ich mitten im Winter Zucchini kaufen würde, aber mir ist einer geschenkt worden, also verwerte ich den.

Ich wasche ihn und schneide ihn längs und wenn Kerne drin sind, kratz ich die mit einem Löffel raus. Dann kratze ich extra auch noch Fruchtfleisch raus. Danach salze ich die Schnittflächen leicht. Dann gebe ich den Couscous, der von letztens übrig geblieben ist (ich würde genauso Reis, Quinoa oder auch Polentareste verarbeiten) in eine Schüssel, salze und pfeffere, gebe etwas zerbröselten Schafkäse dazu (weil der grad weg muss, sonst jeder andere Käse auch), das Fruchtfleisch vom Zucchino und vermutlich ein Ei, um die Sache zu binden. Gehackte Kräuter sind Ehrensache.

Diese Fülle stopfe ich auf die Zucchinohälften - wer mag, kann zusätzlich noch geriebenen Käse drüberstreuen - und geb die dann in eine gebutterte ofenfeste Form und die wiederum bei ca. 180 Grad für ein halbes Stünderl ungefähr ins Rohr.

Dazu passt Kräuterrahm oder Tsatsiki, zum Beispiel.

 

6.2.10 22:10, kommentieren

8. Feber

Vom Zucchino gestern ist ein Stück übriggeblieben, also werde ich ihn in Pasta mit Gemüse verwerten.

Die Pasta koche ich nach Packungsanleitung, klarerweise gleich welche für überübermorgen auch. Während die kochen, die Teigwaren, bereite ich das Gemüse vor, ganz unkompliziert. Der Zucchino, eine gelbe und eine rote Karotte werden mit dem Sparschäler in dünne Streifen gehobelt. Ein Happerl Zwiebel wird grob geschnitten und ein kleines Glas gekochte Paradeiser wird aufgemacht (jetzt im Winter, sonst nehme ich frische gewürfelte). Wenn noch ein Rest anderes Gemüse weg muss, wird der auch zerkleinert.

In mein beschichtetes Reinderl kommt ein Esslöffel Öl, darin wird der Zwiebel angedünstet und nach Geschmack gewürzt (bei mir heute ägyptisch), dann die Karotten dazu und vielleicht ein paar Löffel vom Pastakochwasser oder, wer hat, Obers. Zugedeckt dünsten lassen. Nach ein paar Minuten die Paradeiser dazu und bei großer Hitze unter dauerndem Rühren die Flüssigkeit reduzieren.

Gehackte Kräuter oder geriebener Käse passen immer. Nach einigem Überlegen passt sicher auch der Rest von meinem gestern begonnen Tyros, das werde ich sofort ausprobieren.

7.2.10 23:01, kommentieren

9. Feber

Das letzte Erdäpfel-Fisolen-Gröstl ist auch schon wieder fünf Wochen her (beim 2. Jänner hab ich es gefunden), da werde ich glatt heute wieder eines fabrizieren.

Diesmal allerdings mit ägyptischer Gewürzmischung, das will ich jetzt wissen, ob das funktioniert.

Als Beilage habe ich einen herrlichen Zucchinisalat, von einer lieben Freundin selbst gemacht. So ähnlich wie Pusstasalat, nur statt Weißkraut in Scheiben gehobelte Zucchini verwenden. Auch so kriegt man die Mörder-Ernte klein .

 

Das genaue Rezept für den kommenden August? - Das machen wir nach Gefühl. Also grundsätzlich zuerst alles Gemüse herrichten und zerkleinern, zum Beispiel eben jede Menge Zucchini, dann Zwiebel, eventuell das eine oder andere Essiggurkerl, rote Paprika und grüne Paradeiser in Maßen. Dann einen Sud bereiten aus Wasser, Essig (im Verhältnis ca. 2:1), Zucker nach Geschmack (ich brauche ziemlich viel) und Gewürzen wie z. B. Senfkörner, Kümmel, Pfefferkörner und so. Und Salz natürlich. 

Im Sud dann das Gemüse bissfest kochen. Mit dem Gemüse anfangen, das am längsten braucht, damit am Schluss alles gleichen Biss hat. In Twist-Off-Gläser füllen, mit dem kochend heißen Sud auffüllen und sofort verschließen. Zum Sterilisieren der Deckel die Gläser ein paar Minuten auf den Deckel stellen, langsam auskühlen lassen. Vor dem Verkosten mindestens zwei Wochen ziehen lassen.

 

8.2.10 20:38, kommentieren

10. Feber

Heute bin ich wieder eingeladen. Auf Kaiserschmarrn mit Kompott.

Der funktioniert (wenn mans kann) ganz einfach. Pro Portion 1 Eiklar zu einem festen Schnee schlagen. 1 Eidotter mit einer Prise Salz und einem knappen Vierterl Milch ordentlich versprudeln. Dann soviel Mehl dazugeben (löffelweise, dann gehts leichter), bis ein dicker Palatschinkenteig entstanden ist. Eine halbe Stunde stehen lassen.

Dann den Schnee in den Teig heben. In einer großzügig bemessenen Pfanne ein ordentliches Stück Butter (Eingeweihte nehmen Schmalz, aber das ist Nicht-Eingeweihten leider nicht beizubringen) zerlassen und den Teig einfüllen. Langsam auf einer Seite backen und dann vorsichtig wenden. SpezialistInnen kennen mehrere Varianten hiefür (auf einen Teller gleiten lassen, diesen auf einen zweiten stülpen und das Ding wieder in die Pfanne gleiten lassen und so), ich teile den Schmarrn einfach in mehrere Teile und wende die.

In der Folge dann den Schmarrn in mundgerechte Happen zerpflücken, durchbacken lassen und mit viel Staubzucker und Kompott servieren.

Oh, ja klar, Rosinen hätten natürlich auch in den Teig rein können.

9.2.10 16:36, kommentieren

12. Feber

In den Tiefen meines Kühlschranks hat sich ein Happerl Sellerie gefunden, eh das letzte der eigenen Ernte. Da gibt es heute Selleriepüree mit Falafeln (auch den letzten im Tiefkühler), und die Halbe kriegt ein Würsterl dazu. Den Rest vom Sellerie gibts dann nächste Woche.

Wie immer einfachst: ein Stück geputzter Sellerie mit ein paar mehligen Erdäpfeln im Dampf garen, die Erdäpfel schälen. Dann in ein schmales hohes Gefäß geben, Obers oder Milch und Salz dazu und, zack, den Pürierstab hineinhalten.

Die Falafeln werde ich vermutlich in den letzten Garminuten auch in den Dampf geben und so wärmen. Das Würstel im Wasser wärmen oder am Griller braten.  (Und den Rest der Fleischsauce von gestern werde ich auch zu servieren, da kenne ich nix.)

 

11.2.10 21:30, kommentieren

11. Feber

Die wöchentliche Fleischportion ist diesmal eine Fleischsauce zur Pasta. Die Nudeln gibts ja von vorvorgestern, und die Sauce geht ganz einfach.

Ich habe Rindsfaschiertes genommen, aber es spricht auch nix gegen Schwein oder Lamm. Mit 30 Deka komme ich für zweimal durch (eine Portion wird eingefroren, für später mal). In meinem beschichteten Pfanderl erhitze ich einen Esslöffel Öl und dünste darin ein zerschnittenes kleines Happerl Zwiebel an. Dann kommt das Faschierte dazu und wird gscheit angebraten. Würzen tu ich mit Salz, Pfeffer und Rosmarin, aber da könnt ihr euch verwirklichen.

Ich gebe dann noch eine geraspelte Karotte und, wenn ich habe, ein Stück geraspelte Sellerie hinein und gieße mit ordentlich Ketchup auf - das trau ich mich deshalb, weil ich es selber gemacht habe.

Dann lasse ich das Ganze gut eine halbe bis dreiviertel Stunde schmurgeln, bevor ich es über die Nudeln gieße.

 

11.2.10 22:27, kommentieren

13. Feber

Für heute steht aus organisatorischen Gründen ein Gemüsereis auf dem Speiseplan. Natürlich wird vom Reis gleich wieder mehr gedünstet.

Während der also dünstet, bereite ich das Gemüse vor. Ein Stück von der Sellerie gestern zwacke ich wieder ab und schneide es in kleine Stücke, eine Karotte ebenso - wer will, nimmt gerne einen Bund Suppengrün dafür. Weil ich auch ein kleines Zwieberl fein schneide und dem Tiefkühler ein paar Erbsen entreiße. Und wenn nicht, zum Kuckuck, eine Dauerschneedecke über dem Garten läge, würde ich auch ein paar Blätter vom Grünkohl oder eine Handvoll Kohlsprossen dazutun.

In mein beschichtetes Reinderl kommt jedenfalls ein Esslöffel Fett (ganz ohne geht theoretisch auch, aber dann bleiben die fettlöslichen Vitamine im Eck) und darin wird zuerst der Zwiebel angebraten, dann die Gewürze reingeschmissen - heute ist es Curry -  und gesalzen, und dann zuerst Sellerie und Karotte hinein, kräftig anbraten und dann den Rest dazu geben, was immer ihr so habt, und zugedeckt ein paar Minuten dünsten.

Die frischen gehackten Kräuter hebt euch allerdings auf, bis das Gemüse fertig ist und ihr die approbate Menge Reis unterrührt. 

 

12.2.10 19:47, kommentieren