Der Sparküche-Blog.

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1. Jänner 2010

Ähem, der entfällt.

Ist zwar kein guter Start, aber bedingt durch silvestrige Überfressenheit und spätes Frühstück war die Notwendigkeit nicht wirklich gegeben, was zu kochen.

Aber wartet nur, morgen gehts los!


2. Jänner

Weil ich sommers zuerst auf dem Selbsterntefeld und dann in der Küche gestanden bin wie verrückt, konnte ich also ein Packerl blanchierte Fisolen aus dem Tiefkühler nehmen. Wer das so nicht kann, hat mehrere Möglichkeiten:

  • ein Packerl Gefrierfisolen kaufen
  • um sauteures Geld weitgereiste frische Fisolen kaufen
  • stattdessen Brokkoli verwenden

Jedenfalls ist das Ziel, ein Erdäpfel-Fisolen-Gröstl zu fabrizieren.

Die mit den Gefrierfisolen, welcher Provenienz auch immer, haben kurz Pause.  Alle anderen putzen, zerteilen und blanchieren die frischen Fisolen bzw. den Brokkoli.

So, jetzt wieder alle. Ein paar kleine Erdäpfel (je nach Hunger 15 bis 20 dag, würde ich mal sagen) waschen und im Dämpfeinsatz mit wenig Wasser garen. Ich nehm lieber mehlige, weil das Gröstl dann besser bindet. Wer aber grad nur andere hat, schmeißt diese ins Reindl.

Während die garen, in einer Pfanne Fett (Öl, Butter oder was ihr immer vorrätig habt oder was am ehesten weg muss, zum Beispiel eine vereinsamte Speckschwarte, die ihr dafür super auslassen könnt) erhitzen und zwei Schöpflöffel voll vom Gemüse hineintun und schmurgeln. Salzen und mit den Lieblingsgewürzen versehen. Naja, nicht jedes nehmen. Mir haben liebe Freunde vom letzten Türkei-Trip eine ordentliche Portion osmanische Gewürzmischung mitgebracht - die hatte heute Premiere und war ein Genuss. Nach Möglichkeit kein Wasser zugießen, im Zweifelsfall eher zudecken  und die Hitze reduzieren.

Ein Wort zur Pfanne: seit Wochen lagert mein neuer Wok im Keller, fragt mich nicht warum. Demnächst wird er raufgeholt und dann wird so gut wie alles nur mehr gewokt werden. Derweil allerdings greife ich auf ein beschichtetes Reindl mit Stiel und Deckel zurück und bin sehr zufrieden damit. Weil die Anbrennerei sich in Grenzen hält.

Was vom blanchierten Gemüse übriggeblieben ist, in eine Mischung aus Essig, Wasser, Zucker und Salz in einem Topf geben, bissfest darin kochen und noch knallheiß in ein Twist-Off-Glas füllen. Das Glas auf den Kopf stellen und langsam auskühlen lassen. Das brauchen wir demnächst sicher irgendwann als Salat.

Mittlerweile sollten die Erdäpfel soweit sein. Gach schälen und zu große zerteilen. Die Hälfte vom Schmurgelgemüse entfernen und beiseite stellen (ausgekühlt in den Kühlschrank stellen, die brauchen wir demnächst) und die Erdäpfel zum Gemüse geben. Ordentlich durchrühren und essen.

Ich hab im Kühlschrank einen Rest Rübensalat gefunden, den hab ich zur Beilage erklärt. Muss aber nicht sein, weil das Gemüse eh halbwegs saftig ist.

 

3. Jänner

Sonntags gibts immer drei Gänge. Das ist für mich diesmal ganz einfach, weil ein Topf voll Gemüsecremesuppe im Kühlschrank wartet. Wer die nicht hat und trotzdem eine Vorspeise will, äh, blöde Frage, aber habt ihr vielleicht gestern das Gemüse in den Essig geschmissen? Wär doch was, mit einem Stück Gebäck dazu.

Als Hauptgang gibts jedenfalls, weil noch eine Portion gekochte Teigwaren im Kühlschrank ist - na, die werdet ihr aber doch ohne Anleitung einfach kochen können, oder?! - Ingwer-Zitronen-Nudeln.

Und die mach ich so: zuerst bereite ich mir alles vor, was hineinkommt (derweil können eure Nudeln schon längst kochen!). Nämlich die Schale von einer viertel Zitrone - ich hab einen Zestenreißer, aber ihr könnt sie auch runterreiben. Außerdem einen Kubikzentimeter geriebener Ingwer. Oder halt ein halbes Kaffeelöfferl Ingwerpulver, wenns sein muss. Aber frischer ist besser. Und, spärliche Ernte meines gestrigen Gartenspaziergangs, ein bisserl Petersil, möglichst fein gehackt. Muss aber nicht sein.

Dann erhitze ich ein bisserl Butter oder Öl in meiner Pfanne, ohne dass die braun wird (die Butter, nicht die Pfanne), und tu die Zitronenschale und den Ingwer hinein. Bei geringer Hitze kurz schwenken und nach Geschmack salzen und pfeffern. Die Nudeln dazugeben und den Petersil, gut durchrühren und essen.

Hätte ich einen Rest Obers gehabt, hätte ich statt der Butter den genommen, übrigens.

Die Wahl der Nachspeise wird spontan entschieden werden. Obst oder Kompott oder ein paar Weihnachtskeks. Je nach Resthunger.

 


4. Jänner

Als Vorspeise ist heute der Rest von meiner Gemüsecremesuppe dran, das Zeug muss dringend weg. Aber ihr könnt ja mehr von der Hauptspeise essen ...

Als Hauptspeise gibts nämlich heute Reis mit Kohlsprossengemüse.

Die Kohlsprossen würde ich echt nicht abgepackt kaufen, sondern dendie MarktstandlerIn bezirzen, dass ich wirklich nur 20 dag kaufen muss. (Ich hab meine zwei Handvoll dem winterlichen Gemüsebeet entrissen, aber die vom Markt sind zumindest optisch die bessere Wahl).

Zuerst stell ich den Reis hin, das heißt ich erhitze mein Pfanderl, geb 15 dag Reis rein, röste ihn  trocken, salze und gieße dann mit mengenmäßig doppelt soviel Wasser auf, reduziere die Hitze auf so klein wie möglich, geb den Deckel aufs Pfanderl und lass den Reis dünsten.

Während der das tut, wasche und putze ich die Kohlsprossen und zerteile die wirklich großen. Wenn der Reis fertig ist, geb ich die eine Hälfte davon auf meinen zukünftigen Essteller, die andere Hälfte in ein Schüsserl, der kühlt aus und kommt dann zugedeckt in den Kühlschrank; den brauche ich demnächst, ihr kennt das langsam.

Dann geb ich in eben jene Pfanne, ohne die vorher auszuwaschen, zwei Esslöffel Butter oder Öl (mindestens) und erhitze die, schmeiße dann die Kohlsprossen dazu und brate die kurz an. Würzen tu ich traditionell mit Salz und Pfeffer, spricht aber nix dagegen, auch mal experimentativ zu sein. Jedenfalls kommt auch hier ein bisserl Wasser dazu, dann dürfen die zugedeckt dünsten, bis sie grad bissfest sind und ja nicht zerkocht.

Schwupp, zum Reis dazu und essen.

Oje, den Omnivoren unter euch fehlt da jetzt möglicherweise was.
Wie wäre es, wenn ihr auf die vor sich hin dünstenden Kohlsprossen eine Scheibe von irgendwas Nettem zum Wärmen legt, zum Beispiel ein gekochtes Rindfleisch aus der Feinkost oder gekochte Zunge oder Schinken?

5. Jänner

Na, heute wird wieder gach gekocht, nämlich Rahmfisolen mit Butterreis.

Ich nehme nämlich die Fisolen vom Samstag aus dem Kühlschrank und den Reis von gestern.

In meinem Pfanderl erhitze ich ein bis zwei Kaffeelöfferl Butter und erhitze darin den Reis massiv. Wenn mir das ganze zu trocken scheint, geb ich auch ungerührt ein bisserl Wasser dazu. Jedenfalls muss der Reis sehr heiß werden, weil er dann ein bisserl warten muss. Auf dem Teller nämlich.

Dann erhitze ich im Pfanderl ein Löfferl Fett (die Kalorienbewussten nehmen Wasser, in einer beschichteten Pfanne geht das auch) und tu die Fisolen hinein und erwärme die langsam. In der Zwischenzeit rühre ich zwei Kaffeelöfferl Maisstärke mit drei Esslöffel Rahm (oder Creme fraiche, wenn euch die lieber ist) glatt und gieße die Mischung über die Fisolen. Aufkochen und gut durchrühren. Wer mehr Sauce braucht, verlängert, mit ein bisserl Wasser. Gewürzt sind die Dinger ja schon, aber ihr könnt gerne nachwürzen!

Fertig.  - Also, das war doch heute wirklich kein Aufwand, oder?
(dafür wirds morgen aufwändiger, aber da ist ja auch Feiertag.) 

6. Jänner

Auf den heutigen Grießschmarren mit Kompott freu ich mich schon länger.

Eine Stunde vorm Essen geb ich eine Prise Salz, einen guten Viertelliter Milch und soviel Grieß in eine Schüssel, dass das Ganze eine dickflüssige Sache wird (eher ein bisserl zu flüssig als zu fest). Dann vergess ich das Zeug für eine halbe Stunde.

Wenn ich kein Glas Kompott aufmachen kann, schäle und schnipple ich zwei Äpfel, geb sie in wenig Wasser und koche sie mit zwei Gewürznelken bissfest. Dann rühre ich ein Löfferl Honig ein, nenne es Kompott und lasse es auskühlen.

In einer flachen Pfanne erhitze ich vorsichtig eine ganze Menge Butter (also mindestens 3 - 4 dag) und verteile die gleichmäßig in der Pfanne. Dann rühre ich die Grießmasse um, gebe, falls nötig, noch ein bisserl Milch dazu und mixe ein bis zwei ganze Eier drunter. Wers kross will, gibt ein Löfferl Kristallzucker dazu. (Für AnfängerInnen ist es ohne mühsam genug.)

Dann jedenfalls den Teig in die Pfanne gießen und ein bis drei Minuten - unter ständiger Überwachung - bei geringer Hitze anbacken lassen. Für die weiteren Vorgänge hab ich mir folgendes angewöhnt, was so nicht im Kochbuch steht, aber definitiv nicht.

Ich nehme einen Holzspatel und steche öfters vorsichtig von oben in das Zeug und hebe die untere Schicht an, damit flüssiger Teig auf den Pfannenboden rinnen kann. Ob das Zeug raucht und spuckt, ist mir dabei fast egal, ich mach fleißig weiter, kratze immer wieder Zeug vom Pfannenboden und wende es.

Irgendwann, man glaubt es kaum, ergibt das einen ziemlich durchgebackenen und meist nur unwesentlich angebrannten Schmarren, den ich mit tüchtig Honig beträufle und mir mit dem Kompott gemeinsam reinziehe, bis ich fast platze.

(Ganz schlimm ist es, wenn ich mit einem zweiten Naschkatzerl zu teilen gezwungen bin ...)

7. Jänner

Tut mir ja wirklich Leid, aber heute müsst ihr den Pizzadienst anrufen. Ich bin über Mittag unterwegs und zieh mir zwischendurch was rein.

Morgen gehts wieder weiter!

Damit das hier nicht so leer ist, möchte ich euch gerne über meine Suppenphilosophie erzählen.

Suppe in irgendeiner Form gibts bei mir immer. Weil die nicht nur eine Vorspeise ist, sondern gelegentlich - mit einer deftigen Einlage und einem Stück Gebäck dazu - eine Abendmahlzeit hergibt.

Bis auf wenige Ausnahmen koche ich natürlich Suppen topfweise. Ich mach das allerdings so: Wenn ich Teigwaren, Erdäpfel oder Knödel in Salzwasser gekocht habe, hebe ich das Wasser als Suppenbasis auf - spart Abwasch und gibt eine gute Grundlage.

Dann schmeiß ich an Gemüse hinein, was grad da ist. Also mindestens zwei Karotten und einen Erdapfel, schön geputzt und zerkleinert (dann geht das Kochen und Pürieren schneller). Und dann noch alles, was an Resten da ist und weg muss. Letztens waren das ein ältliches Stück Sellerie, ein verirrtes Blatt Grünkohl, ein Löfferl von den getrockneten Steinpilzen und ein Rest vom Paradeispüree.

Und allermeistens tu ich ein Lorbeerblatt hinein, aus dem Urlaub mitgebracht - herrlich aromatisch. Allerdings, und das hab ich irgendwie in letzter Zeit wiederholt vergessen, solltet ihr das Blatt vorm Pürieren rausnehmen. Jedenfalls stell ich das bei mittlerer Hitze auf den Herd und vergess es dort für eine halbe bis ganze Stunde.

Dann mit dem Pürierstab traktieren, auskühlen lassen und entweder in Joghurtbechern portionsweise einfrieren oder im Kühlschrank lagern. Oder, was die Berliner Freundin öfter macht: kochendheiß randvoll in Twist-Off-Gläser füllen, verschließen und auf dem Kopf stehend langsam auskühlen lassen. Lässt sich so länger im Kühlschrank lagern.

Mein Geheimnis ist, dass ich die Endfertigung und das Würzen immer portionsweise mache, so wird mir das Zeug nicht langweilig. Ich geb immer zwei Schöpflöffel Suppe in ein kleines Reindl und würze jedesmal anders. Wenn mir ein Rest Milch, Obers oder sowas übriggeblieben ist, kommt der auch dazu. Oder ein verlassenes halbes Ei (dann lasse ich die Suppe allerdings einmal gut aufkochen). Und als Einlage eignet sich sowieso fast alles, was der Kühlschrank oder das Küchenkastl so hergeben.

So ein Supperl rettet manchmal wirklich den Tag. Kann ich euch nur ans Herz legen.

8. Jänner

Weil doch irgendwo im Kühlschrank noch der Rest vom Rahm letztens herumgammelt, habe ich beschlossen, meinen Kürbis zu schlachten, der da schon länger in der Küche Platz verschwendet. Davon gibts für heute Mittag Kürbisrahmgemüse mit Braterdäpfeln.

Und das mach ich so:

Zuallererst setze ich ein paar kleine Erdäpfel im Dämpfeinsatz auf. Dann schäle und entkerne ich den Kürbis und lass eine angemessene Portion Kürbis durch die Raspel der Küchenmaschine (und säubere die SOFORT nachher, weil das Zeug sich sonst gnadenlos festpickt).

Dann schneide ich den restlichen Kürbis in handliche Stücke und koche die, mit Salzwasser bedeckt, bissfest. Eine ordentliche Portion davon auskühlen lassen und dann ab in den Kühlschrank für übermorgen oder so, den Rest mit einem Teil des Wassers pürieren und entweder auch in den Kühlschrank oder in den Tiefkühler, für ein zukünftiges Supperl. Den geraspelten Kürbis gebe ich in den Topf mit dem restlichen Wasser, gieße vielleicht noch ein bisserl Wasser dazu, salze nach und geb ein bisserl Kümmel dazu. Dann koche ich ihn weich.

Sobald die Erdäpfel soweit sind: schälen, in mundgerechte Bissen teilen und in einer Pfanne mit Öl und Salz (und bei mir ist auch noch Rosmarin Pflicht) ordentlich durchbraten.

Und dann sollte der Kürbis fertig sein, so dass ich einige Esslöffel Rahm (je nach aktuellem Diätwahn) mit einem Esslöffel Maisstärke verrühre und das ganze in den Kürbis rühre und einmal aufkochen lasse. Dann pfeffere ich ordentlich - Pfeffer macht lustig! - und schon ist mein Essen fertig.

PS: FleischbraucherInnen wärmen eine Scheibe Braten im Kürbis, während der kocht.

9. Jänner

Heute habe ich wieder Heimvorteil, weil heute gibts Gratinierten Stielmangold. Da muss ich nur in den Tiefkühler greifen und ein Packerl blanchierte Mangoldstiele rausnehmen.

Wenn ihr das nicht könnt, habt ihr folgende Möglichkeiten:

  • ihr nehmt anderes blanchiertes Gemüse
  • ihr kauft Mangold und blanchiert ihn, die Blätter friert ein für später mal, die Stiele schneidet in kleine Stücke (aber nicht komplett zerfuzeln!)

Gefriergemüse sollte aufgetaut sein, wenn ihr es verwendet.

Ich heize das Backrohr bei Oberhitze auf ca. 190 Grad auf. Während der heizt, der Ofen, nehme ich eine feuerfeste Form in Einportionsgröße und schmiere die großzügig mit Butter aus. Dann verteile ich die Mangoldstiele flach in der Form und salze und pfeffere. Und weil ich gestern einen Erdapfel zuviel gekocht habe, schnipple ich auch den in kleine kleine Stücke und streu die übers Gemüse. Sodann verrühre ich ein Lackerl Schlagobers (Milch ginge klarerweise auch) mit einem Ei und gieße die Mischung zärtlich über alles. Das sollte schon einigermaßen damit bedeckt sein. Und wenn ich gut drauf bin, kommt auch noch ein bisserl Käse drüber - egal welcher, ob geriebener Parmesan oder zwei Restscheiben Schnittkäse oder ein paar Kugerl Mini-Mozzarella ... was immer.

Die Omnivoren unter euch wollen vielleicht Speck- oder Schinken- oder Bratenreste auch noch unter den Käse tun. Recht habt ihr.

Dann kommt die Form in den Ofen (in die Mitte oder eins höher, je nachdem, wie euer Ofen beinander ist) und bleibt dort - unter Beobachtung - so ungefähr 20 Minuten, vielleicht auch 30. 

In der Zwischenzeit habe ich Zeit, mir eine Beilage zu kochen, und diesmal ist das Couscous. Den bereite ich laut Packungsanleitung d. h. Salzwasser zum Kochen bringen, Couscous dazu, aufkochen lassen, vom Herd nehmen und gscheit ziehen lassen.

Wer das Gefühl hat, das könnte ihm oder ihr ausgiebiger schmecken, macht einfach zwei Portionen und wärmt die zweite nach 1 bis 2 Tagen im Rohr zugedeckt auf - da kann dann gleich die Beilage mit in die Form, übrigens.

Kocht euch von dem Couscous gleich eine Portion mehr, für Montag nämlich.

 

 

Nachsatz:

Während ich also hier sitze und schnabuliere, werden mir zwei Dinge klar. Erstens: von meinem gratinierten Stielmangold wird nix übrigbleiben. Aber zweitens, ähem, mit dem Couscous habe ich mich gröber verschätzt. Falls euch das vielleicht auch so gegangen ist, könntet ihr für die morgige Vorspeise ein Taboule fabrizieren. Paradeiser, Gurke, Paprika klein schnippeln und unterrühren, mit gehacktem Petersil, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen. Gut durchziehen lassen und kühl servieren. (Aber die eine Portion für Montag hebt euch trotzdem auf.)

10. Jänner

Habt ihr noch den gekochten Kürbis? Sehr gut. Da kocht ihr heute ganz flott Kürbis in Butterbröseln.

Ich nehme also ein Pfanderl und gebe tüchtig Butter rein (schon so um die 4 - 5 dag) und zerlasse die langsam bei mittlerer Hitze. Dann gebe ich Semmelbrösel dazu, zuerst eine Handvoll, und dann soviel, dass die Brösel noch ein bisserl feucht ausschauen.

Dann kommen  die Kürbisstücke hinein und werden drin gewendet, bis sie esswarm sind. Zwischendurch werden sie noch gesalzen.

Die Hauptmahlzeit ist fertig; vielleicht werdet ihr eine ausgiebigere Nachspeise brauchen (bei mir gibts Joghurt mit Marmelade oder Honig)  und, wie ich, weil Sonntag ist, einen Teller Gemüsecremesuppe vorher. Nicht gerade Kürbiscremesuppe, sonst tropft er euch bei den Ohren raus, der Kürbis ...

Guten Appetit!

 

11. Jänner

Weil ich wieder mal ein Fundstück aus dem Kühlschrank dem Verfallsprozess entreißen musste, fabriziere ich mir heute ein Selleriepüree mit Couscous.

Das Püree mach ich definitiv nicht so, wie sich das eigentlich gehört. Aber bisher hats mir immer gemundet. Ich wasche ein paar mehlige Erdäpfel ziemlich gut und lege die gemeinsam mit einem Stück geputztem Sellerie (könnt ihr auch in kleinere Stücke schneiden) in den Dämpfeinsatz und dämpfe alles gar.

Wenn das Zeug soweit ist und noch zehn Minuten zugedeckt vor sich hin zieht, geb ich ein bisserl Butter in mein Pfanderl und wärme den Couscous tüchtig drin auf.

Dann schäle und schnipple ich die Erdäpfel in ein Gefäß und den Sellerie schnipple ich gleich dazu. Salz und Muskatnuss kommen drauf, und dann der Rest  Obers vom Samstag. Wenn ich nur Milch hätte, würde ich die nehmen, aber dem Ganzen ein kleines Stück Butter gönnen. Jedenfalls, zack, mit dem Stabmixer ordentlich pürieren. (Und den Pürierstab sofort anschließend spülen oder zumindest ins Wasser stellen, sonst wird die Abwascherei mühsam.)

Im Prinzip ist das Essen damit fertig. Obwohl sich ein Rest Salat oder Essiggemüse dazu vermutlich auch nicht schlecht machen würde.

12. Jänner

Eigentlich hätten das heute eingebrannte Erdäpfel werden sollen, aber weil ich so einen Gusto auf Nudeln hab, werden es Penne mit Mangold-Gorgonzola-Sauce, ein Rezept, das ich dereinst in einer Betriebskantine kennengelernt habe.

Dazu brauche ich unter anderem blanchierte Mangoldblätter, die ich, wie ihr richtig tippt, aus dem Tiefkühler ziehe. Ihr könnt, sofern ihr letztens die Mangoldblätter nicht tatsächlich eingefroren habt, auch gerne fertigen Tiefkühlspinat nehmen. Aber Blattspinat bitte, nicht das passierte Übel.

Also koche ich mir zwei ordentliche Portionen Penne in Salzwasser bissfest, eine Portion für übermorgen, eine für heute. Während die kochen, geb ich ein bisserl Fett in mein Pfanderl und erhitze darin die aufgetauten Mangoldblätter. Dann salze ich sie und pfeffere tüchtig, LiebhaberInnen tun mächtig Knoblauch dazu. - An manchen Tagen löse ich das, indem ich zum Mangold eine Portion tiefgekühlten blanchierten Bärlauch dazugebe oder einen Löffel selbstgemachtes Bärlauchpesto.

Jedenfalls hitzt das also ein bisserl vor sich hin, und dann kommt ein Stück Gorgonzola dazu, das Pfanderl wird vom Herd genommen und der Käse wird gut in den Mangold eingerührt.

Über die Nudeln verteilen und essen. Schmatz!

 

Und wenn am Nachmittag Zeit ist, koch ich mir mit dem Nudelwasser ein nettes Gemüsecremesupperl, das kann nie schaden.

13. Jänner

Reis hatten wir schon länger nimmer, also werde ich heute meinen endlich raufgeschleppten Wok anschmeißen und eine Reis-Gemüse-Pfanne zaubern.

Heute koche ich ausnahmsweise wirklich nur eine Portion Reis, auf meine übliche Art (trocken anrösten, salzen, mit doppelt Wasser aufgießen, aufkochen lassen und auf kleinster Flamme ausdünsten lassen). 

Während der Reis zieht, putze und schnipple ich je eine rote und gelbe Karotte und ein halbes Happerl Zwiebel oder ein Stück Lauch. Wer diese Dinge nicht zufällig im Kühlschrank herumlungern hat, kauft ein kleines Suppengrün, da ist alles dabei, was not tut (was ihr davon im heutigen Essen nicht sehen wollt, wartet aufs nächste Supperl). Ich hole zusätzlich ein paar gefrorene Erbsen aus dem Tiefkühler. Wenn sonst ein Gemüseresterl da wäre, zum Beispiel vom Kraut, oder ein einsamer Paradeiser, würde ich das natürlich auch dazutun. Im Moment ist aber in meinem Gemüsefach gut aufgeräumt.

Jedenfalls erhitze ich im Wok ein Löfferl hitzefestes Öl (Fachleute empfehlen Erdnuss- oder Sesamöl, aber ich versuchs immer mit Produkten aus der Region und weiche auf Sonnenblumenöl oder Rapsöl aus). Dann kommen die härteren Sachen rein, also die Karotten und so. Die werden gut angeschmurgelt, und dann rein mit dem Rest und unter ständigem Rühren gut durchbraten. 

Und dann nach Geschmack gut salzen und würzen. Ich werde vermutlich meinen Curry oriental nehmen, und ein bisserl Ingwer, wenn ich den im Kühlschrank gach finde. Oder den Rest der Chilischote, die mich aus dem Gemüsefach immer so sehnsuchtsvoll anschaut.

Also hinein mit den Gewürzen, gut durchrühren und dann den Reis dazu und weiter gut umrühren. Und dann könnt ihr euch noch überlegen, ob ihr jetzt vielleicht noch ein (halbwegs frisches) Ei drüberschlagen und die Reis-Gemüse-Pfanne gut damit cremen wollt. Muss aber nicht sein.