Der Sparküche-Blog.

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18. Jänner: In Paradeissauce geschmorter Schopfbraten mit Erbsenpüree und Blattsalat

Sagte das Kind gestern Abend doch glatt: "Der Auflauf schmeckt mir eh, aber ich mag nicht zweimal das gleiche essen." Der verwöhnte Fratz, der. Hats aber dann trotzdem gegessen, mir zuliebe. Heute jedenfalls kriegt das Kind etwas, was es in der Form auch noch nie gegessen hat. In Paradeissauce geschmorter Schopfbraten mit Erbsenpüree und Blattsalat wird es werden.

Als Vorspeise gibt es, ui ui ui, eine Fenchelcremesuppe; ich rechne mit Widerstand. Aber ich habe beim "Einkaufen im Keller" im Tiefkühler einen Becher mit rohem Fenchel gefunden, der dringend weg muss. Na, hab ich gleich auch einen Becher Rindsuppe raufgenommen und darin, eh wie immer, zuerst die Erdäpfelschalen ausgekocht und dann einen gewürfelten Erdapfel und den Fenchel reingetan. Ein bisserl Salz dazu, und dann lange köcheln, damit nicht auch noch Stücke drin sind nach dem Pürieren. Ein ordentlicher Schuss Obers wird notwendig sein, um das ärmste aller Kinder halbwegs zu versöhnen.

Erst wollte ich das Fleisch auf den Griller schmeißen, aber dann kam mir dieses Glas gekochter und passierter Paradeiser in die Hände. Und so stelle ich mir die Sache vor: während die mehligen Erdäpfel vor sich hin dämpfen, werde ich das Fleisch würzen und in einem Reinderl in Öl beidseitig anbraten und dann kalt lächelnd die Paradeiser drüberkippen, nochmals mit Salz und Zucker würzen und das ganze zugedeckt eine halbe Stunde lang köcheln lassen.

Wenn die Erdäpfel gut weich sind, schäle ich sie, salze und gebe eine Portion aufgetauter gekochter Erbsen dazu sowie ein Haucherl Muskatnuss und einen Schuss Milch. Dann kommt der Pürierstab hinein und noch soviel Milch, dass das ganze schön grün und püreemäßig wird.

Und, genau, einen eventuellen Rest würde ich für morgen zu einer Suppe verlängern.

1 Kommentar 18.1.18 09:11, kommentieren

17. Jänner

Wie gesagt: heute Abend gibts nochmal den Auflauf. Mittags werde ich eine geschnorrte Avocado aus der Schale schürfen, mit der Gabel zerdrücken und mit Salz, Pfeffer und einem Rest Zitronensaft, der in meinem Kühlschrank auch schon viel zu lange Gast ist, würzen. Und diesen Aufstrich werde ich zu dem mittlerweile harten Weckerl essen, das ich meinem zahnreduzierten Kind heute weder als Frühstück noch als Jause andienen wollte.

Aber was anderes.

In einer Zeitschrift war vor einiger Zeit das Rezept einer Kochbuch-Autorin und Foodbloggerin für eine Pfirsich-Salat-Bowl mit Kurkuma-Huhn zu lesen. Mein erster Gedanke war: für das Wort Bowl hätte sich sicher ein anderer Begriff finden lassen. Egal. Ist halt jetzt modern.

Mein zweiter Gedanke war: also SO würde mich das Kochen auch nicht freuen. Weil ich ja immer höre: für mich allein freut mich das Kochen nicht.

Außerdem hab ich mir die Frage gestellt, für wie viele Personen das Rezept gedacht ist. Wenn für mich allein: sehr reichlich Fleisch. Wenn für zwei: zuwenig Salat für eine "Salat-Bowl". Urteilt selbst.

Das Rezept lautete:

1. Hühnerfilets waschen, trockentupfen, in dünne Scheiben schneiden, salzen. In einer Schüssel 1 EL Kurkuma und 2 EL Olivenöl mischen und Filets darin 10 Minuten marinieren.
2. Vier Pfirsiche entkernen und achteln. Je 1 Handvoll Rucola und Blattspinat waschen und trockenschleudern.
3. Aus 3 EL Olivenöl, 2 EL Balsamico, 1 TL Honig, Salz und buntem Pfeffer ein Dressing herstellen.
4. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, 2 Vollkornbrotscheiben würfeln und im Öl rundum knusprig braten und salzen. Eine rote Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden.
5. 40 g Pinienkerne ohne Fett rösten, Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Filetstücke sowie Pfirsiche darin ca. 5 Minuten anbraten.
6. Salat mit Zwiebelringen in eine Schüssel geben, Dressing darüberträufeln. Filet-, Pfirsichstücke und Croutons darüber geben und mit Pinienkernen und 80 g Ziegenfrischkäse garnieren.

(Eva Fischer, www.foodtastic.at)

Wenn ich das ohne Hirn so mache, wie die Dame schreibt,  habe ich am Ende zwei oder drei Pfannen und eine Salatschleuder zu waschen. Wer mitdenkt, kommt auf folgendes: zuerst die Pinienkerne trocken rösten, dann das Öl in die Pfanne und die Croutons braten und dann in derselben Pfanne die Pfirsiche und Hendlstücke braten - letztere würde ich lieber auch salzen wollen, muss ich sagen, dafür würde ich bei den Croutons drauf verzichten. Bei Bedarf beim Braten halt noch Öl nachgießen.

Und den Salat würde ich einfach schütteln und von selber trocknen lassen, wogegen er sich vermutlich nicht wehren wird.

Lasst euch von Profis nicht in die Irre führen. Es muss nicht immer aufwändig sein, um gut zu schmecken.

 

3 Kommentare 17.1.18 07:46, kommentieren

16. Jänner: Reis-Gemüse-Auflauf mit Blattsalat

Wegen abendlicher Abwesenheit habe ich für Kind und Gästin vorgekocht: nach einer Zucchinicremesuppe durften sie sich über einen Reis-Gemüse-Auflauf mit Blattsalat hermachen. Um es gleich zu sagen: es ist genug übrig geblieben, um den Auflauf mit neuem Salat auch morgen Abend zu servieren. Aber den Rest der Suppe werde ich selber verzwicken.

Den Salat hat das Kind gewaschen, zerzupft und mit reichlich Marinade begossen.

Für den Auflauf habe ich den Boden der Form mit Öl bedeckt und einen geschälten Erdapfel in dünne Scheiben geschnitten und hineingeschlichtet. Kleiner Tipp: jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, um ein bisserl zu salzen. Ich habs vergessen.

Drauf jedenfalls kam der Rest vom gestrigen Risotto, vermindert um sämtliche Speckstreiferl, die sich das Kind gestern schon rausgepflückt hatte. Darauf wiederum kam der Rest vom Butternuss-Kürbis, geschält und in dünne Spalten geschnitten. Jetzt ist mir das Salz wieder eingefallen, und Gewürzmischung hab ich auch ein bisserl drübergestreut. Und ich hab als Abschluss ca. 8 Deka griechischen Schafkäse draufgebröselt.

Natürlich hätte ich auch die zwei Eier, die ich mit einem Rest Obers verquirlt habe, salzen können.  Ich hab sie ohne Salz vorsichtig über den Auflauf gegossen und das komplette Ding kaltgestellt, bevor es abends dann bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine knappe Dreiviertelstunde ins Rohr kam.

17.1.18 07:20, kommentieren

15. Jänner: Zucchinicremesuppe und Kürbis-Risotto mit Speck

Heute habe ich in Blitzesschnelle einen Kürbis-Risotto mit Speck zu Tisch gebracht. Davor gabs Kürbiscremesuppe, danach Weihnachtskekse. (Ja, es sind immer noch welche da. Aber langsam wirds überschaubar.)

Beschichtetes Reindl auf den Herd gestellt und heiß werden lassen. Inzwischen den restlichen Speck, vielleicht 7 oder 8 Deka, in Streiferl geschnitten, ein Zwiebelhapperl ebenso.

Speck ins Reinderl, ausbraten lassen, im Kuchlkastl nach dem Rundkornreis gegraben. Zwiebel dazu, umgerührt, weiterbraten lassen, Wasser im Wasserkocher erhitzt, im Tiefkühler nach den Zucchiniwürfeln gegraben, die ich bei  der letzten Sucherei aus dem Augenwinkel bemerkt hatte.

Speck und Zwiebel an den Rand geschoben, drei Handvoll Zucchiniwürfel (roh und noch gefroren) in die Mitte getan und einige Minuten angebraten. Gesalzen, umgerührt, drei Handvoll Reis drauf, mit heißem Wasser aufgegossen, bis alles gut bedeckt war.

Umgerührt, Deckel drauf, Hitze reduziert, eine knappe halbe Stunde köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Suppe erhitzt und für morgen eine Zucchinicremesuppe geköchelt. Aus den restlichen Zucchiniwürfeln, einem Erdapfel, einem Zwiebelhapperl, einem kleinen Stück Schinkenschwarterl und Salz. Püriert habe ich sie schon, morgen werde ich sie mit Obers aufgießen.

3 Kommentare 15.1.18 19:57, kommentieren

13. und 14. Jänner: Kürbiscremesuppe

Gestern war ich auf der Messe und habe mich nur von Weckerlzeugs und Süßkram ernährt. Und von einem frisch gepressten Saft von so einer Saftbar. Dann hab ich mich dort vermutlich zum Affen gemacht, aber ich hab ein Sackerl voll mit den Pressrückständen eingepackt und den Hendln verfüttert. Die haben mich geliebt dafür, kann ich euch sagen.

Und die Leute auf der Messe sehe ich eh nimmer.

Gestern war ich auf Koteletts mit Blattsalaten eingeladen. Ich hab meine eigenen restlichen Bandnudeln als Beilage beigesteuert. Wir hatten vier verschiedene Sorten Salat, davon drei aus eigener Ernte: Zuckerhut, Endivie und ganz wenig vom Radicchio. (Und einen normalen Kopfsalat, den hatte ich gekauft.) Dabei haben wir an den Vogerlsalat und an meinen scharfen Asia-Salat gar nicht gedacht ...

 

Wenigstens eine Kürbiscremesuppe hab ich gemacht, aus einem Stück Butternuss, einem Erdapfel, einem Stück Sellerie und einer Knoblauchzehe, gekocht im restlichen Teigwarenkochwasser, mit einem Rest Milch verlängert.

15.1.18 19:49, kommentieren

12. Jänner: Tagliatelle in Lauch-Karotten-Oberssauce mit Blattsalat

Heute waren die selbst gemachten Bandnudeln dran. Die hab ich zu Tagliatelle in Lauch-Karotten-Oberssauce mit Blattsalat verarbeitet. Sehr köstlich. Das Kind hat die Pfanne ausgekratzt. Vorher gab es eine Art Gemüsesuppe mit Nudeln - ein kulinarisches Missgeschick, das dem Kind allerdings genau nix ausmachte ...

Für die Suppe habe ich das Knödelkochwasser mit einem Teil des Nudelkochwassers verlängert, ein Lorbeerblatt zugegeben, zwei geschnippelte Karotten und ein Stück ebensolchen Sellerie drin weich gekocht und anschließend die (ebenfalls selbstgemachten) Suppennudeln drin eingekocht. Nachsalzen, fertig.

Derweil hab ich mich um die Sauce gekümmert, für die ich ein paar Deka Speck in Streiferl geschnitten habe und langsam in der Pfanne ausgebraten. Dazu kamen eine Handvoll Karottenschnipsel. Ich habe meine selbst geernteten Vorräte durchgesehen und die allerkleinsten Exemplare grob gebürstet und halbiert oder geviertelt. Wenn ich die Dinger auch noch geschält hätte, wär überhaupt nix mehr übrig geblieben.

Die haben dann ein paar Minuten gebraten, während ich im Tiefkühler nach dem Lauch gegraben habe. Eine Handvoll von den Lauchringerln hab ich dazugeschmissen, gesalzen und mit etwas Kochwasser aufgegossen. Das köchelte ein paar Minuten vor sich hin, und dann hab ich mit einem Rest Obers aufgegossen und noch einige Minuten einkochen lassen. 

Da hinein kamen die Bandnudeln, und alles wurde gut vermengt. 

Der Blattsalat war kinderverträglich, weil ich extra einen normalen Happerlsalat erworben habe, als ich am Markt auf Hendlfuttersuche war. Nur für mich kamen ein paar Blätter vom hauseigenen Friseesalat dazu - leider ist das Wetter grad zu nass, um in der Erde nach Vogerlsalat zu suchen -, und vom asiatischen Salat. Mariniert habe ich mit Omas Marinade, und das Kind war glücklich.

13.1.18 09:54, kommentieren

immer noch 11. Jänner: cremiger Linseneintopf mit Würsterln und Semmelknöderl

Genau. Ich hab den Pürierstab in die Linsen gehalten, nachgesalzen, ein Lorbeerblatt dazugetan und 50 ml Obers, hab vom Kochwasser noch ein paar Schluck angegossen, gut durchgerührt und die restlichen drei Knöderl hineingelegt.

Deckel drauf und erhitzt. die letzten beiden Gockelwürsterl, wieder in dünne Scheiberl geschnitten, hineingetan, die Hitze abgedreht und die Würsterl heiß werden lassen. Im beschichteten Reinderl geht das unfallfrei, und das Ergebnis nenne ich cremigen Linseneintopf mit Würsterln und Semmelknöderl.

Ich bin schon gespannt, was das Kind dazu meint. Hunger hätte es ja, also stehen meine Überlebenschancen nicht schlecht.

11.1.18 17:33, kommentieren

11. Jänner: Specklinsen mit Semmelknödeln

Das wär doch gelacht! Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Specklinsen mit Semmelknödeln gekocht. Nach Art der Sparköchin natürlich. Eine halbe Stunde, und fertig. Naja. Vierzig Minuten, aber davon eine Viertelstunde Pause, weil Kochzeit. Und nur drei Gschirrln benutzt.

Erst habe ich in ein sauberes Metallgefäß (ein Litermaß, um genau zu sein), 70 ml Milch und 2 Deka Butter gegeben und in ein Reindl mit heißem Wasser gestellt. Dann hab ich 4 Deka durchzogenen Speck und ein letztes mickriges Zwiebelhapperl klein geschnitten.

Den Speck und den Zwiebel ins beschichtete Reinderl und bei großer Hitze braten lassen. Derweil zu der Butter-Milch Salz, gehackten Petersil, Muskatnuss, 7 Deka Semmelwürfel und ein Ei gerührt, zusammengedrückt und ziehen lassen. Weiter mit den Linsen.

Den Speck-Zwiebel mit Salz, Thymian, osmanischer Gewürzmischung und einer Messerspitze Hing gewürzt, den Rest der italienischen Berglinsen zugegeben und alles kurz geröstet. Solange, bis das Wasser im Wasserkocher kochte.

Aufgegossen, umgerührt, Deckel drauf, Hitze reduziert, köcheln lassen. Zwischendurch noch einmal mit wenig heißem Wasser aufgegossen.

Ẃeiter mit den Knödeln: einen knappen Esslöffel Mehl zugegeben, nochmals vermengt und mit nassen Händen 6 golfballgroße Knöderl geformt. Inzwischen das Wasser vom Wasserbad vorhin gesalzen, mit noch etwas heißem Wasser aufgegossen und zum Kochen gebracht. Die Knöderl eingelegt, die Hitze reduziert, so dass die Dinger eher gesiedet als gekocht haben. Und das eine Viertelstunde lang, mit einmal anstupsen, damit sie sich umdrehen.

Inzwischen ins Knödelteig-Häferl ein bisserl kaltes Wasser gegeben und mit dem Löffel ein bisserl ausgeputzt, einen Löffel Maisstärke dazugegeben und glatt gerührt und mit diesem Gmachtl die Linsen gebunden.

Und wer mir jetzt unterstellt, dass ich mit den restlichen Linsen und dem Knödelkochwasser eine Suppe kreiere, der oder die liegt nicht falsch.

1 Kommentar 11.1.18 12:29, kommentieren

10. Jänner: Einbrennte Hund' mit Gockelwürstel

Einbrennte Hund' mit Gockelwürstel gibts heute zu Mittag im Hause der Sparköchin. Gockelwürstel sind Frankfurter aus Fleisch von den Hähnen, die seit neuestem nimmer nach dem Schlupf als Abfall betrachtet und geschreddert werden, sondern gemästet. Soweit das halt geht. Aber bisher bin ich recht zufrieden mit den angebotenen Ergebnissen. Über die Brat-Gockel hab ich eh schon geschrieben: die sind für uns eineinhalb gerade richtig. Und neulich das Hendl-Faschierte ist als Fleischknöderln auch sehr gut angekommen. Das schönste ist: alles in Bio-Qualität!

Heute also ein Würsterl verkostet, zum Erhitzen ins Reinderl mit den eingebrannten Erdäpfeln gelegt. Die ich wie folgt zubereitet habe, fast original diesmal:

Aus einem Löffel Schmalz und ebensoviel Mehl hab ich eine lichte Einbrenn gemacht, diese mit Saft von meinen Balsamico-Gewürzgurken abgelöscht und mit wenig Wasser aufgegossen. Gewürzt habe ich mit Salz und Majoran. Und noch mehr vom Gurkerl-Sud. Da hinein habe ich vier mittlere geschälte Erdäpfel dünn scheibliert und einmal durchgerührt.

Dann hab ich mit dem Wasser, indem in der Zwischenzeit die Erdäpfelschalen für die Hendln kochten, aufgegossen, bis die Erdäpfel bedeckt waren. Zudecken, ruhen lassen.

Fünf Minuten später hab ich ein einzelnes Würsterl, also einen Einspänner, auf die Erdäpfel gelegt und noch eine Viertelstunde köcheln lassen.

Ich freu mich schon!

 

Und für den Abend fällt mir für die restlichen Würsterl aus der Packung sicher auch  noch eine Beilage ein ...

10.1.18 11:34, kommentieren

9. Jänner: Eiernockerl mit Blattsalat

Nix ist mühsamer als wenn die käuflich erworbenen Lebensmittel nicht in die ihnen zugewiesenen Vorratsdosen passen. So geschehen bei den Semmelbröseln, die das Kind ja letztens beim Panieren benötigte. Neues Packerl aufgerissen, zwei Handvoll verbraucht, die Dose vollgefüllt und, zack, zwei Handvoll übrig geblieben.

Da fiel mir die Entscheidung bei meinem heutigen morgendlichen Arbeitsanfall leicht: ich schmiss in den Teig für den Marillenkuchen noch ein halbes Ei. 

Der Zusammenhang wird gleich klar. Die Backform habe ich nämlich auch mit Semmelbröseln ausgestreut statt mit Mehl, und dann waren immer noch Brösel da. Dann hab ich an die Nockerl von neulich gedacht und eben noch ein Ei verquirlt - gottseidank legen die Damen grad ziemlich gut - und die Hälfte zum Kuchen gegeben und den Rest für einen Nockerlteig verwendet.

Zum halben Ei kam etwas Salz, die Brösel, etwas Mehl und dann notgedrungen ein paar Schluck Milch. Das alles kam in kleinen Klumpen in kochendes Salzwasser. Die fertigen Nockerl habe ich abgeschöpft und das Wasser gleich für die Kürbiscremesuppe weiterverwendet. 

Zuerst habe ich einen großen mehligen Erdapfel geschält und die Schalen in dem Wasser ausgekocht. In der Zwischenzeit habe ich erstens den Erdapfel gewürfelt und mich zweitens einer schon ziemlich ramponierten kleinen Butternuss angenommen: geputzt, geschält, gewürfelt. Das Innere vom Kürbis sowie die Erdapfelschalen kamen zum Hendlfutter, das Gemüse ins Wasser.

Noch ein bisserl nachsalzen, ein kleines Lorbeerblatt und eine zerteilte Knoblauchzehe hinein, köcheln lassen. Kurz vorm Weggehen noch das Lorbeerblatt entfernt und den Pürierstab reingehalten. Abends wird mit Obers vollendet.

Mittags habe ich mir klarerweise Eiernockerl mit Blattsalat reingezogen: ein ordentliches Stück Butter in der Pfanne zerlassen, die Nockerl hineinkippen, gscheit umrühren, salzen. Wenn die Nockerl wirklich heiß sind, ein Ei drübercremen und, ohne weitere Hitze, stocken lassen.

Dann geschwind in den Garten laufen und einen kleinen Friseesalat ernten sowie einige Blätter vom asiatischen Blattsalat mit Wasabigeschmack, waschen, zerzupfen und mit Balsamico marinieren.

2 Kommentare 9.1.18 15:48, kommentieren

8. Jänner

Ach herrje. Der Zahnarztbesuch ist fürs Kind unerwartet heftig ausgefallen, so dass es des Abends nur weiches Weißbrot mit Extrawurst verzehrte. Gekochtes Abendessen fiel aus.

Und mittags hab ich nur die Reste vom Wochenende vernichtet.

2 Kommentare 9.1.18 15:36, kommentieren

6. Jänner: gebackener Karpfen und Kürbis mit Kräuterrahm und Blattsalat

Das Kind kocht. - Also jetzt zumindest. Es paniert zwei Karpfenfilets und zwei Stapel Scheiben vom Butternusskürbis. Weil es heute gebackenen Karpfen und Kürbis mit Kräuterrahm und Blattsalat gibt. Davor eine Gemüsesuppe mit, sagen wir, mit Teigwaren und danach den Kokospudding.

Die Suppe ist diesmal eine klare aus allerhand Zeugs, Reste aus dem Kühlschrank, auch dem restlichen Mangold und einer Handvoll schon gekochter Kichern, und Ergänzungen aus dem Tiefkühler, in die ich zum Schluss Teigwarenschnipsel eingekocht habe.

Gestern habe ich nämlich nach längerer Zeit wieder einmal einen Nudelteig fabriziert (2 Eier, knapp 20 Deka Mehl). Von dem Teig, den ich zu lange rasten ließ und der ordentlich klebte und sich daher nicht dünn auswalken ließ, habe ich eine Portion Suppennudeln geschnitten, dann darauf gepfiffen und den Rest des Teigs zu Bandnudeln geschnitten.

Und alles, was seitlich runtergefallen oder heimtückisch in der Maschine stecken geblieben ist, habe ich gesammelt und auch getrocknet und heute gleich verwendet. Schaut zum Fürchten aus, schmeckt aber trotzdem nach Nudeln.

Für den Kräuterrahm habe ich im Beet Petersil, Pimpinelle und Bohnenkraut gefunden. Gehackt mit Salz in einen halben Becher Rahm gerührt und fertig. Der Salat besteht aus einem geschnorrten halben Happerl Kopfsalat und ein paar "Vogerln" sowie für mich ein paar Blätter vom asiatischen scharfen Pflücksalat.

Ich glaube, mittlerweile kann ich mich in die Küche begeben und mit dem Herausbacken anfangen ...

1 Kommentar 6.1.18 12:17, kommentieren

5. Jänner: Nudeln in Mangold-Kokos-Sauce

Heute haben wir Reste gegessen. Weil das Kind das köstliche Curry nicht noch einmal essen wollte, hab ich ihm eine dreiviertel Portion Mangoldstiele, geschnitten und blanchiert, in Kokosmilch erhitzt, gesalzen und dann die restlichen Hörnchen von neulich dazugekippt. Nudeln in Mangold-Kokos-Sauce sozusagen.

Immerhin ist jetzt fast alles weg. Mit einem Rest Milch und der restlichen Kokosmilch habe ich zwei Portionen Kokospudding gemacht: von der Milch ein paar Esslöffel in ein Häferl getan und den Rest mit der Kokosmilch und Zucker zum Kochen gebracht, ins Häferl zwei Löffel Maisstärke gegeben und mit der Milch glatt gerührt und das zur kochenden Milch gegeben, die Hitze reduziert und das ganze einmal aufkochen und dann eine Minute köcheln lassen.

Unter ständigem Rühren natürlich. Der Pudding wird uns am morgigen Feiertag schmecken. Hoffe ich.

6.1.18 12:08, kommentieren