Der Sparküche-Blog.

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24. Mai

Gebratenen Karpfen auf dem Erdäpfelbett gibts heute nach längerer Zeit wieder einmal. Auf die Vorspeise werden wir hoffentlich verzichten können. Falls nicht, werden wir den Salat, den die Nachbarn, die aufessen helfen, mitbringen, umdeklarieren.

Der Fisch taut gerade auf. Am Nachmittag werde ich einige Knoblauchzehen hacken und mit Salz vermischen, in den Fisch einige Schnitte machen und diese mit der Mischung füllen. In den Bauch kommt natürlich auch was.

Dann werde ich einen Haufen Erdäpfel schälen, längs in Spalten schneiden, aufs reichlich geölte Backblech tun, frische Rosmarinnadeln und Salz drüberstreuen, alles gut vermischen, den Fisch drauflegen, auch ein bisserl Öl draufträufeln und bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für 70 bis 90 Minuten ins Rohr tun. Eher 90 Minuten, weil der Karpfen ein ordentliches Kaliber ist, muss ich sagen.

Dazu gibt es neben dem nachbarlichen Salat meinen Kräuterrahm, für den ich ein bis zwei Becher Rahm mit Salz und gehackten Kräutern aus dem Garten vermenge. Vielleicht kommt noch ein Hauch einer Gewürzmischung dazu, das überlege ich mir noch.

 

Als Nachspeise bäckt gerade ein Rhabarberkuchen. Die Grundmasse ist die vom Schlagoberskuchen, darauf habe ich die Stücke vom Rhabarberkompott aus dem (eigenen) Glas verteilt. Den Rest davon werde ich vermutlich morgen verarbeiten.

Der Schlagoberskuchen ist die wunderbarste Verwertungsmöglichkeit, wenn einer ein aus Gier gekaufter Becher Schlagobers übrig bleibt. Den schlägt man nämlich möglichst fest auf, schlägt 30 Deka Butter hinein und einzeln drei oder vier Eier und rührt am Schluss 30 Deka Mehl, vermischt mit 1/4 Packerl Backpulver, unter. Ich backe diese Masse bei 165 bis 170 Grad Ober- und Unterhitze goldbraun. Schmeckt auch ohne Obstbelag.

23. Mai

Schnelle Küche gab es heute. Erst habe ich in den Rest der Suppe von vorgestern die letzten Grießnockerl aus dem Tiefkühler gegeben und alles gut erwärmt. Als Hauptspeise gab es Gemüse-Pasta mit Speck. Hintennach verzwickten wir ein wenig vom Pfirsichkompott.

Die Nudeln waren flott gekocht: während die Penne köchelten, habe ich ein paar Deka Frühstücksspeck in Streiferl geschnitten und gemeinsam mit einem geschnittenen Zwiebelhapperl im beschichteten Reinderl langsam gebraten.

Nach einigen Minuten kam das Gemüse dazu: jeweils eine Handvoll blanchierte Fisolen und Erbsen aus dem Tiefkühler und eine Handvoll blanchierte Karottenstifte aus dem Kühlschrank. Das habe ich gesalzen und mit einer ziemlichen Prise von der Gewürzmischung verfeinert und noch ein paar Minuten durchbraten lassen.

Dann kamen die Teigwaren dazu. Und bei Tisch kam geriebener Parmesan drüber.

Aus dem Pasta-Kochwasser habe ich eine Zucchinicremesuppe vorbereitet: ich habe einen Rest Zucchiniwürferl aus dem Tiefkühler hineingegeben und einen mehligen Erdapfel kleinwürfelig dazugeschnitten, etwas nachgesalzen und alles weichgeköchelt. Dann habe ich den Pürierstab hineingehalten und das Ergebnis für morgen im Kühlschrank verstaut.

 

22. Mai

Gefüllte Melanzani auf Schmorparadeisern gibts heute. Davor einen Blattsalat und danach Apfelmus mit Ingwer.

Erst hab ich die Melanzani gewaschen, längs geteilt und dann nochmals quer, damit es vier Stücke wurden. Die hab ich in der Pfanne in Olivenöl angebraten, ausgehöhlt und in die Auflaufform gelegt, in die ich vorher ein großes Glas gekochte Paradeiser gegossen habe. Die habe ich auch etwas gezuckert und gesalzen.

Für die Fülle habe ich den Reis von gestern mit dem Melanzanifleisch (klein gewürfelt), einem Ei und etwas geriebenem Parmesan sowie osmanischer Gewürzmischung gut vermischt. Diese Masse habe ich in die vier Melanzanistücke verteilt, danach drübergesalzen und mit Olivenöl beträufelt.

Das kam ins Rohr und blieb dort bei ca. 200 Grad Ober- und Unterhitze fast eine Dreiviertelstunde.

21. Mai

Das Speckschwarterl von vorgestern habe ich ins Karotten-Kochwasser von vorgestern geschmissen und von diesem Ausgangspunkt gestern schon eine Suppe drumherum komponiert.

Nämlich habe ich den Bratrückstand vom Blunzngröstl und vom gestrigen Gröstl jeweils mit wenig Wasser aufgekocht, die Rückstände von der Pfanne gelöst und das entstandene Safterl aufgehoben, ebenso wie das Wasser, in dem ich letztens die Schalen vom Spargel (den ich wieder eingefroren habe) ausgekocht hatte.

Diese Dinge kamen alle zum gestrigen Karotten-Kochwasser. Außerdem kamen eine Portion Suppengrün dazu, ein Lorbeerblatt, Salz, ein Blatt Liebstöckl, ein paar kleinere Knoblauchzehen, ein paar Stängel von Kohlrabiblättern und ein Zweig Rosmarin. Und ein weiteres Fundstück aus dem Kühlschrank, nämlich ein Stück Parmesanrinde.

Das alles köchelte dann ordentlich aus, was mir die Gelegenheit gab, mich heute ungestört um den Rest des Essens zu kümmern. Das Menü bestand aus Suppe mit Erdäpfeltatschgerln, Fleischknöderln in Kräuter-Obers-Sauce mit Reis und Joghurt mit Rhabarbermarmelade. Es gibt nämlich wieder eine Gästin, also wird anständig gekocht.

Begonnen habe ich damit, zwei mehlige Erdäpfel weich zu kochen und in der Zwischenzeit Kräuter zu hacken und die Fleischknöderl vorzubereiten. Dafür habe ich 45 Deka Rindsfaschiertes zerteilt und die restlichen Butterbrösel von neulich zugegeben (das waren etwa 15 Deka), zwei Eier, zwei gehackte Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer auch. Daraus hab ich einen Teig gemacht und mozartkugelgroße Knöderl geformt.

Viel zuviele übrigens. Ich habe eine Menge roh eingefroren und von den gekochten auch noch welche. Abgesehen davon, dass ich sie morgen mittags auch wieder essen werde. Macht aber nix. Die schmecken mir richtig gut. Das liegt am Kochbuch.

No na, werdet ihr jetzt sagen. Aber es gibt normale Kochbücher und es gibt die Thea-Kochbücher. Und die Rezepte von letzteren funktionieren einfach immer. Direktorensichere Anleitungen und keine außergewöhnlichen Firlefanzien.

Die gekochten Erdäpfel hab ich geschält und mit der Gabel fein zerdrückt und das meiste von einem versprudelten Ei, Salz, Schnittlauch, Mehl und ein kleines Stück Butter untergemischt. Das hätte eigentlich ein fester Teig werden sollen, aber ich habe zuviel Ei erwischt, also hab ich nicht eine Rolle geformt und von dieser dünne Scheiben abgeschnitten, sondern die Masse löffelweise aufs Blech gesetzt und mit nassen Fingern flach gedrückt. Und mit dem restlichen Ei bestrichen und mit geriebenem Parmesan bestreut.

Die Dinger hab ich bei 180 Grad (was, rückblickend betrachtet, zu wenig war) fast eine halbe Stunde gebacken und dann als Einlage in die Suppe getan. Könnte man aber auch als Beilage verwenden.

Sobald die Tatschgerln im Rohr waren, hab ich den Reis aufgesetzt und im Nebenreindl ein kleines Stück Butter zerlassen und mit ein bisserl Mehl eine Einbrenn gemacht, die ich kalt lächelnd mit dem Erdäpfel-Kochwasser aufgegossen habe. Dazu kam noch Salz und 1/16 l Obers. Als diese Saucen-Grundlage köchelte, habe ich die Knöderl eingelegt und eine gute Viertelstunde in der Sauce köcheln lassen. 

Als die erste Charge fertig war, hab ich sie zum Warmhalten auf den eh schon fast fertigen Reis ins Reinderl obenauf gelegt. Und die zweite Charge gekocht. Wie die auch fertig waren, hab ich zwei Esslöffel gehackte Kräuter (Schnittlauch, Estragon, Pimpinelle, Bohnenkraut und ein Hauch Koriander) in die Sauce gegeben und die anderen Knöderln auch wieder.

Und so kam auch alles auf den Tisch.

Dieses Gericht nehme ich in mein Standard-Repertoire auf. Ein Hoch auf das Thea-Kochbuch Nr. 13 ("Teigwaren, Reis, Erdäpfel" )- und auf Anni, die es mir vor zwanzig Jahren geschenkt hat.

20. Mai

Nach Begutachtung der häuslichen Vorratslage habe ich beschlossen, heute ein Fisolen-Erdäpfel-Gröstl , diesmal ohne Salat, einzuschieben. Als Nachspeise gönnte ich mir einige Bissen von der immer noch vorhandenen Muttertagstorte. Das Kind hatte seine Portion schon zum Frühstück vergenusszwirbelt.

Das Gröstl simpel wie immer: einen kleinen Rest Speck in Streiferl schneiden und gemeinsam mit einem geschnittenen Zwiebelhapperl in einem Löffel Schmalz anbraten, die gekochten Erdäpfel von neulich in Scheiben schneiden, dazugeben und mitbraten. Salzen. Zwei Handvoll blanchierter, in Stücke geschnittene Fisolen unterheben und erhitzen. Den Erwachsenen bei Tisch ein paar Chili-Flocken gönnen.

 

Außerdem habe ich heute die Zeit genützt, die ich hatte, um einen halben Kilo Karotten, die mir zugekommen sind, in Balsamico einzulegen. Auch ganz einfach: Karotten in Stifte schneiden - oder wie ihr sie halt essen mögt - und in kochendem Wasser blanchieren. Abgießen und überkühlen lassen (und das Kochwasser für die nächste Suppe aufheben). Den Einlegesud eventuell verbessern (ich zuckere immer etwas nach) und erhitzen, aber nicht kochen lassen. Die Karotten locker in Gläser schlichten, den heißen Sud randvoll drüber gießen und sofort fest verschließen. Wer mag, gibt in jedes Glas ein Stück Chili.

Bis zum Genuss vielleicht zwei Wochen warten, bis das Gemüse durchgezogen hat. Ist? Also bis der Essig ins Gemüse gezogen ist.

 

19. Mai

Die Wahl des heutigen Mittagessens wird dem Kind möglicherweise schwer fallen. Es gibt nämlich jeweils eine Portion Blunzngröstl mit Salat und Bröselnudeln mit Kompott.

Wofür es sich wohl entscheiden wird? Wobei: hab ich da eigentlich auch noch ein Wort mitzureden?

18. Mai

Mittagessen ist sich nur in Form einer Bratwurst vom Würstlstand - auch schon lang nimmer gegessen! - ausgegangen. Aber am Abend hab ich tatsächlich wieder einmal den Geschmack des Kindes getroffen, indem ich ein Blunzngröstl mit Salat fabriziert habe. Also, den Salat hat das Kind fabriziert, genau genommen. Erstens kann es den Blattsalat bereits waschen und zerzupfen, und zweitens findet es im Kühlschrank zielsicher die Flasche mit der Wiener Marinade, die seine Oma ihm regelmäßig mitgibt.

Derweil hab ich die aufgetaute Blunzn enthäutet und in Scheiben geschnitten, diese in Mehl gewendet und in Öl beidseitig gebraten. Die Scheiben sind trotz des Mehls teilweise zerfallen. Was uns aber egal war. Die Scheiben kamen auf einen Teller, noch ein bisserl Öl in die Pfanne und ein in Halbringe geschnittenes Zwiebelhapperl dazu.

Außerdem vier mittlere Erdäpfel, in Scheiben geschnitten. Das alles hat ordentlich gebraten, dann hab ich gesalzen, die Blunzn wieder dazugegeben und aus dem Tiefkühler geriebenen Kren geholt, der kam bei Tisch über meine Portion drüber.

Komische Sache übrigens: der Kren roch scharf wie immer und trieb mir auch die Tränen in die Augen. Aber er schmeckte überhaupt nicht scharf.

Hab ich interessant gefunden. Wenn auch nicht schmackhaft.

17. Mai

Weil wir den Rest vom Mittagessen abends nicht gebraucht haben und außerdem zuviele Teigwaren da sind, werde ich die gestrige Rest-Portion zu einem Mittagessen für zwei pimpen.

Dafür nehme ich aus dem Tiefkühler je eine Handvoll Karottenstifte und blanchierte Erbsen, brate beides in Butter an, gieße mit dem Kochwasser von gestern auf, salze und pfeffere leicht und gebe dann sowohl das gestrige Mittagessen als auch die restlichen Teigwaren dazu. Vielleicht auch noch einen Schuss Obers.

Alles gut erhitzen, das Ergebnis Gemüse-Teigwaren in Safransauce nennen, das Kind trösten, weil kein Speck drin ist und bei Tisch dafür mit reichlich geriebenem Parmesan bestreuen. Und natürlich einen Blattsalat dazu reichen, hahaha!

15. und 16. Mai

Gestern war das Mittagessen einfach. Zweieinhalb von den Zwetschkenknödeln vom Sonntag. Vorher, um den Magen zu füllen, ein Schüsserl Blattsalat mit Balsamico.

Heute hab ich mich schon in der Früh ins Zeug geschmissen, weil ich wusste, dass ich mit einem ordentlichen Flameau nach Hause kommen werde. Also habe ich Penne mit Spargel in Safran-Obers-Sauce vorgekocht und mittags nur aufgewärmt. Vorher wieder den obligaten Salat. Im Moment ist Hauptsaison für Blattsalate ...

Eigentlich wollte ich Gemüse aus dem Tiefkühler nehmen, aber dann hab ich drei ziemlich lange Spargelstangen im Garten entdeckt, und zack! waren sie schon in der Küche. 

Dann das Prozedere wie immer: Abschnitte und Schalen auskochen. Dann die Spitzen blanchieren und die Spargelstücke kochen. Im selben Wasser die Teigwaren kochen.

Inzwischen im beschichteten Reinderl drei Schluck Obers mit Salz, ein paar Safranfäden und drei Löffeln vom Kochwasser erhitzen und einige Minuten einköcheln, dann den Spargel hinein und ein paar Minuten dünsten. Am Schluss die Teigwaren unterheben.

Muttertag ...

... war gestern. Heute war Power Cooking. Was auch sehr entspannend sein kann. Kurz vor acht hab ich begonnen.

Um halb neun war die mise-en-place fertig (also alles vorbereitet, was in der Folge verarbeitet werden sollte) und der Rhabarberkuchen war im Rohr. Um neun war der restliche  Rhabarber, der dringend aus meinem Kühlschrank musste, geschnitten, und der Schokopudding kühlte aus. Um halb zehn war die Rhabarbermarmelade in den Gläsern, und der Rhabarberkuchen kühlte aus. Um zehn rastete der Knödelteig im Kühlschrank und war der Abfall entsorgt. Um halb elf waren das Geschirr gewaschen und der Tisch gedeckt.

Um elf wird vermutlich die Familie eintreffen, und um zwölf werden wir zuerst eine Spargelcremesuppe essen und hernach Obstknödel mit Butterbröseln - Marillle oder Zwetschke, je nachdem, wofür die Mehrheit votiert.

Dafür habe ich eben einen Topfenteig aus einem Vierterl Topfen, einem Achterl Mehl, einem Sechzehntel Butter (also 6 Deka), einer Pise Salz, einer Handvoll Grieß und einem Ei gerührt. Der muss mindestens eine Stunde rasten, danach werden die Früchte darin eingewickelt, die Knödel in Mehl gewälzt und in kochendes Salzwasser gelegt und so lange sieden gelassen, bis sie aufsteigen. Wenn gefrorene Früchte drinnen sind, gibt man noch etwa fünf Minuten dazu.

Die Suppe habe ich eh wie immer gemacht: zuerst die Abschnitte und Schalen gut ausgekocht und dann zum Hendlfutter gegeben, dann die Spargelspitzen blanchiert und am Schluss den Spargel und die Erdäpfel klein geschnitten ins nämliche Salzwasser und weich gekocht.

Pürieren und mit Gewürzen und Milch oder Obers vollenden. Im konkreten Fall habe ich auch den Bratrückstand vom Steak (ihr erinnert euch) mit etwas Wasser nochmals aufgekocht und aufgehoben. Der kam auch in die Suppe. Als Einlage gibt es die Spargelspitzen und vielleicht etwas geschnittenen Rohschinken. Grünspargel war es natürlich, wie immer, weißer wächst im Gärtlein keiner. Zu aufwendig.

 

13. Mai

Das heutige Mittagessen musste kindsseits ausgiebig bemeckert werden. Nur weil ich mir erlaubt habe, eine Sushi-Box mit nicht ausschließlich Lachs zu kaufen, sondern eine gemischte Packung. Vorher haben wir noch ein Schüsserl Blattsalat gegessen.

Die unentwegte Motschgerei hat mir fast den Spaß am Essen verdorben, muss ich sagen. Den Rest werde ich als Abendessen jedenfalls alleine am Tisch verspeisen.

Die Maki hat das Kind gleich von vornherein abgewählt, weil es keine Algen mag. Von den beiden Thunfisch-Rollen hats auch nur den Reis gegessen. "Thunfisch mag ich nicht."  Dann hat es aus der dritten Rolle die Fülle auch gleich rausgetan, vorsichtshalber. Obwohl ganz was anderes drin war.

Beim Garnelen-Sushi hat es plötzlich angefangen zu brüllen und spucken: "Das ist mir zu scharf!!!" - Ich schwöre: das Ding, ich hab das Parallelexemplar von direkt daneben gegessen, war nicht scharf. Und als es endlich bei den Lachs-Sushi angekommen war, störten die dreieinhalb Sesamkörner, die versehentlich draufpickten.

Die nächste Sushi-Box kaufe ich mir für mich ganz allein.

11. und 12. Mai

Langsam bin ich mir nicht mehr sicher, ob wir unsere Geburtstage tatsächlich so ausgiebig feiern oder ob wir einfach nach einer Ausrede suchen, um öfter mal gut essen zu gehen. Gestern jedenfalls waren wir in Thallern zum Backhendl-Essen. Was daran Sparküche war? Ich hab mehr als die Hälfte meiner Portion nach Hause gebracht. Das Kind hat sich abends auf das Haxerl gestürzt. Aus dem Bruststück werde ich heute einen steirischen Backhendlsalat mit Kernöl und Gebäck zaubern.

Dafür werde ich einen kritischen Blick auf alle unsere Salatvorräte werfen, in Kühlschrank und Garten. Von denen werde ich zwei Suppenteller voll Blätter drapieren und je einen Löffel Rote-Rüben-Salat und Erdäpfelsalat (die Speckigen dämpfen gerade vor sich hin) an den Rand geben. Drüber Marinade und großzügig Kernöl, und drauf das in eher dünne Scheiben geschnittene Hendl-Bruststück.

Ein Scheiberl Brot dazu, und fertig.

10. Mai

Den Palatschinken-Plan habe ich gestern noch verworfen und umdisponiert auf Gemüse-Hirse mit Salat.

Dafür habe ich zuerst zwei Portionen Hirse zum Dünsten hingestellt. Danach habe ich im Tiefkühler gekramt und drei Handvoll Gemüse vorbereitet: Karottenstifte, Zucchiniwürfel und Erbsen. Ein kleines Happerl Zwiebel habe ich in Ringe geschnitten und mit drei Deka Speckstreiferl angebraten, das Gemüse zugegeben und fesch angeröstet. Nach einigen Minuten kam ein Brieferl  Sojasauce dazu (sehr praktisch, die Dinger vom Sushi Fast Food!), alles wurde durchgerührt und noch ein paar Minuten ziehen lassen, bevor ich das Gemüse in die Hirse eingerührt habe.

Dazwischen war Zeit, um den geriebenen Parmesan zu Tisch zu bringen und eine Portion Eissalat in Streifen zu schneiden und Wiener Marinade drüberzuträufeln.

 

Selbstverständlich ist eine gute Handvoll von der Gemüse-Hirse übrig geblieben. Da rundherum, und um den Rest der Sauce Hollandaise, komponiere ich unser heutiges Mittagessen: Steak mit Hirsepuffer in Sauce Hollandaise, dazu Blattsalat.

Nämlich hab ich letzte Woche ja nicht ein, sondern zwei Steaks eingekauft. Das heutige ist ein Rib Eye, und das werde ich heute in der Handgeschmiedeten beidseitig braten und danach mit Salz und Pfeffer würzen.

Außerdem kommen neben das Fleisch zwei Puffer in die Pfanne. Dafür gebe ich zum gestrigen Rest ein kleines Ei und drei Esslöffel geriebenen Parmesan sowie ein paar gehackte Kräuter. Aus dieser Masse forme ich zwei Puffer. Mit denen werde ich in der Pfanne mit Öl auch beginnen, denn die brauchen länger als das Fleisch.

Letzteres werde ich vielleicht drei Minuten auf jeder Seite braten. Parallel dazu erwärme ich die Sauce im Reinderl und zerzupfe ein Happerl Salat. Die Marinade suchen wir uns dann noch aus.

Sollte der Hunger größer sein als ein halbes Steak mit Hirsepuffer, gibts als Nachspeise ein Stück vom Rhabarberkuchen, der gerade bäckt.