Der Sparküche-Blog.

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

24. Oktober

Aufgrund außerhäuslicher Termine ist die Küche heute so gut wie kalt geblieben. Das einzige, was sich ereignet hat, ist auf dringenden Wunsch des Kindes eine Broccolicremesuppe nach meiner Drei-Stufen-Kochweise, aber die könnt ihr mittlerweile vermutlich auch schon in C-Dur singen (oder in a-moll, je nachdem wie gern ihr Broccolicremesuppe mögt).

Morgen muss ich wieder kochen, außerordentlich gemüsig, denn das Kind hat heute mittags nach eigenen Angaben "Würstchen" gegessen. - Mit was dazu? - Mit nix dazu!?

25.10.17 08:35, kommentieren

23. Oktober

Die senile Bettflucht hat mich heute dazugebracht, schon um halb sechs mein Mittagessen zu kochen. Aber beim Heimkommen später dann war ich froh drum, weil ich schon sehr hungrig war.

War aber nicht schwierig, der Nudel-Gemüse-Eintopf mit Fleisch. Um den Rest vom Schweinsbraten musste ich mich sowieso kümmern. Ich hab vom Rest sechs dünne Scheiben runtergefitzelt und eingefroren. Den verbliebenen Anschnitt hab ich in feine Scheiberl geschnitten. Und wieder Petersil gehackt.

Dann hab ich ein Schüsserl mit rohen Gemüsewürfeln, die noch im Kühlschrank dämmerte, in einem Liter Salzwasser eine Viertelstunde gekocht und in der Zwischenzeit eine Portion Spaghetti in mundgerechte Stücke gebrochen. Die kamen dazu und alles kochte nochmals eine Viertelstunde.

Zum Schluss kamen Fleisch und Petersil dazu und der Eintopf durfte durchziehen. Und der Schweinsbraten ist erledigt.

Wenn ich den Eintopf abends fürs Kind wärme, werde ich einen Löffel voll Bratenschmalz zugeben. Davon ist noch reichlich da.

1 Kommentar 23.10.17 12:55, kommentieren

22. Oktober

Und als Gott sah, dass ich Pläne mache ... lachte er. Mein Besuch ist nicht gekommen, und der Schweinsbraten mit Trallala war umsonst im Rohr. Naja, nicht völlig umsonst, weil eine liebe Nachbarin samt Nachwuchs eingesprungen ist und mitgegessen hat. Aber trotzdem!

Der Schweinsbraten war vom Schopf, von Labonca, ein schönes Stück von eineinhalb Kilo. Ich habs mit je einem Esslöffel Salz und osmanischer Gewürzmischung rundum eingerieben und zusammen mit einem Kilo geschälter Erdäpfel in die Bratfolie gestopft. Im Rohr blieb das Ding bei 200 Grad Ober- und Unterhitze eine Stunde, und dann nochmals fast zwei Stunden bei 170 Grad. Er war butterweich, die Erdäpfel auch.

Dazu habs einen Salat aus verschiedenen Blattsalaten, Radieschen und bunten Paradeisern, den letzten für heuer.

Vorher hab ich auf bewährte Art eine Broccolicremesuppe gemacht: zuerst die Erdäpfel- und Broccolischalen zusammen mit ein paar Petersilstängeln ausgekocht und für die Hendln beiseite gelegt. Dann im selben Wasser, jetzt gesalzen, die Broccolirosen bissfest gekocht und wieder rausgehoben. Dann im selben Wasser die Broccolistängel und einen Erdapfel, beides klein gewürfelt, gekocht und alles püriert. Mit Milch aufgegossen, nachgesalzen, die Roserl als Einlage und gehackten Petersil als Deko dazugetan.

Als Nachtisch gabs wieder Topfenkipferl.

23.10.17 12:49, kommentieren

21. Oktober

Begeistertes Nicken, als ich das Kind fragte, ob ihm das heutige Mittagessen schmeckt. Na bitte. Gestern hat die Melanzani nämlich keine ungeteilte Zustimmung gefunden. Heute aber: Sauce Bolognese mit Nockerln. Also was andere Menschen Spätzle nennen würden. Ein schnelles Essen, weil ich nebenbei noch anderes in der Küche vorhatte.

Den Rest der Sauce von gestern hab ich mit etwas Wasser verlängert und erhitzt. Für die Nockerl hab ich ein Ei, einen Rest Milch und eine Prise Salz genommen und soviel Mehl, bis der Teig ordentlich zähflüssig dick war. Dann hab ich mein Nockerlsieb genommen, also die Platte, die da neulich im Angebot war, und eine Teigkarte, und hab den Teig portionsweise in kochendes Salzwasser durchgedrückt. Sehr fein. Die Dinger waren nach zwei Minuten fertig.

Durch die Hektik in der Küche habe ich sowohl keinen Petersil gehackt als auch keinen Parmesan gerieben. Aber wenn ich uns das gleich abends nochmals servieren werde, sind das Fixstarter. Ob ich die Nockerl in Butter schwenken werde oder ob ich sie in eine gebutterte Auflaufform geben, mit der Sauce übergießen, dem Petersil bestreuen und mit geriebenem Parmesan bestreuen und ins Rohr schieben werde, kann ich jetzt noch nicht sagen.

Außerdem hab ich ein Packerl Butter und ein Viertelkilo Mehl investiert, um dem längst überfälligen Topfen den Garaus zu machen. Aus diesen Zutaten sowie einer Prise Salz hab ich rasch einen Teig geknetet und diesen im Kühlschrank eine Stunde rasten lassen. Dann den Teig viereckig ausrollen, in Quadrate schneiden und jedes mit einem Tupf fester Marmelade versehen. Diagonal einrollen und zu Kipferl biegen, auf ein Blech setzen und bei 185 Grad Heißluft etwa 20 Minuten backen. Die Topfenkipferln noch heiß anzuckern oder in Staubzucker wälzen.

Soweit die Theorie. In der Praxis ist es mir fast unmöglich, ein Viereck an Teig hinzukriegen und gleichzeitig zu verhindern, dass der Teig auf der Unterlage pickt. Die Quadrate sind auch eher unwillig, muss ich sagen. Und spätestens beim Biegen quillt die Marmelade auf beiden Seiten raus, feste Marmelade hin oder her. Zum Teil hab ich einfach Tascherl oder Rollen geformt.

Dem Kind ist das fast egal. Es greift natürlich zuerst zu den schönsten Exemplaren, isst aber dann ohne Probleme auch die restlichen auf.

Zwischendurch habe ich einen halben Kilo Maroni eingeschnitten und für eine halbe Stunde bei ebenfalls 185 Grad Heißluft gebraten. Die braucht zwar grad keiner, aber ich wollte wissen, wie die Dinger so sind. Ich hab nämlich noch zwei Sackerl, und alle aus der Biotonne. Jetzt wird sich herausstellen, ob ich die Dinger tatsächlich den Hendln füttern werde (gehackt) oder ob ich sie vielleicht anderweitig brauchen kann.

21.10.17 11:52, kommentieren

20. Oktober

Die Zeit verrennt. Jetzt haben wir schon die zweite Oktoberhälfte, und wir haben immer noch frische gschmackige Paradeiser. Es lebe der Klimawandel!

Entschuldigung.

Jedenfalls kann meine Mutter sie langsam nimmer sehen, die Paradeiser, und so staubte ich gestern einen knappen halben Liter passierte Paradeiser ab. Da hab ich heute gleich eine Stunde Turbokochen eingelegt und einerseits eineinhalb Liter Sauce Bolognese auf Vorrat und andererseits im Rohr gebackene gefüllte Melanzani auf Paradeissauce mit Reis und buntem Salat fabriziert. Die Sauce wird später portioniert - noch blubbert sie auf dem Herd vor sich hin - und eingefroren, die kann manchmal fast eine Lebensretterin sein.Vielleicht trau ich mich sogar und versuche, mit der kochend heißen Sauce ein Schraubglas zu befüllen und auszuprobieren, ob die Sauce auch so hält. Hm.

Gleich vorweg: der Reis ist noch der von vorgestern, und nachdem das Zeug aus dem Rohr eh brennheiß ist, essen wir den Reis einfach unaufgewärmt dazu und haben im Durchschnitt ein wohltemperiertes Essen.

Erst hab ich im beschichteten Reinderl reichlich, also wirklich reichlich, Schmalz zerlassen und da die halbierte ausgehöhlte Melanzani beidseitig angebraten. In der Zwischenzeit hab ich einen Teil der Paradeiser in eine Auflaufform gegossen und mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt.

Dann kamen die Melanzanihälften da hinein und ruhten erstmal, weil ich mit der Sauce weitermachte. Nämlich hab ich als Würze je ein Stammerl Rosmarin und Oregano hineingegeben sowie ein Lorbeerblatt. Und die Fruchtfleischstücke von der Melanzani. Dann zwei Knoblauchzehen und ein ordentliches Stück Lauch, beides klein geschnitten, und einige Minuten später etwa einen halben Kilo gemischtes Faschiertes.

Das hat fast eine Viertelstunde gscheit brutzeln dürfen, wurde auch öfter durchgerührt und danach gesalzen und gepfeffert und mit dem Rest der Paradeiser sowie ein paar Schluck Wasser aufgegossen. Jetzt war Schluss mit brutzeln, jetzt blubberte es. Und während es so vor sich hin blubberte, hab ich nach und nach das Gemüse geputzt, klein geschnitten und dazugetan: zwei größere Karotten, eine kleine Pastinake und ein Stück Sellerie von der Größe eines Drittels eines Tennisballs. Dazwischen immer gut umrühren.

Und den Salat bereiten, aus dem letzten Rest Blattsalat, ein paar bunten Paradeisern, zwei Radieschen und einem Stück Gurke. Und Marinade, natürlich.

Für die Fülle der Melanzani hab ich etwa 15 - 20 Deka Faschiertes, eher 15 Deka, mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Lauch und - ha! - dem klein gewürfelten Camembert vermengt. Den gehackten Petersil hab ich in meiner Euphorie dann  leider vergessen.

Jedenfalls kam die Fülle in bzw. auf die Melanzani und das ganze bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr, bleibt dort eine knappe Stunde und ich bin schon sehr gespannt, was wir heute essen werden.

20.10.17 13:16, kommentieren

19. Oktober

Heute mittags hab ich kurzerhand den Rest vom Curry zur Sauce umfunktioniert, indem ich den Pürierstab hineinhielt, den Rest von der Stelze - war eh nimmer viel - drin aufgewärmt und etwas vom übrigen Reis dazugegessen. Vorher ein bunter Salat aus Blättern und Paradeisern und nachher ein rosa Petit-four. Ich nannte die Hauptspeise gebratenes Schweinefleisch mit Curry-Linsen-Sauce und Reis und war zufrieden.

Abends kämpfte sich das Kind tapfer durch die Gemüsesuppe von gestern, da als Haupt- und Nachspeise Grießschmarren mit Apfelmus und Dirndlmarmelade wartete. Der Grießschmarren war schnelle Küche nach Art der Sparköchin:

In den Messbecher Grieß bis 1/4 Liter, dann eine Prise Salz dazu und mit soviel Milch aufgießen, dass sie einen Zentimeter über dem Grieß steht, ein Ei dazuschlagen und alles gut verrühren. Eine Stunde stehen lassen.

In einer Pfanne reichlich Butter (vielleicht drei Deka) zerlassen und den nochmals gut durchgerührten Teig hineingießen und bei eher größerer Hitze einige Minuten backen. Wenn die Unterseite fest ist: eine Ecke hochheben und den flüssigen Teil auf den Boden der Pfanne rinnen lassen, die nächste Ecke anheben und so weiter. Wieder ein bisserl backen lassen, die Hitze reduzieren, und dann immer wieder zerteilen und wenden, bis man mundgerechte Happen hat, die leicht angeknuspert sind.

Den Herd abdrehen und noch einige Minuten durchziehen lassen und bei Tisch mit Zucker bestreuen.

Für morgen hab ich mir an Resteverwertung den Rest vom Camembert mit Nüssen und den restlichen Reis vorgenommen. Mir wird schon was einfallen.

1 Kommentar 19.10.17 20:27, kommentieren

18. Oktober

Heute hatte ich N zu Besuch und kochte vegetarisch. Das Kind wird abends, wenn es die Reste verdrückt, auf den geliebten Speck verzichten müssen. Es wurde ein Linsen-Gemüse-Curry mit Basmatireis. Ohne Suppe, dafür mit kleinen süßen Teilchen nachher.

Fürs Curry hab ich erst einmal den Namensgeber, einen gehäuften Teelöffel voll, ins Reinderl gegeben sowie eine große Knoblauchzehe, ein kleines Zwiebelhapperl und zwei Stück kandierten Ingwer, alles klein geschnitten. Außerdem ein Lorbeerblatt und ein Stammerl Rosmarin. Das hab ich ohne Fett kurz angeröstet und dann erst das Sonnenblumenöl zugegeben. 

Dazu kem ein Suppenteller Gemüsewürfeln ( Lauch, Karotte, Pastinake, Sellerie) und durfte einige Minuten mitbraten,  bevor ich mit einem Glas gekochte Paradeiser aufgoss und salzte. Mit etwas Wasser verlängert (da war gleich das Paradeiserglas ausgespült) und zwei Handvoll Linsen dazu sowie ein Esslöffel Rosinen.

Und dann das übliche: gut durchrühren  Hitze reduzieren, Deckel drauf, eine halbe Stunde schmurgeln lassen. In der Zwischenzeit den Reis trocken anrösten, salzen und mit heißem Wasser aufgießen. Und wieder: gut durchrühren, Hitze reduzieren, Deckel drauf, eine halbe Stunde schmurgeln lassen.

Ins Curry kam zum Schluss ein Rest Obers und gehackter Petersil (und den Rest von dem streute ich über die Suppe von gestern und den Rest der Pasta von gestern, die ich abends verdrücken werde).

Obers, Linsen, Öl und Ingwer waren beim Curry nicht aus eigener Produktion. Der Rest schon. - War ich kurz stolz auf mich.

18.10.17 18:41, kommentieren

17. Oktober

Wisst ihr, was das Kind gestern gesagt hat? "Danke für das gute Essen!" So kann man sich täuschen.

Da hab ich doch heute gleich etwas gekocht, was ihm auch gut schmeckt: Pasta in Speck-Obers-Sauce. Danach Schokokuchen.

Einer der Speckreste musste weg. Also hab ich ihn gestreiferlt und mit wenig Schmalz angebraten, ein wenig scheibliertes Gemüse dazu (Karotte, Pastinake, Lauch) und weitergebraten.

Derweil haben im Reinderl nebenan die original apulischen Teigwaren, wie immer sie auch heißen, in Salzwasser geköchelt. Das ist natürlich was ganz anderes als die heimische Industriepasta. Erstens Weizengrieß, zweitens dicker Teig, also fast eine halbe Stunde geköchelt, bis ich sie als dem Kind zumutbar empfunden habe. 

Den Gemüse-Speck hab ich derweil mit Obers aufgegossen und gesalzen und ein paar Minuten gedünstet, dann mit etwas Kochwasser von der Pasta verlängert und weiter gedünstet und am Schluss die Teigwaren zugegeben und alles nochmals gut durchgemischt.

Aus dem Wasser hab ich gach mit zwei Handvoll Gemüsewürfeln und einem Lorbeerblatt eine Gemüsesuppe gemacht. Kann man immer brauchen.

1 Kommentar 18.10.17 18:30, kommentieren

16. Oktober

Heute wird das Kind dran glauben müssen. Wir haben nämlich den Großteil der Melanzani-Ernte eingeholt und die war nennenswert. Lauter kleine Früchte (mit zwei Ausnahmen, halleluja), aber ingesamt über eineinhalb Kilo.

Die habe ich gewürfelt und mit gehacktem Knoblauch in reichlich Sonnenblumenöl gebraten. Den Großteil werde ich einfrieren, aber die letzte Portion hab ich in der Pfanne lassen und mit einem Teil des Rests der Stelze, mundgerecht scheibliert, und dem Rest vom Reis vermischt, mit ein bisserl Wasser aufgegossen und langsam auf dem Herd erhitzt.

Ich nenne das Reispfanne mit gebratenem Schweinefleisch und Melanzani und höre das Kind jetzt schon motschgern, wegen der Melanzani. Aber mir schmeckts.

16.10.17 13:20, kommentieren

15. Oktober

Vorgestern habe ich zumindest ein bisserl Platz im Tiefkühler geschaffen, indem ich die Stelze von Labonca rausgenommen habe. Gestern hat sie dem Kühlschrank geholfen, den Inhalt zu kühlen, und heute gibts Besuch und für diesen und natürlich für uns Stelze mit Trallala. Davor eine Kürbiscremesuppe und danach Marillenkuchen. Wer noch kann und mag.

Die Stelze hab ich gewaschen und mit der Oberseite nach unten in drei Zentimeter hoch Wasser zehn Minuten gekocht. So konnte ich das Schwarterl besser einschneiden. Dann hab ich sie rundum gesalzen und mit Kümmel bestreut (und heroisch auf den obligaten Knoblauch verzichtet) und in die Bratfolie gestopft. Dazu kamen drei große geschälte Erdäpfel und eine größere Karotte, ebenfalls geschält.

Zugebunden,  Folie eingestochen, auf den Rost gehievt, den Rost ins kalte Rohr geschoben (in die untere Mitte) und auf 180 Grad Ober- und Unterhitze gedreht. So blieb sie die erste Stunde. Danach hab ich für eine Dreiviertelstunde auf 200 Grad erhöht, danach aber wieder auf 170 Grad reduziert. Insgesamt bleibt das Ding drei Stunden im Rohr.

Jede Menge Zeit, um dazwischen noch die Suppe zu machen. Zuerst hab ich die Erdäpfelschalen mit Sellerie- und Lauchblättern sowie Petersil ausgekocht. Dann kam der Rest vom Hokkaido zusammen mit einem Erdapfel, beides gewürfelt, hinein, und Salz. Nach einer halben Stunde Köcheln habe ich das  Gemüse püriert und vorm Servieren werde ich die Suppe nochmals erhitzen, mit Milch verlängern und mit Gewürzmischung toppen.

Für den Krautsalat habe ich gestern schon einen kleinen Teil der Ernte in feine Streifen geschnitten, gesalzen und bekümmelt und kräftig durchgeknetet. Das hat im Kühlschrank über Nacht geruht und wird jetzt abgeseiht und mit kochend heißer Wiener Marinade übergossen.Die gebratenen Speckwürferl spar ich mir heute allerdings, sonst sterben wir alle an Herzverfettung.

Außerdem hab ich die letzten Paradeiser in Scheiben geschnitten und ein Zwieberl in Ringe und ein paar Basilikumblätter in Streifen und hab das alles vermischt und auch mit Marinade übergossen.

Und weil zwei der EsserInnen eher konservativ sind, hab ich auch ganz normalen Blattsalat angerichtet.

Als Beilage gibt es Reis vom Neusiedler See. 

 

Kleiner Nachtrag: weil der Krautsalat also wirklich sehr bissfest war und dementsprechend übrig geblieben ist, hab ich ihn, so wie er war, nochmals zum Kochen gebracht, eine Minute gekocht und dann randvoll in ein Schraubglas gefüllt. Hoffentlich ist er dann weicher, wenn ich das nächste Mal einen brauch.

Nach dem Essen, beim Sortieren der Reste, war ich mir nicht sicher, ob ich das verbliebene Schwarterl überhaupt aufheben sollte. Das Kind wähnte, mit schreckgeweiteten Augen, seine Lieblingsdelikatesse im Hendlfutter verschwinden und mischte sich blitzschnell ein: "Das kannst du doch in der nächsten Suppe auskochen!"

"Ja genau!" sagte meine Mutter und rettete dem Kind die Sonntagslaune.

16.10.17 13:16, kommentieren

14. Oktober

Ich dachte schon, ich hätte es übertrieben bei der heutigen Gemüse-Eierspeise mit Gebäck. Sie hat uns aber wider Erwarten sehr geschmeckt. Vorher gabs den Rest der Broccolicremesuppe, und so hatten wir doch noch eine Art warmes Abendessen.

Nämlich hatte ich neulich zuviele Speckstreiferl geschnitten. Die hab ich im Eierspeispfandl ausgebraten und zwei Esslöffel Lauch-Röllchen dazugetan. Und drei Radieschen, klein geschnitten. Lauter Gemüse, das das Kind normalerweise verweigert. Aber mit Eiern und Speck drum rum gehts dann doch durch den Schlund.

Jetzt zwei Eier drauf und mit der Gabel gut durchgerührt und gesalzen, eine Minute braten lassen und dann den Herd abgedreht und die Eier stocken lassen und ein paar Flankerl vom Camembert mit Nüssen draufgetan. Um ihn wegzukriegen, denn er ist zwar super bio und Demeter, aber roh schmeckt er uns beiden nicht.

Geschmolzen allerdings auf der Eierspeis war er ein Genuss.

2 Kommentare 14.10.17 18:36, kommentieren

Freitag der Dreizehnte. Oktober.

Der heutige Tag steht im Zeichen des Broccoli. Dem Gemüsebeet konnte ich ein Viertelkilo davon entreißen. Weil mich das Kind dabei beobachtete, hatte ich keine Chance auf die lange Bank. Das Kind liebt Broccoli.

Also habe ich heute mein Drei-Stufen-Kochen angewendet. Erst im Reinderl die Schalen und Blätter ausgekocht. Auch gleich die vom Erdapfel, und Blätter vom Sellerie und Petersil auch gleich. Und zwei kleine Stück Speckschwarterl. 

Währenddessen konnte ich das Gemüse putzen und zerkleinern. Der nächste Schritt waren die Roserl, die ich blanchierte, jetzt mit Salz im Wasser. Aber erst, nachdem ich das Grünzeug für die Hendln rausgefischt hatte. Die Schwarterl durften bleiben. Nach ein paar Minuten kamen die Roserln wieder raus (die Schwarterl noch immer nicht) und die gewürfelten Broccolistängel und der Erdapfel kamen rein.

Das köchelte jetzt alles so lange wie ich brauchte, um einen Marillenkuchen ins Rohr zu schieben. Jetzt kamen die Schwarterl raus und der Rest wurde püriert und mit Milch verlängert. Als Einlage verwendete ich die in Streifen geschnittenen Schwarterl (für das Kind) und ein paar Broccoliroserl (für beide).

Der restliche Broccoli kam zum Rest vom gestrigen Risotto. Ebenso wie eine großzügige Handvoll Speckstreiferl, ein Rest geriebener Käse, ein Esslöffel gehackter Petersil, etwas Salz und ein verquirltes Ei. Gut durchgerührt und die Masse in eine gebutterte flache Form gedrückt (das Kind liebt es knusprig). Die wartet jetzt, bis der Kuchen fertig ist und wird dann in bewährter Form gebacken: 180 Grad, eine Stunde bei Ober- und Unterhitze.

Weil noch Zeit war, hab ich mir ein Herz genommen und zwei Handvoll Kleinstparadeiser und ein Stück Gurke zu einem Salat verarbeitet.

Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass das Kind vom Speck und Broccoli im pikanten Reisauflauf mit Salat derart enthusiasmiert ist, dass ihm die natürlich immer noch vorhandenen Kohlrabiwürfel nicht auffallen. Oder es sie zumindest gnädig hinnimmt.

Es ist grundsätzlich ein Segen, ein Feinschmeckerkind im Haus zu haben.

Aber manchmal schon ein Fluch auch.

1 Kommentar 13.10.17 10:58, kommentieren

12. Oktober

Heute habe ich mein Mittagessen rund um eine gedämpfte rote Rübe herumgebastelt. Die rote Rübe, etwas kleiner als ein Tennisball, war die heurige Ernte aus dem Selbsterntebeet. So mickrig wars überhaupt noch nie.

Aber, positiv denken: die rote Rübe werde ich heute mit Genuss verspeisen, und zwar als Kohlrabirisotto mit Rote-Rüben-Creme.

Dazu hab ich das Ding  geschält und grob geraffelt und mit Salz und geriebenem Kren gewürzt und großzügig Rahm untergerührt.

Für den Risotto hab ich das beschichtete Reinderl aufgeheizt und zwei Portionen Rundkornreis angeröstet, dann ein Becherl Kohlrabiwürferl aus dem Tiefkühler dazugegeben, gesalzen und mit reichlich heißem Wasser aufgegossen. Umgerührt, Hitze reduziert, Deckel drauf, eine halbe Stunde telefonieren.

Und jetzt lass ich es mir schmecken.

Vielleicht esse ich ein paar Grammeln dazu oder ein Stück Blunze. Und Chili muss drauf, ganz sicher.

12.10.17 11:53, kommentieren