Der Sparküche-Blog.

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19. Feber: Bandnudeln mit Mangoldgemüse

Tokaj ist mein Waterloo. Heute gewesen. Ich kann ohne Übertreibung behaupten: derart schiache Keks hab ich schon jahrzehntelang nimmer gebacken.

Obwohl es gut begonnen hat gestern: Teig gemacht, über Nacht rasten lassen. Heute früh ausgerollt. Dann hätte auf den Teig ein sämiger Anstrich aus Eiklar und Zucker kommen sollen, und dann hätten die Keks ausgestochen werden sollen. Monde nämlich, für Tokajer Kipferl, aus dem Buch "Burgenländische Hochzeitsbäckerinnen", das grundsätzlich super ist. Ich habs aus der Bücherei, werde mir aber ein Exemplar zu Ostern wünschen. Auch ohne Hochzeit.

Vorsichtig wie ich bin, hab ich eh nur ein Drittel des Teigs angestrichen. Aber: das Eiklarzeugs war wohl zu flüssig. Dementsprechend nicht hat die Sache mit dem Ausstechen und dem Transport aufs Backblech funktioniert. Die Glasur ist überall hingeronnen.

Dann, klüger geworden, hab ich den restlichen Teig ausgestochen, die Keks, diesmal in kleinerem Format, aufs Blech getan und dort erst mit der Glasur bepinselt. Ich hab mich sehr bemüht, aber es ist trotzdem allerhand danebengeronnen. Und, wer sich auskennt: wenn zwei Keks nach dem Backen mit Glasur zusammenpicken, geht eher der Keks kaputt als die Glasur geordnet entzwei.

Nachdem das Zeug dann gebacken und vom Blech gekletzelt war, hab ich die Wirtschaft in der Küche beseitigt und wollte je zwei von den Keksen mit Marmelade zusammenpicken. Ich hab nur leider eine ziemlich flüssige Marmelade aus dem Keller geholt, Erdbeer-Rhabarber nämlich, so dass auch hier wieder ordentlich was daneben gegangen ist, bis ichs endlich behirnt hatte.

Noch dazu mussten erst einmal jeweils zwei gleiche Keks gefunden werden. Das Ausstechen passierte nämlich mit Becher bzw. Scheibenstecher, immer so versetzt, dass sich eben Kipferl (Monde) ergeben. Die in dieser Technik völlig ungeübte Sparköchin erwischte das Verhältnis Teig zu Aussparung jedesmal anders, so dass es eine multikulturelle Kipferllandschaft wurde.

Lieber Himmel.

Ich muss die Dinger bei Gelegenheit an die Kinderschar verfüttern. Süß sind sind ja, also gegessen werden sie auf jeden Fall. Ich stelle einen Teller voll in den Hof und gehe wieder, damit ich die Kommentare nicht hören muss.

Zum Schluss ist mir was von der ungeliebten Glasur übrig gelieben. Die hab ich dann mit einem ganzen Ei und einem Rest Dinkelmehl zu einer Art Biskuitteig erweitert, aufs Blech geleert und gebacken. Es wurde eine Form draus, die einem Gehirn von oben ähnelte, aber gottseidank auf eine Art symmetrisch, so dass ich den Fladen längs halbierte, eine Hälfte mit der zwideren Marmelade bestrich und die zweite Hälfte drauflegte. So haben wir wenigstens einen Kuchen, hoffe ich. Gekostet hab ich das Ding noch nicht. Mein Magen ist noch ganz verklebt von den Glasur- und Keksresten, die ich vernichten musste.

Aber jetzt sind die Keks in der Dose versteckt und der Nicht-Kuchen auf einer Platte, und das Geschirr ist gewaschen, jetzt bin ich wieder friedlicher gestimmt.

Ja, eh. Gegessen hab ich zwischendurch auch. Mangoldgemüse mit Bandnudeln.

Weil ich mir aus dem Tiefkühler die Schmankerl schon herausgezupft habe, findet sich im Eis nur noch eine öde Landschaft aus Mangold, Kohlrabi und Fisolen. Heute wurde es Mangold, in einem Achterl Milch mit Salz und Gewürzmischung erhitzt, mit einem Gmachtl aus einem weiteren Achterl Milch und Maisstärke gebunden und zu den selbstgemachten Bandnudeln serviert, die ich alle ins Reinderl schmiss und kochte. Da haben wir noch einmal eine Mahlzeit davon.

19.2.18 15:09, kommentieren

18. Feber: Steinpilze in Oberssauce mit Semmelknödel

Was ich immer sage: es braucht nicht viel Gschistigschasti, wenn die Zutaten gut sind. Heute hab ich mir Steinpilze in Oberssauce mit Semmelknödel schmecken lassen. Es war, umrahmt von Blattsalat mit Balsamico und Maronicreme, ein köstliches Sonntagsessen.

Gestern ist tatsächlich ein Semmelknödel übrig geblieben. Den hab ich heute früh geviertelt und auf den Heizkörper gestellt, zum Vorwärmen. Mittags hab ich dann einen Teelöffel Butterschmalz im beschichteten Reinderl erhitzt und ein halbes Zwiebelhapperl hineingeschnitten.

Dann die geschnittenen rohen Steinpilze aus dem Tiefkühler genommen und zack! sofort ins Reinderl. Kurz unter Umrühren anbraten, gefroren wie sie waren, dann den Deckel drauf und ein oder zwei Minuten weiterbraten lassen.

Deckel wieder weg und unter Rühren die Flüssigkeit verkochen lassen, gesalzen und mit zwei Schluck Obers aufgegossen. Noch ein paar Minuten mehr ziehen als köcheln lassen. Fertig.

(Wenn ich das dem heute fremdbetreuten Kind erzähle, das vermutlich an einer Salamipizza knabbern wird, wird es der Neid fressen. Ich weiß auch nicht, warum alle glauben, Kinder essen nur Spaghetti und Pizza.)

Für die kleine Nachspeise habe ich aus dem gestern geöffneten Glas (das laut Aufschrit geöffnet nur noch zwei Tage haltbar ist - haha!) zwei Löffel Maronipüree entnommen und mit einem Löffel voll gezuckerter Kondensmilch verrührt.

Warum sich eine solche Tube in den Vorräten der Sparköchin findet? Ich habe das Ding, kein Scherz!, bei einer Tombola gewonnen.

18.2.18 12:34, kommentieren

17. Feber: Couscous-Marillen-Auflauf

Gestern konnte ich mir zwei kleine Portionen Rahmherz mit Semmelknödel erschnorren. Das essen wir heute als Mittagessen. Auch zu einem Blattsalat würde ich mich überreden lassen.

Und ich hoffe, dass ein Stück Semmelknödel übrig bleibt. Dann würde ich nämlich am Sonntag die eine Portion geschnittene Steinpilze aus dem Tiefkühler nehmen und mir daraus eine Oberssauce bereiten und den Semmelknödel dazuessen. Oder Bandnudeln, sollte das Kind seinen Knödel verdrückt haben.

Gestern Abend jedenfalls war mir klar, dass der verbliebene Couscous in den nächsten Tagen keine Chance hat. Also hab ich das beste draus gemacht und ihn zu einem Couscous-Marillen-Auflauf verarbeitet. Auf die einfache Tour.

Nämlich hab ich 6 Deka Zucker mit 5 Deka Butter verrührt, ein Ei dazugemixt und den Couscous untergemischt. Die Hälfte der Masse kam in eine bebutterte Form, dann 8 tiefgefrorene Marillenhälften drauf - die ich normalerweise auf einen Kuchen lege (ich würde aber auch glatt Rhabarberwürfel dafür verwenden und dafür mehr Zucker oder Honig nehmen) - und die zweite Hälfte der Masse drauf. Bei 190 Grad Ober- und Unterhitze für eine Dreiviertelstunde ins Rohr. Und pfeift.

Es ist nix übrig geblieben.

Außerdem habe ich heute, nach Durchsicht meiner Kürbisvorräte (eh nur mehr drei Stück), eine Butternuss geschlachtet und die Hülle vom Kerngehäuse gemeinsam mit dem gestern überzähligen mehligen, bereits gekochtem Erdapfel, Salz und den ersten Bärlauch-Blättern zu einer Cremesuppe verkocht, in die der Rest vom aktuellen Obers ganz hervorragend reinpasste.

Den "Stiel" hab ich aufgehoben, falls das Kind mal wieder Lust auf Panieren verspürt.

16.2.18 17:12, kommentieren

16. Feber: gekochte Zunge mit Erbsenpüree und Blattsalat

Gestern habe ich mich für Couscous entschieden, zu den Mangoldstielen. War am einfachsten. Außerdem hab ich gestern noch zwei Schweinszungen vom Thum mit Suppengemüse und Gewürzen weich gekocht, die Haut abgezogen (was mir viel Beifall von den Hendln einbrachte) und die Dinger über Nacht kühl gestellt.

Heute habe ich die Zungen in Scheiben geschnitten und aufgeteilt: eine Portion für uns als Mittagessen, den Rest in Suppe liegend eingefroren. Heute mittags hat das Kind einen Teller klare Suppe mit dem Suppengemüse verzwickt, den zweiten werde ich abends essen. Und weg ists!

Den Blattsalat habe ich diesmal gekauft (ein Sackerl mit drei kleinen Happerl verschiedene Salate um einen Euro, am Bauernmarkt) und einen Teil davon hab ich mit der letzten Oma-Marinade versetzt. (Die Flasche ist schon wieder auf dem Weg zur Nachfüllung, ähem.)

Fürs Erbsenpüree habe ich drei große mehlige Erdäpfel weich gekocht und geschält. Derweil hab ich ein kleines Packerl Erbsen aus dem Tiefkühler genommen und mit wenig Wasser nochmals ein paar Minuten gekocht, mit Salz und Muskatnuss gewürzt, zwei von den Erdäpfeln hineingeschnitten, einen Schuss Obers zugegeben und alles mit dem Mixer traktiert, nicht mit dem Pürierstab diesmal. - Hat auch gut funktioniert, nur länger gedauert.

Und so aßen wir heute gekochte Zunge mit Erbsenpüree und Blattsalat.

Vom Erbsenpüree ist was übrig geblieben, da wollte das Kind wissen: machst du da wieder eine Erbsencremesuppe draus? - Soll ich? - Äh. Nein.

Dann wird mir wohl was anderes einfallen müssen.

1 Kommentar 16.2.18 14:31, kommentieren

15. Feber: Mangoldstiele mit Specknockerln

Vom gestrigen Abendessen ist eine Handvoll der Specknockerl übriggeblieben und zwei Esslöffel von der Käsesauce. Im ersten Moment hab ich die Augen verdreht, aber dann überlegt, dass heute das folgende passieren wird:

Die gestern aus dem Tiefkühler genommenen blanchierten Mangoldstiele sind aufgetaut, die werde ich klein schneiden und ein Drittel davon in der Käsesauce erwärmen und kurz köcheln. Mit Obers verlängert und gewürzt wird nach Bedarf. Die Schüssel mit den Nockerln stelle ich auf den Heizkörper zum Erwärmen und nenne mein Mittagessen Mangoldstiele mit Specknockerln.

Vorher esse ich den Rest der gestrigen Broccolicremesuppe.

Außerdem habe ich gestern wie angedroht das Nockerl-Kochwasser (mit den aufgelösten Nockerln drin) mit einem Packerl Kohlrabiwürfel gekocht, gesalzen und püriert. Diese Suppe werde ich noch fertig abschmecken. Ich fürchte sie hat trotzdem Diskussionspotenzial.

Die restlichen Mangoldstiele gibt es dann, in einer kinderverträglichen Oberssauce, mit einer anderen Beilage. Hirse vielleicht, oder Couscous. Oder ich koche eine Portion von den selbstgemachten Bandnudeln und deklariere um zum Pastagericht. Vielleicht mit einem Rest klein geschnittenem Schinken? 

Irgendwas wird mir schon einfallen.

14.2.18 18:45, kommentieren

13. und 14. Feber: Käsenockerl mit Salat

Ich hab eindeutig zu lange keine Nockerl mehr gemacht. Gestern habe ich ja endgültig die Reste vom Hendl vertilgt, samt einem Rest Rotkraut und Maroni, aber  heute hab ich das Reservepackerl vom slowakischen Käse aus dem Tiefkühler genommen und slowakische Käsenockerl geplant, dazu den letzten Rest der Endivie.

Außerdem war ich auf dem Markt und hab beim Käsestandl meines Vertrauens den Herrn Sedlacek nach Brimsen gefragt. Davon hat er mir auch ein Schüsserl mitgegeben, aber der passt überhaupt nicht. Ich hab ihn jetzt portioniert und eingefroren (den Brimsen, nicht den Herrn Sedlacek), aber ich werde mich weiter auf die Suche nach dem slowakischen Original-Käse machen. Das Papierl hab ich mir aufgehoben.

Dann hab ich Salzwasser zum Kochen gebracht und derweil ein Ei versprudelt, Mehl eingerührt und soviel kaltes Wasser, dass sich ein zähflüssiger Teig ergab. Es war relativ frisch gemahlenes Dinkelmehl, übrigens, nur der Ordnung halber.

Jedenfalls war der Teig zu dünn, und ich hab vom ersten Drittel Teig gleich einmal Suppe produziert. Zum Glück war noch Mehl da, und ich hab in den restlichen Teig gleich noch welches eingerührt, so dass der Teig jetzt ein tropffreier Batzen war. Mit dem ging das jetzt super. Durch das Nockerlsieb direkt ins siedende Wasser gedrückt und nach zwei Minuten, sobald sie aufgestiegen waren, die Nockerln, wieder rausgeschöpft.

Derweil erwärmte auf der anderen Flamme das Achterl vom slowakischen Käse mit einem Viertel Becher Obers. Diese Sauce kam über die Nockerl und das wiederum wurde mit Salat gegessen.

Aber die Sache wird ein Nachspiel haben, nämlich abends. Da werde ich ein paar Deka Speck schneiden und ausbraten, da drinnen die restlichen Nockerln schwenken und die Käsesauce auch noch einmal heiß machen. Salat werden wir dann allerdings keinen mehr dazu essen.

14.2.18 12:43, kommentieren

12. Feber

Da gibt es nix schönzureden. Heute waren es Brathendl-Reste mit Blattsalat. Wobei der Salat fast professionell ausgesehen hat: Endivienblatter, Asia-Salat und Vogerlsalat. Sehr fein.

Vom Hendl habe ich ein kleines Becherl Fleischreste eingefroren, die kommen bei Gelegenheit in ein Pasta-Gericht. Und morgen hab ich nochmals Hendl, diesmal in Kombination mit einem Rest Rotkraut und ein paar Maroni.

In die Hühnersuppe hab ich Nudeln eingekocht, die schmeckt uns zum Nachtmahl.

1 Kommentar 12.2.18 18:15, kommentieren

11. Feber: gefülltes Brathendl mit Rotkraut und so

Das Hurra des Tages geht an das haushaltszugehörige Kind, dem das Rotkraut schmeckte.

Aber das nur nebenbei, denn die Hauptsache war der Bio-Gockel, den ich gestern aus dem Gefrierfach nahm und auftaute und heute in die Bratfolie stopfte, um ihn als gefülltes Brathendl mit Rotkraut zu servieren. Bevor das aber soweit war, passierte folgendes:

Das Hendl wurde gewaschen und zum Trocknen aufgelegt. Derweil erwärmte ich ein Achterl Milch mit einem kleinen Stück Butter drin und leerte fast den ganzen Rest der vorrätigen Semmelwürferl (was nimmer viel war) hinein, die restlichen Würferl gibts heute Abend als Suppeneinlage. Wieder ein Packerl weniger im Kuchlkastl. Die Semmelwürferl hab ich eine Viertelstunde ziehen lassen.

In der Zwischenzeit hab ich drei kleine Karotten gewaschen, zwei Erdäpfel geschält (Schalen in die Suppe) und zerteilt und ein, ähem, auch schon überfälliges Packerl gekochte Maroni geöffnet.

Zu der Semmel-Milch kam Salz, ein Ei und die restlichen Kräuter aus dem Kühlschrank, gehackt. Nur die Blätter; die Stängel kamen am Nachmittag in die Hühnersuppe. Noch ein Löffel Mehl dazu (muss eh weg, ist gestern vom Kuchenbacken übrig geblieben), alles gut verrühren und zack! ins Hendl gefüllt.

In die vorbereitete Bratfolie kamen ein paar Maroni, die Erdäpfel und die Karotten. Dann hab ich das Hendl außen mit Olivenöl eingerieben, mit Gewürzmischung eingerieben und gesalzen und in die Folie gehievt. Verschlossen und auf dem Rost bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben. Nach einer halben Stunde auf 155 Grad zurückgeschaltet und für eine Stunde tratschen gegangen.

Mittags, nach ca. zwei Stunden Bratzeit, den Herd abgedreht und von der Restwärme profitiert, und kurz vorm Essen den Rest vom Rotkraut erwärmt. Mehr wars nicht.

Aber: nach dem Essen hab ich alle essbaren Reste in einem Reinderl gesammelt, da hab ich noch zweimal Mittagessen davon, obwohl der Gockel nur knapp ein dreiviertel Kilo hatte. Alle Knochen und Knorpel, die keiner abgelutscht hatte, kamen ins Suppenreindl, gemeinsam mit den obigen Zutaten, einer Portion Suppengrün, Pfefferkörnern, Knoblauch, Lorbeerblatt, Rosmarin und Salz.

Wasser drauf, zwei bis drei Stunden köcheln lassen. Bis aufs Suppengemüse kommt dann alles raus. Zwei Portionen werde ich einfrieren, eine Portion werde ich zum Kochen der heutigen Kürbiscremesuppe für den Abend verwenden und den Rest hebe ich auf, schließlich haben wir noch Suppennudeln und Frittaten.

11.2.18 15:38, kommentieren

noch immer 10. Feber: Sojabohnenpaste

Da bin ich mir noch nicht sicher, ob ich nicht vielleicht doch Hendlfutter produziert habe. Meine Absicht war, eine Paste nach Hummus-Art zu machen und das Rezept an die häusliche Vorratslage anzupassen. Aber alles lässt sich dann doch wieder nicht kombinieren.

Weil ich doch Sojabohnen geerntet und getrocknet hatte. Und nachher draufgekommen bin, dass die meist grün geerntet und gekocht werden. Aber egal. Ich muss mir den Platz im Tiefkühler eh einteilen.

Jedenfalls hab ich zwei Handvoll Sojabohnen heute früh eingeweicht, ein paar zum Keimen in ein Glas getan und den Rest vorhin weich gekocht. Geschält hab ich sie auch nicht. Zuviel Arbeit. Also hab ich sie (ohne Kochwasser, aber mit einem Schluck frischem Wasser) mit einem Schuss Olivenöl, Salz, Kreuzkümmel, Knoblauch und - und ich glaube, das war der Fehler - etwas Balsamico-Sud von meinem eingelegten Knoblauch püriert.

Der süßliche Ton vom Balsamico hat der Paste nicht gut getan. Ich hab dann noch ein bisserl vom normalen (Hesperiden-)Essig dazugetan und eingerührt, und dann wars besser. Jetzt ruht die Sojabohnenpaste im Kühlschrank. Morgen werde ich sie, aufs Brot geschmiert, als Abendessen testen. Wenn sie mir dann immer noch nicht schmeckt, kommt sie ins Hühnerschüsserl.

Ist ja nichts Schlechtes drin, grundsätzlich. 

10.2.18 18:45, kommentieren

10. Feber: Rotkraut mit Polenta

Keine Ahnung, warum ich plötzlich unbändige Lust auf Rotkraut verspürte. Jedenfalls hab ich ein Happerl aus dem Schuppen geholt und die Hälfte davon entstrunkt und möglichst fein geschnitten. Was aber, objektiv gesehen, nicht sehr fein war, denn ich bin im Fein-Schneiden leider keine Meisterin.

Egal, rein ins Reinderl, Salz drüber, wenig Wasser drüber, Deckel drauf, zwanzig Minuten köcheln. Nach etwa der Hälfte der Zeit ist mir eingefallen, dass eigentlich ein Apfel rein musste, und hab gach einen geschält und geraspelt, wodurch ich mit dem Marillen-Nuss-Kuchen ins Hintertreffen geriet. Aber letztlich ging sich alles aus.

Jedenfalls kam zum Rotkraut der Apfel, und etwas Zucker. Manchmal tu ich stattdessen auch Rosinen rein, wollte ich aber diesmal nicht. Nachdem das Rotkraut hinreichend weich war, war mir zuviel Flüssigkeit im Reinderl. Außerdem hört man, dass viele KöchInnen Wein zum Rotkraut tun. 

Also, richtigen Wein gibts bei der Sparköchin jetzt gar nicht, aber Madeira-Wein schon. Hab ich einen ziemlichen Schuss davon mit etwas Maizena abgerührt und das Gmachtl ins kochende Rotkraut gegossen und alles gut vermischt. Das schmeckt ziemlich gut und riecht betäubend, aber das Kind wählt das Rotkraut sowieso immer ab. (Diesmal wirds ziemlich hungern müssen, wenn es zu Mittag schon wieder da ist, fällt mir gerade auf.)

Eine Portion werde ich für meine Mutter abzweigen, die sie sich dann vermutlich noch mit Essig und allerhand abschmecken wird (Balsamico könnte ich mir auch gut vorstellen), und in meine Portion kommt ein Rest meines heute fabrizierten Kumquat-Kompotts.

Ich freu mich schon auf mein Rotkraut mit Polenta.

10.2.18 11:37, kommentieren

9. Feber: Polenta mit Broccoli

Langsam geht es wieder aufwärts. Das merke ich vor allem daran, dass es sich wieder auszahlt, Geschirr abzuwaschen. Mittags gab es wieder gebratene Endivie mit Reis und, ha!, meine Gesundheitsberaterin hat mir ein Spiegelei dazu erlaubt. Passierte alles in einer Pfanne. Heute Abend jedenfalls hatte ich Lust auf Broccoli und Polenta, einfache Variante.

Nämlich röstete ich im beschichteten Reinderl ziemlich wenig Polentagrieß an, salzte, streute ein wenig von der Gewürzmischung drüber und goss mit vielleicht einem guten Viertelliter kochendem Wasser auf. Gut gerührt, einen Schuss Obers eingerührt, weiter gerührt und das ganze ca. 8 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

In der Zwischenzeit ins Gemüsebeet gelaufen, eine Mini-Rose Broccoli abgezwicket, gewaschen, den Stängel geschält und scheibliert und die Roserl zerteilt.

Die Polenta nochmals gut durchgerührt, die Broccoli-Teile drauf verteilt, Deckel wieder drauf und nochmals 10 Minuten köcheln lassen, dann vom Herd genommen und nochmals fast eine Viertelstunde ziehen lassen.

Von der Polenta ist ein kleines bisserl übrig geblieben, das krieg ich morgen mittags. Damit ich das Kind nicht damit belästigen muss.

10.2.18 11:28, kommentieren

6. bis 8. Feber: Kichari, Reis, gebratene Endivien

Da ist sie wieder, die Sparköchin. Vorgestern schon habe ich die Kichari, also die Mungbohnensuppe, sehr genossen. ich hab mir dann noch einmal welche gekocht, aber zuviel erwischt und letztlich bis heute Mittag dran gegessen. Macht aber nix. Es hat endlich wieder nach Essen geschmeckt!

Heute Mittag habe ich eineinhalb Portionen Basmati gedämpft, aus dem ich drei Portionen mache. Die erste aß ich mittags zum Rest der Mungbohnensuppe. Die zweite heute Abend als gebratene Endivienblätter mit Basmati.

Vor dem Wintereinbruch hatte ich ja meine Endivie aus dem Gemüsebeet gerettet und im Kühlschrank verstaut. Von der hab ich heute die äußeren Blätter gezupft, gewaschen, klein geschnitten und in einer Pfanne mit heißem Ghee (also Butterschmalz) geschwenkt. Salz drauf, noch ein bisserl umrühren, fertig. 

Derzeit bin ich beim Status "Schonkost", also glutenfrei und keine Milchprodukte außer Obers und Butter. Und halt reduzierte Portionen. Das muss ich aber nur noch bis morgen durchhalten - die Schonkost, nicht die Reduktion. Was die Mengen betrifft, so versuche ich den Fasching heuer zu ignorieren und von der Entschlackungswoche direkt in die Fastenzeit überzugehen.

Schauen wir einmal, ob mir das gelingt.

2 Kommentare 8.2.18 17:49, kommentieren

5. Feber: Mungbohnensuppe

Hocherfreut kann ich euch berichten, dass das, was ich heute getan habe, schon beinah wieder als Kochen bezeichnet werden kann. Nach dem Rezept meiner Ayurveda-Guru köchelt gerade eine Mungbohnensuppe vor sich hin.

Am meisten stolz bin ich, dass sich alle verlangten Gewürze in meinem Kuchlkastl fanden. Wobei man das relativieren muss: vermutlich knotzen sie schon seit meiner letztjährigen Entschlackung dortselbst und sind daher nimmer die frischesten.

Also: 1/2 TL Kurkuma, 1/4 TL Hing, 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Koriander und 2 - 3 Lorbeerblätter mit Ghee anrösten, ca. 40 bis 50 Deka eingeweichte Mungbohnen zugeben, mit 2 Liter Wasser aufgießen und die Bohnen weich kochen. Mit 1/2 TL Pfeffer, 2 - 3 Knoblauchzehen, frischem Ingwer und Salz abschmecken.

Das Rezept ist für 5 - 6 EsserInnen gedacht, ich hab natürlich weniger Zeugs verwendet. Und auf das Abschmecken verzichte ich auch. Für mich sind die Gewürze, die jetzt drin sind, schon sehr üppig. Aber ich war verwegen und habe mir eine halbe Karotte als Einlage hineingeschnitten.

Entwöhnt wie ich bin, wirds mir sicher hervorragend munden.

2 Kommentare 5.2.18 17:17, kommentieren