Der Sparküche-Blog.

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24. Juni

Sag ich doch: so einen Schluck Ei kann man immer brauchen. Den aktuellen hab ich heute mittags in die Reste-Nudeln getan. Die aus dem Rest der Pasta al pomodoro von neulich bestanden und in die auch ein paar Mini-Blätter vom Brokkoli und der Rest vom Thunfisch reinkamen. Alles gut vermischt und gut erhitzt, und schon war unsere Vorspeise fertig.

Als Nachspeise gab es die restlichen gekochten Fleckerl von gestern, erhitzt in reichlich Butter, vermischt mit ein paar Esslöffeln geriebenem Mohn, bestreut mit reichlich Staubzucker und serviert mit Nektarinenkompott (dem Kind) und Kirschenkompott (mir selbst). Sehr fein, und die Reste sind so gut wie weg.

Abends werde ich als Vorspeise einen Blattsalat mit gehobeltem Pecorino hinstellen und als Hauptspeise slowakische Käsenockerl probieren. Die habe ich schon länger nimmer gemacht; mal sehen, ob sie dem Kind heute leichter den Schlund runtergehen. Vielleicht kann der letzte Rest vom Rhabarberkuchen ein Lockmittel sein.

Leider habe ich keinen Brimsen im Supermarkt gefunden. Deshalb weiche ich auf eine Mischung aus Frischkäse und Rahm aus, was auch weniger streng schmecken sollte.

Aber zu Beginn würfle ich hinreichend viel Jausenspeck klein und brate ihn langsam in der Pfanne aus. Dann rühre ich aus Mehl, Wasser und Salz - hoffentlich kriege ich das richtige Mengenverhältnis hin! - einen Teig, den ich dann mit einem Messer oder Löffel kleinweise in kochendes Salzwasser schabe. Wenn die Dinger aufsteigen, schöpfe ich sie ab. Gleich direkt in die Teller. Dann gibt man sich die Sauce drüber und leert zuletzt den Speck drüber.

Das klingt eigentlich, wenn ich so drüber nachdenke, eher wie ein Winteressen. Aber die Gästin geht auch heute wieder aufs Donauinselfest und trinkt dort vielleicht ein Bier, also braucht sie eine gute Unterlage.

Genau. Das ist mein Lebensprinzip: du kannst machen, was du willst, du musst es nur gut argumentieren können.

23. Juni

Dafür hab ich mich heute wieder zusammengerissen und, nach einer Gemüsesuppe mit Buchstaben, gefüllte Blätterteigtascherl mit Kräuterrahm gebastelt. Danach durfte Rhabarberkuchen gegessen werden.

Der Mangold war diesmal frisch vom Beet geerntet, wurde blanchiert und gehackt und durfte auskühlen. Derweil hab ich ein Ei versprudelt und 15 Deka Mangalitza-Schinken klein gewürfelt. Außerdem hab ich fast einen ganzen Becher Rahm mit Salz glatt gerührt und zwei Esslöffel gehackte Kräuter (Schnittlauch, Basilikum, Petersil) untergemischt. Den Rest der Kräuter hab ich in die Gemüsesuppe gegeben.

Für diese übrigens hab ich in wenig Salzwasser eine Handvoll Buchstaben eingekocht, dann einen halben Liter aufgetaute Gemüsesuppe zugegeben und alles nochmals aufgekocht.

Jetzt war der Mangold soweit und kam in eine Schüssel, gemeinsam mit Salz, dem Schinken, etwas Gewürzmischung und dem Großteil des Eies (eher der Teil mit dem Eiklar). Gut vermengen und ziehen lassen, während eine den Teig vorbereitet. Nämlich eine Packung Dinkel-Blätterteig, aus dem sich, wie ich mittlerweile überzuckert habe, nur sechs Quadrate ausgehen, und dann bleibt ein schmaler Streifen Rest.

Auf die Quadrate habe ich die Fülle verteilt, Packerl draus gemacht und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gesetzt. Die hab ich mit Ei bestrichen. Dann war immer noch Ei da. Daraufhin habe ich den Teigrest in schmale Streiferl geschnitten, mit Ei bestrichen, mit der neuesten türkischen Gewürzmischung bestreut (deren Namen weder die Schenkenden noch ich wissen), gesalzen, zweimal längs verdreht und aufs Blech gelegt.

Das Blech kam bei 185 Grad Heißluft für zwanzig Minuten ins Rohr. Die Stangerl habe ich bereits nach der Hälfte rausgenommen und als Zwischendurch-Knabberei auf den Tisch gestellt.

Ist immer noch ein Schluck versprudeltes Ei da. Mach ich mir aber keine Sorgen, so einen Schluck Ei kann man immer wieder mal gut brauchen.

 

Mittags hab ich übrigens auch Schinken gewürfelt, und ein Zwiebelhapperl, den Speckrand extra am Anfang im beschichteten Reinderl ausgebraten, dann Zwiebel und Schinken mitgebraten, derweil Fleckerl gekocht, die letztendlich dazugeleert (óhne Kochwasser natürlich), gesalzen und alles gut vermischt. Hat, mit einem grünen Salat serviert, zwei Kindern und mir ganz hervorragend geschmeckt.

Aber das kommt zu einem Gutteil von der Qualität des Schinkens, den ich - nach längerer Zeit wieder - vom Thum in der Margaretenstraße erstanden habe. Ich frage immer nach Reststücken zum Kochen, den geben sie billiger ab. Schmalz und Speck sind auch mitgegangen; jetzt sind die Vorräte wieder aufgefüllt.

22. Juni

Nach einer familiären Feier waren das Kind und ich derart angegessen, dass das Abendessen entfiel. Die Gästin war sehr bescheiden und begnügte sich mit Pasta al pomodoro, mit vorher einem Salat mit Thunfisch und nachher nix mehr, weil sie auch schon zuviel getankt hatte tagsüber.

Die Paradeissauce fiel sehr einfach aus: ein Glas gekochte Kirschparadeiser erhitzen, salzen und keinen Zucker dazu, weil die Gästin das gar nicht leiden kann, aber geschnittenes Basilikum und ein paar Rosmarinnadeln. Gekochte Penne hinein, geriebenen Pecorino drüber, fertig.

Vom Thunfisch ist die halbe Dose übrig geblieben, aber den krieg ich schon noch weg ...

21. Juni

Schnelle Küche war heute angesagt, und das bedeutete für mich zweierlei. Erstens waren die Hauptspeise Glasnudeln mit gebratenem Gemüse und zweitens fabrizierte das Kind als Vorspeise gefüllte Eier. Als Nachspeise kriegten die beiden Jungen je einen Eismarillenknödel.

Im beschichteten Reinderl Öl erhitzt, ein mittleres grob geschnittenes Zwiebelhapperl glasig gedünstet, drei kleine Karotten und das letzte Stück vom Butternuss-Kürbis dazu, mundgerecht zerteilt natürlich. Kräftig gebraten, zwei Esslöffel Erbsen hinein - alles an Gemüsezeugs, was greifbar war -, und einen kleinen Rest an gekochten Paradeisern dazu. Jetzt gesalzen, gerührt, gebraten und mit wenig Wasser aufgegossen.

In eine große Schüssel 15 Deka Glasnudeln gegeben und mit kochendem Wasser übergossen, nach vier Minuten abgeseiht und zum Gemüse geschupft. Zwei Esslöffel Pinienkerne kamen auch dazu, das sind grad die prominentesten Wegmüsser in meinem Kuchlkastl. Außerdem einen Haufen gehackten Petersil mit ganz wenig Koriander dazu und dann alles gut durchgerührt.

Bei Tisch würzten wir individuell mit Chili und Sojasauce.

 

Für die Vorspeise schälte und teilte das Kind drei gekochte Eier, vermengte die Dotter mit Mayonnaise, Salz und geschnittenem Schnittlauch und Basilikum, füllte die Masse wieder in die Eier und deponierte diese auf einem Salatbett. Dazu ein kleines Scheiberl Brot - und pfeift.

20. Juni

Das heutige Brathendl mit Erdäpfeln und Mangoldgemüse brutzelt schon mehr oder weniger im Backrohr vor sich hin. Also: das Gemüse natürlich nicht. Aber einen mit Salz und türkischer Gewürzmischung eingeriebenen Mini-Gockel habe ich auf eine Lage Erdäpfelschnitze in eine Bratfolie gelegt, diese anweisungsgemäß verschlossen und eingestochen und bei 175 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr geschoben.

Das war ihm offensichtlich zu wenig, jetzt habe ich auf 190 Grad raufgedreht. Schließlich sollte der junge Herr nicht länger als eineinhalb Stunden bis zur Genussreife benötigen. - Der Gockel ist aus dem aktuellen Wir-lassen-auch-die-männlichen-Küken-leben-Programm, wiegt 60 Deka und ist von eher hagerer Statur. Aber für drei schwache EsserInnen sollte er genügen.

Wenn das überhaupt klappt mit dem Brathendl, und diese Minis nicht nur als Suppenhendl taugen. Aber wir werden das heute ausprobieren.

Vorher gibts jedenfalls einen Salatteller mit Pecorino und nachher entweder Apfelmus oder, falls zusätzliche Sättigung erforderlich ist, Eismarillenknödel.

Für das Mangoldgemüse hab ich zwei kleine Packerl blanchierten geschnittenen Mangold aufgetaut. Den bringe ich mit ein paar Schluck Obers und Salz zum Kochen, köchle einige Minuten lang und würze währenddessen, vielleicht mit Curry.

19. Juni

Mittags habe ich es mir gut gehen lassen: den dritten Mini-Zucchino des Jahres samt Blüte längs geteilt und in Sonnenblumenöl rundum angebraten, gesalzen und als Vorspeise deklariert. Für die Hauptspeise hatte ich mir nämlich schon in der Früh Fleckerl gekocht und eine Portion essfertiges Krautfleckerl-Kraut aus dem Tiefkühler genommen.

Als Abendessen habe ich Kürbiscremesuppe und Buchteln mit Vanillesauce geplant. Der Teig ist schon fertig, die Suppe auch schon fast. Letztere war wieder ein Stückwerk: in Erbsenkochwasser alle möglichen Schalen und Stengel ausgekocht, dann ein Stück Kürbis und einen Erdapfel, beides klein gewürfelt, sowie ein Esslöffel Erbsen reingegeben und weich gekocht und püriert. Vollendet wird das Supperl mit Salz, Gewürzen und Obers oder Milch werden.

Für die Buchteln hab ich einen Teig mit einem Dampfl gemacht (ein halber Würfel Germ, ein Esslöffel Staubzucker, drei Esslöffel Mehl und ein paar Schluck Milch). Während das gegangen ist, habe ich in eine Schüssel eine Prise Salz getan sowie 40 Deka Mehl, 10 Deka Staubzucker, 6 Deka Butter und ein großes Ei.

Da hinein kam das verdoppelte Dampfl, dann hab ich alles verrührt und fast ein Vierterl Milch zugegeben, bis das ganze ein halbwegs akzeptabler Teig war. Ich muss dazusagen, dass ich Dinkel-Kuchenmehl verwendet habe. Das pickt immer ziemlich und braucht längere Zeit, bis es die angebotene Flüssigkeit aufnimmt. 

Deshalb rechne ich jetzt zwei Stunden, bis ich den Teig wieder in die Hand nehme (derzeit ruht er zugedeckt in der Schüssel), ihn nochmals durchknete, zu einer Rolle forme, von der Stücke abschneide und zu Kreisen drücke, einen Löffel Powidl oder Marillenmarmelade in die Mitte gebe, das Ding verschließe, rundherum in flüssiger Butter (oder Schmalz) drehe und in eine befettete Backform setze.

Die kommt dann, wohlgefüllt, bei 170 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr und die Buchteln werden goldgelb gebacken. Und durch das Fett rundum sollten sie sich auch gut voneinander trennen lassen. Füllen müsste ich die Dinger gar nicht; ich könnte auch einfach kleine Kugeln in die Pfanne setzen und sie als Dukatenbuchteln deklarieren.

Die Vanillesauce wird die einfache Version: Milch mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen bringen, ein Gmachtl aus kalter Milch und einem Löffel Stärke (oder zwei, je nach Menge der Milch) einrühren und unter ständigem Rühren einige Minuten köcheln lassen.

17. und 18. Juni

Gestern habe ich mich von Aufgewärmtem ernährt: Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Glasnudeln. Die gehen am schnellsten, schneller noch als Couscous. Um zwei Minuten.

Und der Hunger war groß.

Heute werde ich bei meinen Eltern eine Portion Gulasch mit Semmel mitessen. Dem Kind, das Gulasch hasst, werde ich einen Blattsalat mit Speckdatteln und Schafkäse komponieren.

Das Kind wird sich einen Suppenteller voll Blattsalaten zerzupfen, während ich die Speckdatteln und vielleicht ein paar Weißbrot-Croutons in der beschichteten Pfanne brate. Und, ganz wichtig, zwei längs halbierte, gestern geerntete Mini-Zucchini, denen ich nicht widerstehen konnte. Rupf, zupf, und schon lagen sie im Körberl.

Das Gebratene jedenfalls kommt auf den Salat, der Feta wird drübergebröselt. Mariniert werden darf mit Balsamico und Kernöl.

Wenn ich mir das so überlege ... würde ich für mich selber auch nicht schlecht finden, eigentlich ...

16. Juni

Nach dem üppigen Essen der letzten Tage wurde es heute fast schon leichte Kost, als ich aufgrund der häuslichen Vorratslage einen Salat mit Berner Würsterln und Speckdatteln komponierte. Dazu haben wir Brot gegessen, und ich als Nachtisch das vorletzte Stück vom Kirschenstrudel. (Das letzte wird den morgigen Vormittag nicht überleben.)

Ich habe einfach zwei Suppenteller mit verschiedenen Blattsalaten gefüllt und nebenbei im beschichteten Reinderl die restlichen vier Berner Würstel sowie zehn Speckdatteln - ohne zusätzliches Fett - rundum knusprig gebraten.

Dann hab ich das Scherzerl Weißbrot dünn aufgeschnitten, und fertig.

15. Juni

Heute blieb die Küche der Sparköchin kalt. Weil wir nämlich eingeladen waren auf eine köstliche Lasagne bolognese mit Blattsalat.

Nein, ich habe keine Ahnung, wie eine Lasagne funktioniert. Es ist mir, fürchte ich, zuviel Arbeit.

Obwohl unsere Gästin mir von einer Version mit Lachs und Spinat vorgeschwärmt hat, die vielleicht gar nicht so kompliziert ist. Bechamelsauce, Teigblatt, blanchierter Blattspinat, Lachs, Teigblatt, Spinat, Lachs, Teigblatt, Bechamelsauce.

Vielleicht wollt ihr das ja mal probieren. Ich lass mich auch weiterhin lieber einladen.

14. Juni

Der heutige Ofenkürbis mit Schafkäse ist etwas roh geraten, aber der Gemüserisotto mit Pecorino war sehr in Ordnung. Und für alle Anwesenden war auch das Dessert, erneut der Kirschenstrudel, sehr in Ordnung.

Für die Vorspeise hab ich Öl in die Auflaufform getan, ein Stück Butternuss (noch aus der eigenen Lagerung vom Vorjahr - ich liebe diese Sorte!) in dünne Spalten geschnitten und darauf verteilt, mit Gewürzmischung bestäubt und fünf Deka Feta drüber gebröselt. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze war grundsätzlich gut, nur hätte er länger drin bleiben sollen, der Kürbis.

Derweil hat am Herd der Risotto geschmurgelt. Erst hab ich ein Stück Butter zerlassen und ein gehacktes Zwiebelhapperl drin glasig gedünstet. Dann kam der Reis dazu und Salz, und nach einigen Minuten heißes Wasser. Dann hab ich die Hitze reduziert und alles zugedeckt köcheln lassen.

Nach vielleicht einer Viertelstunde hab ich je eine Handvoll blanchierte Erbsen und Karottenstifte zugegeben, eingerührt, wieder zugedeckt und noch zehn Minuten weiterdünsten lassen. Ohne Umrühren geht das aber wirklich nur in einem beschichteten Reinderl.

Bei Tisch kam der geriebene Pecorino drüber. Sehr fein.

Es ist nix übrig geblieben, weil den Rest hab ich gerade vernascht. 

13. Juni

Fast schon Junk Food war es heute. Mini-Berner-Würstel waren nämlich im Angebot. Folgerichtig waren es nach einem Salat mit Mozzarella Berner Würstel mit Radieschen-Reis, Weißbrot und Chutney. Danach verknurpsten wir einen Teil des Kirschenstrudels.

Es gibt nämlich Radieschen im Gemüsebeet. Von denen hab ich einige klein geschnitten, in einem Stück Butter angebraten und dann den Reis von vorgestern untergehoben und miterhitzt.

Die Würsterl kamen portionsweise auf den Mini-Griller.

Chutney und ungarisches Teufelszeugs kamen ebenso auf den Tisch wie das Weißbrot.

12. Juni

Grad wird mir nicht fad. Dass ich es trotzdem geschafft habe, heute eine Topinamburcremesuppe und überbackene Topfenpalatschinken auf den Tisch zu bringen, erforderte Disziplin und die Hilfe meiner Mutter.

Gleich in der Früh habe ich das Supperl zum Kochen hingestellt und zwölf Palatschinken gebacken, mit dem üblichen Teig. Die habe ich eingepackt.

Die Suppe übrigens bestand aus Topinambur, einem Erdapfel (beides klein gewürfelt), dem gelösten Bratensaft von vorgestern, Salz, ein paar kleinen Knoblauchzehen und Petersilstängeln. Vor dem Pürieren hab ich den Petersil rausgenommen, danach nochmals gesalzen, mit Milch verlängert und als Einlage gehackten Petersil und ein paar Scheiberl vom Knabbergebäck vorbereitet.

Mittags habe ich aus einem Packerl Topfen, zwei Handvoll Erdbeeren (in Stücken) und reichlich Zucker eine Creme gerührt, diese in zehn Palatschinken geschmiert, diese aufgerollt und in eine bebutterte Form geschlichtet. (Die restlichen zwei hab ich zu Fritatten geschnitten.)

Dann hab ich zwei Eier verquirlt, mit Milch verlängert und die Mischung über die Palatschinken gegossen, mit wenig Zucker bestreut und ins Rohr gestellt.

Zum richtigen Zeitpunkt hat meine Mutter dann die Suppe aufgewärmt und das Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze geschaltet und die Palatschinken für eine Dreiviertelstunde dort belassen.

 

Nach dem Essen haben wir noch, aus einem mitgebrachten Strudelteig von meiner Mutter, einen Kirschenstrudel gezaubert. Und den werde ich jetzt vom Blech kratzen.

11. Juni

Heute wars ein Heimspiel. Mein Curry mit Basmatireis schmeckt so gut wie allen. Diesmal war es ein Mungbohnencurry, und ich habe es aufwändiger gestaltet als sonst. Erstens war mir danach und zweitens - ja genau. Es musste einiges weg. Die Vorspeise war mit einem Salat mit Mini-Mozzarellas vergleichsweise leicht, aber die Nachspeise bestand aus einem Stück Schoko-Nuss-Gugelhupf, und der war üppig durch das erwähnte Überraschungs-Ei.

Für das Curry habe ich die letzten Mungbohnen, etwa eine Handvoll, gestern Abend in Wasser eingeweicht und heute früh weich gekocht.

Der nächste Schritt war es, den Reis zum Dünsten hinzustellen.

Dann habe ich hinreichend Sonnenblumenöl im Reinderl erhitzt und darin die folgenden Gewürze angeröstet: ein Lorbeerblatt, ein paar zerteilte Knoblauchzehen, einen Esslöffel Curry oriental, ein großes geschnittenes Zwiebelhapperl. Den Rosmarin hab ich vergessen, fällt mir gerade auf. Außerdem hab ich ein bisserl gesalzen.

Dann kam das restliche Gemüse dazu: ein Stück gewürfelter Kürbis, eine Handvoll Topinamburwürfel und ebensoviel Karotten julienne. Und weiterrösten.

Nach einigen Minuten habe ich drei Brieferl Sojasauce dazugegeben (ihr wisst schon, die vom Fast Food) und alles gut durchgerührt und mit einem kleinen Glas gekochte Paradeiser aufgegossen.

Und ich war derart in Schwung, dass ich auch noch einen Esslöffel Rosinen, eine Handvoll Mangowürfel, drei zerteilte Stück kandierten Ingwer und einige Cashewnüsse reingeworfen habe.

Das alles hat eine Viertelstunde geköchelt. Am Schluss kamen die Mungbohnen dazu, zwei Esslöffel gehackter Petersil und ein Schuss Obers.

In der Zwischenzeit war der Reis auch fertig. Köstlich, kann ich euch sagen.