Der Sparküche-Blog.

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24. September

Hoppala. Eigentlich wollte ich heute nur ein Kalbsragout nach Art der Sparköchin mit Teigwaren kochen. Dazu habe ich das Packerl mit dem Fleisch gestern aus dem Tiefkühler genommen und auftauen lassen. Allerdings habe ich das Gewicht falsch eingeschätzt. Eine Nachschau auf dem Etikett hat dann einen Dreiviertelkilo angezeigt. Für drei Portionen natürlich zuviel. Schließlich hab ich mir irgendwann mal überlegt, dass ein Fleischkonsum für das Kind und mich pro Woche von einem dreiviertel bis einem ganzen Kilo angemessen wäre. Und das wärs dann schon gewesen bis nächsten Sonntag.

Also hab ich vom Fleisch drei Scheiben (etwa die Hälfte) abgeschnitten und in kleine Scheiberl geschnitten. Außerdem hab ich ein großes Zwiebelhapperl, eine Karotte und eine eher kleinere Pastinake klein gewürfelt. Und ein paar Kirschparadeiser zerteilt. Dann passierte das folgende.

Erst hab ich den Rest vom Bratenschmalz ins beschichtete Reinderl getan, und darin das Fleisch angebraten. Dann kam das Fleisch wieder raus und das Gemüse rein und wurde ebenfalls angebraten. Nach ein paar Minuten hab ich es gesalzen, ein Stammerl Rosmarin, ein  Sellerie-Blatt und zwei Lauchblätter obenauf gelegt und mit kochendem Wasser aufgegossen.

Deckel drauf und eine Viertelstunde köcheln lassen. Das Blattzeugs entfernt, den Rest mit dem Pürierstab traktiert. Das Fleisch wieder reingegeben, nachgesalzen, noch einen ordentlichen Schluck Obers zugegossen und dann ohne Deckel bei großer Hitze weitere zwanzig Minuten köcheln lassen, damit die Sauce einkochen kann.

Da blieb reichlich Zeit, um zwei Portionen Spaghetti weich zu kriegen und auch noch das Geschirr zu waschen. (War dringend nötig.)

Vom Ragout ist noch eine Portion da, die Spaghetti sind weg. Was mir jetzt noch fehlt, ist eine Inspiration, was mit dem Rest von der Kalbsschulter geschehen soll ...

24.9.17 13:46, kommentieren

22. und 23. September

Wie zu erwarten war, hat das Kind in den letzten Tagen Obst und Gemüse in homöopathischen Dosen zu sich genommen. ("Ich mag keine grünen Äpfel!" ) Gestern hatte es noch Schonfrist (gefülltes Weckerl und Riesen-Eis), aber heute habe ich uns ein Linsen-Zucchini-Curry mit österreichischem Reis gekocht. Vorher werden wir den Rest der Zucchinicremesuppe essen.

Der Reis wird versuchsweise im Seewinkel angebaut und war ein Gastgeschenk. Heute habe ich, wie angegeben, eine Tasse Reis mit Salz in drei Tassen Wasser aufgekocht und köcheln lassen. Theoretisch 30 - 40 Minuten, aber ich gebe sicherheitshalber 10 Minuten dazu. Wir mögen Reis gern weich und nicht bissfest.

Das Curry ist wieder einmal ein Vernichtungsfeldzug. Begonnen habe ich mit einem ordentlichen Löffel vom Bratenschmalz von neulich. Darin habe ich drei Mini-Knoblauchzehen und die letzten drei Mini-Zwieberl, ein Lorbeerblatt, ein Asterl Rosmarin und einen gehäuften Löffel vom Curry Oriental angebraten. Außerdem noch ein Stück Pastinake, geschält und klein gewürfelt.

Nach einigen Minuten habe ich eine Handvoll Linsen und drei Stück kandierten Ingwer, gehackt, sowie je einen Esslöffel Rosinen und Pinienkerne dazugegeben, mit zwei Brieferl Sojasauce und einem guten Achterl gekochten Paradeisern abgelöscht und mit heißem Wasser aufgegossen.

Das köchelte jetzt wieder zehn Minuten, und dann kam ein halber Zucchini, eher klein gewürfelt, hinein. Das köchelt jetzt seit einer Viertelstunde - und jetzt dreh ich es ab und lasse es noch ein paar Minuten ziehen.

Mahlzeit!

23.9.17 11:26, kommentieren

21. September

Manche Tage haben es in sich. Anfangs merkt man es gar nicht, und vorm Schlafengehen denkt man: na servas.

Der Vormittag war ausgefüllt mit dem Abarbeiten einer Liste. Vorwiegend stand ich in der Küche und schälte, kochte, entsaftete und köchelte. Mittags genehmigte ich mir eine einfache Zucchinicremesuppe und danach einen Grießkoch.

Die Suppe: einen halben Zucchini sowie drei gehäufte Esslöffel geschnittenen Zwiebel sowie einen Erdapfel und Salz mit Wasser bedecken und zwanzig Minuten köcheln, dann pürieren und mit Milch und/oder Obers verfeinern. Wenn die Grundzutaten von guter Qualität sind, braucht es nicht mehr.

Den Grießkoch habe ich wieder mit meinem Orangenkakao gemacht, diesmal allerdings mit mehr Zucker.

Abends wollte ich mich mit der lieben E zum Essen in der Hollerei treffen. Schon der Bus stand im Stau. Bei der U-Bahn angekommen, wurden grade alle Leute evakuiert. Ich Blödfrau verpasste meine Chance und kaufte noch Blumen, wodurch ich das letzte Taxi verpasste. Es kam dann auch lange keines mehr.

Rund um uns immer mehr Feuerwehr, Rettung und Polizei, und hinter mir in der Taxiwarteschlange immer mehr Menschen. Dann hielt ein Taxi, ich ergriff die Gelegenheit und warf mich hinein - noch könnte ich zur rechten Zeit kommen! - aber: der  - im übrigen sehr nette - Taxler meinte: er müsse aufs Klo.

Da verlor ich kurz die Beherrschung, kriegte mich dann aber wieder ein und meinte: na dann fahren Sie doch bitte zum nächsten Klo. Das bei der U-Bahn war gesperrt. Das im benachbarten Kaufpark leider auch, und so hatten wir einen längeren Aufenthalt, bevor wir uns auf den Weg in die Hollerei machten.

Über sein Handy hörten wir dann im Radio von der Fliegerbombe. Und über die vielen Ambulanzen, die für den Notfall dort stationiert wurden.

Endlich langten wir - um einiges zu spät - in der Hollerei ein. Der Taxler und ich wünschten einander noch einen entspannten, ereignislosen Abend.

Das Essen war köstlich (Basilikumknöderl mit Eierschwammerlsauce). Aber wisst ihr was? Die Kellnerin erlitt einen epileptischen Anfall, und es dauerte zwanzig Minuten, bis die Rettung eintraf.

Morgen hätte ich gern einen total langweiligen Tag, bitte.

1 Kommentar 21.9.17 22:04, kommentieren

19. und 20. September

Grad mache ich es mir mit dem Essen einfach. Gestern Spiralen mit gebratenem Gemüse (Zwiebel, Mais, Zucchini). Heute im Waldviertel gegessen und mitgeholfen, Wok-Gemüse mit Reis und Salat zu verfertigen.

Mit zwei Einschränkungen. Erstens wurde das Gemüse mehr Eintopf als Wok. Zweitens habe ich das Gemüse nur geputzt und zum Teil geschnitten. Aber das eigentliche  Kochen habe ich anderen überlassen.

Einer hat sich an den Herd gestellt, ein zweiter hat den Salat geputzt und eine dritte war für das Salatdressing zuständig. Und am Ende haben wir alle köstlich gegessen.

Das erstaunlichste war: Es wurde nach dem selben Prinzip gekocht, wie ich das immer mache: erstmal nachschauen, was weg muss. Dann schauen, was sonst noch da ist. Und dann kochen.

Im Eintopf waren Melanzani, Zucchini, Zwiebel, Fisolen, Pastinaken, Karotten und Paradeiser. Und Salz und jede Menge Gewürze.

In den Naturreis habe ich klein gewürfelte Pastinaken getan, weil die schon etwas verschrumpelt waren. Damit sie wenigstens noch Geschmack abgeben konnten. Offensichtlich wurden sie aber doch weich, denn ich habe keineN spucken oder aussortieren gesehen.

21.9.17 21:51, kommentieren

18. September

Das Kind hat sich für ein paar Tage verkrümelt. Grund genug, alles zu essen, was sonst nicht möglich ist. Angefangen hab ich gestern schon, da hab ich zwei Handvoll weiße Bohnen in der Früh eingeweicht und sie am Abend richtig weich gekocht. Heute früh hab ich mir in der örtlichen Konditorei zwei Stück Irish-Coffee-Torte besorgt.

Und vorhin war ich Hendlfutter besorgen, da war ausnahmsweise auch ein Sack kleine Zwieberl dabei (und schon brauche ich mir nimmer überlegen, was ich mit meiner vielen Freizeit anfangen werde).

Jedenfalls hab ich im Kühlschrank einen Rest Schmorparadeiser wiederentdeckt, den stantepede zu den abgeseihten Bohnen gekippt, gesalzen und alles fein püriert. Noch ein Schluck Öl dazu und nochmals püriert, und mein Austro-Humus war fertig. Den werde ich mit einer Schüssel voll Salat essen (Salatherzen, Gurke, Paradeiser) und mit einem Scherzerl vom Weißbrot.

Und nachher ein Stück Torte. Das Leben ist schön.

18.9.17 11:21, kommentieren

17. September

An diesem Wochenende konnte sich das Kind wirklich nicht übers Essen beschwerden. Gestern die Pfirsichknödel und heute: Berner Würstel mit Paradeisern, Ketchup und Weißbrot. Und fürs Abendessen hatte ich sogar San Daniele-Schinken gekauft. Alles paletti also,

Die Berner Würstel hatten heute endlich ihren Auftritt, und selbstverständlich waren sie total in Ordnung. Kein Mensch weiß, warum die zum halben Preis abverkauft worden waren. Aber das ist ja ohnehin meine Devise: so oft wie möglich Produkte kaufen, die wegen des MHD oder aus anderen Gründen preisreduziert angeboten werden oder die aus optischen Gründen billiger abgegeben werden, die Wunderlinge zum Beispiel.

Von der Qualität her so gut wie kein Unterschied, aber man spart ordentlich Geld. Geld nämlich, das man dafür dann in Bio-Produkte investieren kann. Von denen es oft heißt: die sind so teuer, die kann ich mir nicht leisten. - Ja genau. Plane deinen Einkauf besser, lagere die Vorräte ordentlich, schmeiß dadurch um die Hälfte weniger weg - und schon hast du Geld für Bio frei!

Exkurs Ende. Die Berner also waren gekauft, aber dafür war das Ketchup selbst gemacht. Und ich muss sagen: ich hab es gut erwischt, diesmal. Sogar die Konsistenz hab ich richtig hingekriegt. Das Kind war begeistert. Da hat sich die Mühe des stundenlangen Einkochens tatsächlich gelohnt.

Heute habe ich übrigens schon wieder an so einer stundenlangen Aktion weitergearbeitet. Weil ich doch am Freitag ein Sackerl Dirndln heimgebracht hatte. Die hab ich, mit Kernen, schon zweimal aufgekocht. Die heutige Aufgabe war: Kerne entfernen. Da bin ich grandios gescheitert. Als ich dachte, jetzt sind alle weg, hab ich den Pürierstab in den Brei gehalten - na, das hat vielleicht noch gekracht und gescheppert.

Also einen zweiten Kern-Durchgang eingeschoben, aber es sind immer noch welche drin. Die werden mir dann hoffentlich beim Einglasen rechtzeitig begegnen, sonst wirds eine Zahn-Risiko-Marmelade. Die darf dann tatsächlich ausschließlich in Kleinstportionen in Keks geschmiert werden (da fallen die Kerne dann hoffentlich vor dem Reinbeißen auf ... ).

3 Kommentare 17.9.17 21:49, kommentieren

16. September

Die Berner Würstel liegen immer noch im Kühlschrank, weil ich mich heute endlich getraut habe, das Topfen-Packerl aufzumachen, das seit 25. Juli abgelaufen war. Wie ich eh vermutet hatte: der Topfen war noch einwandfrei. Also hab ich ihn hergenommen und Pfirsichknödel in Butterbröseln fabriziert. Weil ich keine Lust hatte, ein Supperl zu kochen, ramschte ich aus allen möglichen Resten einen Salat als Vorspeise zusammen, zu dem es eine Scheibe Nussbrot gab.

Den Teig für die Knödel kennt ihr schon: ein Vierterl Topfen, ein Achterl Mehl (also 12 Deka), ein Sechzehntel Butter (analog), eine Prise Salz, ein Ei und eine Handvoll Grieß. Weil es übrig war, kam ein zusätzliches Eiklar hinein. Abrühren, durchkneten, eine halbe Stunde kaltstellen.

Inzwischen den Salat vorbereiten (Eissalat, Radicchio, Gurke, Paradeiser) und drei Handvoll Semmelbrösel in vier Deka Butter hellbraun rösten.

Und in einem weiten Reindl drei Liter Salzwasser zum Sieden bringen. Die Pfirsiche - ich hatte es natürlich einfach, denn ich habe einfach die allerkleinsten, die am Baum hingen, aufgehoben - waschen und trockentupfen. Den Teig in Portionen teilen und jeweils einen Pfirsich damit umwickeln, eventuell in Mehl wälzen und ins siedende Wasser einlegen und etwa eine Viertelstunde sieden lassen, bis die Knödel aufgestiegen sind, und dann noch einige Minuten dazugeben, die Pfirsiche lassen sich ein bisserl Zeit mit dem Garwerden.

Die Knödel in den Bröseln wälzen und auf dem Teller mit reichlich Staubzucker bestreuen.

16.9.17 20:03, kommentieren

15. September

Was ich immer sage: man muss mit offenen Augen durchs Leben gehen. Eigentlich war ich unterwegs zum Hersteller meines Staubsaugers, um eine neue Bürste zu organisieren. Weil ich aber zu Fuß ging und nicht die Hauptstraße nahm, landete ich in einer Allee mit unter anderem Nussbäumen und Dirndlsträuchern. Und weil gestern ein veritabler Sturm übers Land gezogen ist, lagen doch einige Nusserln auf dem Boden und warteten nur drauf, von mir aufgeklaubt zu werden. Bei der Gelegenheit traf ich einen netten Herrn, der ebenfalls sammeltechnisch unterwegs war ("Der Herr gibts und wir nehmens!" ) und mir dann sogar den Tipp mit den Dirndln gab. Worauf auch diese in meinen Sackerln landeten. Uns eins auf meiner Hose, so dass ich einigermaßen derangiert im Geschäft eintraf, was die noblen Damen und Herren dort aber geflissentlich übersahen.

Zuhause dann hab ich die teils noch grüne Schale von den Nüssen entfernt, was mir zwei Nussprankerl eingetragen hat, obwohl ich Handschuhe anhatte. Morgen werde ich mich mit den Dirndln auseinandersetzen und hoffentlich zu einer Marmelade verkochen. Damit sollten die Linzer Augen und die Zuckersterne für Weihnachten gesichert sein.

Nach dem Rest der Zucchinicremesuppe war heute Fisch dran, und zwar Karpfen mit Käsekruste auf Schmorparadeisern. Ich musste nämlich meine Schüssel mit den Paradeisern durchsehen, und die zwielichtigen hab ich gleich in die Auflaufform geschnitten. Die wurden dann gesalzen, gepfeffert und gezuckert und darauf kamen vier schmale Fischstücke, die ich aufgetaut, gewaschen und oberseits gesalzen hatte, mit der Hautseite nach unten auf die Paradeiser.

Auf diese schmierte ich eine Paste, die ich aus einem Dotter, zwei Esslöffeln Semmelbröseln, etwa ebensoviel geriebenem Parmesan und einer Prise Salz, einem Schluck Obers sowie hinreichend Wasser (drei Esslöffel, glaube ich) gerührt hatte.

Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze habe ich das alles ca. 40 Minuten schmoren lassen.

15.9.17 17:35, kommentieren

14. September

Im Supermarkt ist mir heute eine Packung Bio-Bernerwürstel zugefallen, um die Hälfte verbilligt. Noch zwei Wochen haltbar. Der Grund für die Preisreduktion hat sich mir nicht erschlossen, aber ich hab sie jedenfalls gekauft, um dem Kind eine Freude zu machen.

Dieses hat sich aushäusig leider mit Cevapcici - und ausschließlich mit denen - den Bauch vollgestopft, so dass ich als Gegenprogramm Nudeln mit gebratenem Gemüse anbieten musste. Hat uns dann aber doch auch geschmeckt. Zu den Bernern kommen wir schon noch.

Während die Spiralen kochten (gemeinsam mit Scheiberln von einem Mini-Kukuruz, die aber nicht weich und daher den Hendln überantwortet wurden), habe ich in einem Esslöffel Schmalz vom Bauchfleisch von neulich eine Karotte und ein Stück Pastinake, jeweils mit dem Sparschäler gehobelt, angebraten und einen halben scheiblierten Zucchino ebenso. Weil die Handgeschmiedete ziemlich heiß wurde, war das Gemüse ziemlich dunkel. Ich habe es dann mit ein paar Löffeln vom Teigwaren-Kochwasser abgelöscht und kurz dünsten lassen. An Gewürzen kam nur Salz rein. Knapp vorm Servieren hat das Kind noch eine Handvoll Kirschparadeiser gewaschen und dazugeschmissen.

Hab ich eigentlich erzählt, dass das Kind die zweite Hälfte vom erbeuteten Getreide gedroschen hat? Zwanzig Deka Mehl sind es geworden, immerhin. Aus dem ist sich gestern Abend ein Kaiserschmarrn (2 Eier, Prise Salz und ein Vierterl Milch) mit Apfelmus und Pfirsichkompott ausgegangen. Und ein Blitz-Pfirsichkuchen (je 10 Deka Butter, Zucker und Mehl sowie zwei Eier). Der aber im Endeffekt nicht Blitz war, weil es ordentlich lange gedauert hat, die Pfirsiche zu schälen und in Stücke zu schneiden.

Egal. Geschmeckt hat uns beides sehr.

15.9.17 17:18, kommentieren

12. und 13. September

Gestern habe ich im Cafe Latte eine ziemlich köstliche Rote-Rüben-Wasabi-Suppe mit einer Piadina gegessen. Aber heute hab ich das Packerl Sauce Hollandaise endlich aufgerissen, um den Zustand des Inhalts zu begutachten.

Wobei ich erklären muss: es handelt sich um Pulver, das man anrühren und aufkochen muss, mit Wasser eigentlich, und dann ordentlich Butter zugeben, aber ich werde meinen Milchvorrat verwenden und dafür dann weniger Butter einrühren.  Das wird dann Teil von Mangoldstiele in Sauce Hollandaise mit Petersilerdäpfeln.

Deshalb dämpfen auch gerade drei Erdäpfel vor sich hin, die ich in etwa zwanzig Minuten schälen und mundgerecht teilen und im Reinderl in Butter mit Salz und gehacktem Petersil schwenken werde. (Genau: und der verbleibende Rückstand wird mir demnächst als Basis für ein Supperl dienen. Aber das kennt ihr ja schon.)

Die Mangoldstiele sind schon fertig gekocht, die kommen dann in die heiße Sauce zum Aufwärmen.

Als Nachtisch werde ich mir vermutlich ein Stück vom Pfirsichkuchen gönnen, bevor ich den Rest einfriere.

13.9.17 10:46, kommentieren

11. September

Anklagend lehnt das Packerl Sauce Hollandaise, Bio-Qualität, Ablaufdatum März 2014, in der Küche. Ich habe es, trotz bester Vorsätze, heute wieder ignoriert. Weil ich im Kühlschrank zwei Melanzani wiederentdeckt habe, die aber schon wirklich dringend weg mussten. Da traf es sich gut, dass von der Hirse immer noch ein Rest da war. Schon war das Essen umgeplant: gefüllte Melanzani mit Salat. Vorher ein Supperl und nachher Pfirsichkompott.

Erst hab ich die Melanzani halbiert und die verbliebenen drei Stücke ausgehöhlt und in Öl beidseitig angebraten.  Das Innere, klein geschnitten, auch. In meine Auflaufform kam dann auch Öl, und die Melanzani, und die durften auskühlen. Das Melanzanifleisch hab ich mit der restlichen Hirse, einem Ei, etwas geriebenem Parmesan, Salz und gehacktem Petersil gut verrührt. Damit hab ich die Melanzani gefüllt. Wobei, "gefüllt" ist etwas untertrieben. Um die Masse zur Gänze weiterzubringen, musste ich schon jeweils einen ordentlichen Gupf drauf machen. Hoffentlich bleibt das Zeug oben während des Backens.

Zusätzlich hab ich noch einen kleinen Erdapfel in dünne Spalten geschnitten und in die Auflaufform dazugelegt. Sicher ist sicher.

Apropos Backen: wenn der Pfirsichkuchen fertig ist, der gerade das Backrohr  belegt, kommen die Melanzani bei 185 Grad Ober- und Unterhitze ins Rohr und bleiben dort eine Dreiviertelstunde.

Dazu hab ich ein kleines Schüsserl Salatblätter geschnitten, Eissalat und Radicchio. Der wird nur mit Balsamico mariniert.

Den Rest der Schmorparadeiser hab ich heute zu einer Minestrone nach Art der Sparköchin ausgebaut. Dazu hab ich den Bratrückstand der Melanzani mit heißem Wasser aufgegossen, nochmals aufgekocht und zu den Paradeisern ins Reinderl geschüttet. Salz und eine gehackte Knoblauchzehe dazu, ein Lorbeerblatt und ein paar vorrätige Petersilstängel.

Während das geköchelt hat, habe ich meine (mickrige) Gemüseernte von gestern durchgeschaut und ein paar Patzerln gefunden, die ich klein gewürfelt und zur Suppe gegeben habe: zwei kleine Karotten, ein kleines Stück Pastinake und einen verwordagelten Erdapfel.

Das hat alles zwanzig Minuten leise geköchelt. Dann kam ein halber kleiner Zucchino dazu und eine Handvoll von der Suppeneinlage, die beim heutigen Ordnungseinsatz wieder zutage kam. Noch ein Viertelstündchen köcheln lassen, und fertig.

Nachsatz: vorm Essen fische ich den Petersil und das Lorbeerblatt natürlich raus.

 

11.9.17 10:49, kommentieren

10. September

Jetzt ist es aber soweit. Es gibt endlich wieder Mangoldpackerl auf Schmorparadeisern. Vorher eine Kürbiscremesuppe und nachher Pfirsichkompott bzw. Apfelmus.

Das Supperl war typisch Sparköchin. Nämlich haben wir gestern die Zucchinipflanzen entsorgt und zwei Fuziwuzis sowie eine Blüte gerettet. Die hab ich gestern längs halbiert und in Öl gebraten, ein paar Paradeiser dazu, alles gesalzen und mit Brot verspeist.

Zuerst hab ich den Gemüserückstand vom gestrigen Mittagessen mit Wasser aufgekocht. Dann hab ich den in den Bratrückstand von gestern Abend gegossen. Dann hab ich diese Mischkulanz in ein Reinderl getan, mit Wasser verlängert und gesalzen. Hinein kamen eine kleine gehackte Knoblauchzehe, ein kleiner geschälter und gewürfelter Erdapfel und ein halber gewürfelter Mini-Hokkaido. Noch unreif, aber das macht ja nix. Und, weil ich hatte: ein paar Petersilstängel.

Das alles hab ich in bewährter Weise gekocht, dann die Petersilstängel rausgefischt und den Rest püriert, mit einem Schluck Milch aufgegossen - und fertig.

Der nächste Schritt waren die Mangoldblätter, die ich in Salzwasser blanchiert habe. Für die Füllung habe ich ein bisserl vom Hirserest mit einem Ei, einem Rest Schafkäse, Salz und Gewürzmischung vermengt, und, weil wir gerade reichlich davon haben: gehackten Petersil.

In die Auflaufform kamen Paradeisstücke, die wurden gesalzen und gepfeffert. Dann hab ich auf jedes Mangoldblatt einen Löffel voll Fülle getan, ans obere dünne Ende, und hab die Blätter packerlmäßig aufgerollt und auf die Paradeiser gesetzt. Acht sind sich ausgegangen. Die hab ich dann mit wenig Öl beträufelt und die Form ins Rohr geschoben und bei 180 Grad Ober- und Unterhitze etwa 35 oder 40 Minuten drin lassen.

Der Saft, der sich unten gebildet hat, wird morgen die Basis der nächsten Suppe werden.

 

Was heute sonst noch weitergegangen ist: zwei Gläser gekochte Paradeiser, zwei Gläser eingelegte Pfefferoni, jeweils eine Portion blanchierte Fisolen und Mangoldstiele sowie eine Handvoll ausgelöster Kichererbsen. Geplant ist für heute noch die Verwertung der Pfirsiche.

Das Kind hat sich mit dem Rest des seinerzeit gesammelten Getreides beschäftigt und hat ein kleines Becherl voll Körner erwirtschaftet. Aus denen gibts vermutlich morgen Abend Palatschinken. Wenn es sich schon so geplagt hat.

10.9.17 17:07, kommentieren

8. und 9. September

So, das sollte gestern das endgültig letzte gefüllte Weckerl dieser Woche gewesen sein (diesmal allerdings nicht so schlecht, nämlich mit Mangalitzaschinken), Heute aber habe ich unsere Vorräte zusammengekratzt und erst einen gemischten Salat mit Butterbrot und hernach Hirse mit Sommergemüse kredenzt.

Wobei: kredenzen würde man eigentlich nur Getränke, oder? Ach herrje. Es möge jemand googeln und mit Informationen um sich werfen bitte.

Jedenfalls, das Mittagessen. Der Salat bestand aus käuflich erworbenem Eissalat, hauseigenem Radicchio, auf den ich also wirklich sehr stolz bin, Gurke und Paradeisern. Mariniert haben wir uns jeder nach Geschmack. Das Butterbrot war ein Fehler und musste weg.

Während die Hirse köchelte und quoll, habe ich in die Pfanne Olivenöl gegossen und drin ein großes Happerl Zwiebel in Halbringen angebraten. Dann kamen drei oder vier Deka Mangalitzaspeck in Streiferl dazu und ein eher kleiner scheiblierter Zucchino.

Das hat alles brav gebraten, wurde zwischendurch gesalzen und mit einem Esslöffel Pinienkernen angereichert. Ziemlich am Schluss kam eine Handvoll Paradeisstücke sowie als Ausgleich ein Löfferl Zucker dazu und alles schmorte mit. Und ganz am Ende noch ein Esslöffel gehackter Petersil, der auch schon ganz traurig schaut im Kühlschrank.

Mit Nudeln hätte es uns vermutlich noch besser geschmeckt, aber ich brauche den Rest der Hirse für morgen ...

9.9.17 21:34, kommentieren