Der Sparküche-Blog.

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14. und 15. Dezember

Es herrscht immer noch der Schlenz in der Sparküche. Gestern aber habe ich mich wenigstens überwunden und mir mittags, nach einem Salamibrot, einen Schoko-Grießkoch bereitet. Und heute habe ich mich überhaupt am Riemen gerissen und mittags gebratenen Karpfen, Braterdäpfel, Prinzessbohnen, Chinakohlsalat und Ofenkürbis auf den Tisch gestellt.

Dazu hab ich als ersten Schritt schon am Vormittag die Erdäpfel gedämpft und den Chinakohl geschnitten und mariniert. Und außerdem die zwei Fischstücke und einige Fisolenrestln aufgetaut. Und Sternderl in den Rest der Suppe eingekocht.

Beim Kochen dann hab ich erst Olivenöl in die kleinste Auflaufform gegeben, den Kürbis geschält und in kleine Stücke geschnitten und in der Form verteilt, gesalzen und mit geriebenem Parmesan bestreut und bei 185 Grad Ober- und Unterhitze für eine halbe Stunde in den Ofen geschoben.

Dann hab ich die Erdäpfel geschält und längs geviertelt und in der handgeschmiedeten Pfanne von gestern deponiert, wo eh noch genug Schmalz drin war. Dann die Fisolen mit einem Stück Butter auf dem Herd erwärmt und die Pfanne erhitzt und derweil den Fisch gesalzen und meinen Teil mit Zitronenpfeffer gewürzt und die Stücke dann in die heiße Pfanne gelegt und auf beiden Seiten ein paar Minuten angebraten.

Nach dem Essen kamen die Reste alle in die Auflaufform, die wird das Kind am Abend essen, zugedeckt im Ofen aufgewärmt. Davor nochmals Suppe, und pfeift.

 

Nur falls jemand fragt: Leben ist das, was passiert, während wir dabei sind, Pläne zu machen. Es waren gestern keine zwei Kinder, sondern nur eines, entsprechend frustriert. Die Laune hob sich erst, als ich Spiegeleier mit Speck  kredenzte, angereichert mit zwei zusätzlichen Eiklar, die mir vom Keksbacken übriggeblieben waren und jetzt die Pfanne füllten.

15.12.17 14:57, kommentieren

12. und 13. Dezember

Gestern mittags war ich froh, dass die Zungen noch da waren. Ich hab sie in der Suppe gewärmt und den Reis mit Zimmertemperatur dazu gegessen. Außerdem habe ich wieder ein Schüsserl voll Chinakohl geschnitten und ein paar Radicchioblätter drüber gestreut. Wenn man das drei Stunden in Wiener Marinade (viel Zucker!) ertränkt, wird der Salat erstaunlich mundgerecht.

Abends hab ich dann zwei Portionen Suppe mit ein paar Karotten abgeschöpft und zwei Handvoll Sternderl drin eingekocht. Mehr brauchten wir nicht, weil beim Kind nicht, wie handelsüblich, die Zahnfee kommt, sondern wiraus diesen freudigen Anlässen entweder Eis oder Torte essen gehen. So hatten wir die zuckrigen cremigen Kalorien bereits am Nachmittag gebunkert.

Heute mittags wieder das gleiche Spiel wie gestern: Chinakohlsalat mit den endgültig letzten Radicchioblättern zu Zunge und dem letzten Reis.

Abends werde ich mich, weil es heute zwei Kinder sind, zusammenreißen und nach einer Kürbiscremesuppe meine berüchtigten Marillenknödel mit Butterbröseln servieren.

Die Suppe simpel wie immer: ein Stück Kürbis, geschält und gewürfelt, mit einem mehligen Erdapfel, ebenso, mit einem Lorbeerblatt und ein paar Mini-Knoblauchzeherln in Salzwasser weich kochen, pürieren und mit Obers verfeinern. Eventuell mit einer Gewürzmischung versehen aber wenig - Gemotze will ich heute keines haben. Wenn ich die Milch statt dem Obers reinkippe, ist noch Luft für ein paar Tropfen Kürbiskernöl drin.

Vermutlich werde ich eine der vorhandenen Butternüsse schlachten und für die Suppe den Teil mit dem Kerngehäuse verwenden. Den langen Teil ohne "Loch", den eine so gut in Scheiben schneiden kann, werde ich aufheben, weil das Kind eh schon wieder nach "panieren!" schreit.

Für die Obstknödel mache ich wie immer einen Topfenteig, aus 25 Deka Topfen, 12 Deka Mehl, 6 Deka Butter, einem Ei und einer großzügig bemessenen Handvoll Grieß. Und einer Prise Salz. Während der Teig rastet, röste ich Semmelbrösel in reichlich Butter hellbraun. Die dem Tiefkühler entrissenen Marillen werden dann mit Teigportionen umwickelt, zu Knödeln gerollt und in Salzwasser mehr gesiedet als gekocht. Bis sie aufsteigen - und dann noch fünf Minuten länger, weil die Marillen ja gefroren sind.

Aus dem Wasser in die Pfanne mit den Bröseln heben, drin wälzen und bei Tisch mit reichlich Staubzucker bestreuen.

13.12.17 08:02, kommentieren

10. und 11. Dezember

Es geht in den Endspurt mit den Weihnachtskeksen. Mittlerweile sind 16 Sorten fertig, vier sind schon gebacken, müssen aber noch ausgearbeitet werden und zwei sind noch ausständig. Dementsprechend wird hierorts immer noch selten gekocht. Gestern zum Beispiel gar nicht. (Aber der Kühlschrank hat eh noch einiges hergegeben.)

Heute wollte ich Karpfen mit Kräuterkruste auf Ofengemüse servieren, habe aber dann kurzfristig umdisponiert auf gekochte Schweinszunge mit Mangoldstielen und Reis. Weil ich mir nämlich zur Gewohnheit gemacht habe, bei meinen Supermarkt-Besuchen das Fleischregal nach 50-Prozent-Reduktionen (wegen des Verbrauchsdatums) abzuklappern. Da finden sich manchmal ganz interessante Stücke, heute eben die beiden Schweinszungen, 65 Deka Fleisch um 1,50 Euro. War ich froh, dass ich den Fisch noch nicht aus dem Tiefkühler genommen hatte.

Ums Geld gehts mir aber eh weniger, sondern mehr darum, dass das Fleisch nicht weggeworfen werden muss. Ich war überhaupt erstaunt, wie viel an Innereien der örtliche Supermarkt führt, Hirn und Herz und so. Hätte ich mir gar nicht gedacht. Herz werde ich demnächst einmal ausprobieren.

Diesmal aber habe ich, weil ich eh schon im Tiefkühler zugange war, einige Restln an Suppengemüse rausgenommen und die im Reindl deponiert, die gewaschenen Zungen draufgelegt, gesalzen, das Reindl mit Wasser aufgefüllt und auf den Herd gestellt. Dann hab ich nach Gewürzen gekramt und im Kühlschrank ein bisserl Petersil und Fenchel gefunden, zwei Lorbeerblätter ins Wasser geschmissen und zwei Knoblauchzehen zugegeben.

Jetzt köchelt das ganze für zwei Stunden vor sich hin. Danach werde ich die Zungen aus der Suppe nehmen, auskühlen lassen und die Haut abziehen. Abends werde ich die aufgetauten Mangoldstiele in Butter erhitzen, salzen, mit wenig Wasser aufgießen und dünsten lassen und zum Schluss mit einem Gmachtl aus Obers und Maisstärke binden.

Daneben werde ich den Reis dünsten, eh wie immer, ohne Fett.

Den Fisch gibts vielleicht morgen. Wenn nicht wieder was dazwischenkommt.

1 Kommentar 11.12.17 14:52, kommentieren

9. Dezember

Ich hab das gestern tatsächlich geschafft. Die Fleischknöderl und die Teigwaren raus und mit der Paradeissauce vermischt, das Gemüse noch ein Viertelstünderl weitergekocht.

Heute hab ich aus der Suppe eine Schneeflockensuppe gebastelt; das Kind war entzückt. Ich auch, weil ich damit drei überflüssige Eiklar aus der Keksproduktion losgeworden bin.

So gesehen waren die drei Eiklar ein Glücksfall. Ich musste die Suppe nur zum Kochen bringen, etwas nachsalzen und die Eiklar mehr oder weniger tropfenweise in die Suppe befördern.

Nach zwei Minuten sind die "Schneeflocken" gestockt und wir haben die Suppe ausgelöffelt. Sehr nahrhaft, kann ich nur sagen ...

9.12.17 22:00, kommentieren

8. Dezember

Na, aufs heutige Mittagessen bin ich gespannt. Eigentlich sollten es Fleischknöderl in Paradeissauce mit Teigwaren werden. Aber ich fürchte ich habe mich verkocht.

Nämlich hab ich eine Portion rohe Fleischknöderl aus dem Tiefkühler genommen. Dann hab ich mir gedacht, die kann ich doch eigentlich gemeinsam mit den Teigwaren kochen. Dann, habe ich weitergedacht, könnte ich aus dem Kochwasser auch eine Suppe zaubern. Und dann, so mein logischer Schluss, könnte ich das Suppengemüse auch schon zu Beginn reinzugeben.

Das alles hätte vielleicht noch gut ausgehen können, wenn mir nicht, als ich die Teigwaren ins kochende Wasser schütten wollte, wo bereits Gemüse und Knöderl schwammen, das Packerl entglitten wäre und ich ungefähr 30 Deka Spiralen ins Salzwasser beförderte. Eindeutig zuviel.

Trotzdem kocht jetzt alles vor sich hin, und daneben eine Sauce aus einem halben Glas gekochter Kirschparadeiser, einem Rest Ketchup (bevor sich der in Richtung Penicilin weiterentwickelt), Salz und Zucker.

Wie ich es schaffen werde, alle Knöderl mit Teigwaren rauszufischen und das Gemüse drin zu lassen und dann aber nur eine Portion zu essen und den Rest aufzubewahren, muss ich mir noch gesondert überlegen.

8.12.17 11:23, kommentieren

5. bis 7. Dezember

Es ist dieselbe Geschichte, immer im Dezember. Ich backe Kekse und alles andere dümpelt.

Immerhin habe ich mir gestern mittags einen Grießkoch zubereitet, mit Orangenkakao. Sehr fein.

Abends servierte ich uns Gemüse-Eierspeis mit Vollkornbrot. Dazu schnitt ich ein paar Deka vom weißen Speck in Streiferl und briet die in der Pfanne langsam aus.  Eine kleine, mit dem Sparschäler gehobelte Karotte und ein kleines Zwiebelhapperl, zerschnitten, brieten mit. Salz und Pfeffer drüber, weiterbraten. Eine Handvoll geschnittener Chinakohl dazu, weiterbraten.

Nach ein paar Minuten goss ich zwei verquirlte Eier drüber und ließ sie stocken. Zur Deko gabs die restliche selbst gezogene Kresse drauf.

Sorry, aber jetzt muss ich wieder in die Küche laufen und mich um die Kürbiskernkipferl kümmern!

3 Kommentare 7.12.17 15:51, kommentieren

3. und 4. Dezember

Gestern waren wir eingeladen auf ein Geselchtes mit Erdäpfelpüree und gedünsteten Zwiebeln und Blattsalat - weil immer noch soviel da ist. (Aber heute bin ich draufgekommen, dass der Radicchio dringend vom Beet muss, der ist tatsächlich nicht frostfest.)

Wir mögen keine knusprig gebratenen Zwiebeln auf dem Püree. Wir mögen sie weich. Auch beim Zwiebelrostbraten übrigens, weshalb diese Speise im Restaurant leider ein no-go ist. Das Fleisch war von Labonca und schmeckte so wie vor vierzig Jahren. Als halt noch richtig geselcht wurde und nicht das Fleisch mit entsprechendem Aroma eingesprüht wurde.

An Salat gabs Endivie und Vogerlsalat.

 

Heute, zwischen den Keksen, zaubere ich mir gebratenen Radicchio mit Polenta. Dafür nehm ich zwei Mini-Happerl Radicchio und halbiere oder viertle sie und brate sie in der Pfanne mit Olivenöl rundherum an. Salz drauf, fertig.

Vorher habe ich schon zwei Handvoll Maisgrieß im beschichteten Reinderl angeröstet, gesalzen und mit hinreichend Wasser aufgegossen, kochend aus dem Wasserkocher. Einen Rest Obers habe ich auch untergerührt. Umgerührt, Hitze reduziert, Deckel drauf, eine Viertelstunde leise köcheln lassen und dann noch eine Viertelstunde ausquellen lassen, während der Radicchio brät.

Die Polenta reicht auch noch für abends, wenn wir nach einer Ad-hoc-Fenchelcremesuppe eine schnelle Paradeissauce(Glas gekochte Paradeiser in die Pfanne, zum Kochen bringen, salzen und zuckern und mit einem Gmachtl aus wenig Maisstärke und kaltem Wasser - oder Paradeissaft - binden) dazu essen werden.

Die Fenchelsuppe ist mir passiert, weil zwischen dem Radicchio ein paar frisch aufgegangene Fenchel-Jünglinge vor sich hin hungerten. Hab ich sie ausgerupft, klein geschnitten und mit einem ebensolchen mehligen Erdapfel in Salzwasser weich gekocht. Pürieren und mit Milch verlängern - paaasst.

1 Kommentar 4.12.17 11:05, kommentieren

1. und 2. Dezember

Das einzige, was ich mit meinem Herd gerade mache: ich staube ihn ab. Gestern haben wir das örtliche Nicht-mehr-Running-Sushi aufgesucht. Nachdem das Kind das neue System begriffen hatte, bestellte es wie wild, wollte sich dann aber nicht lumpen lassen und hat alles verzwickt.

Im Anschluss mussten wir einen Teil des Heimwegs fußläufig zurücklegen. Zum Glück sind wir auf dem Glatteis nicht ausgerutschtt, sonst wären wir heim gerollt.

Heute haben wir den diesjährigen UNO-Bazaar besucht und uns dort verpflegt. Ich muss sagen: die Sache hab ich unterschätzt. Der Andrang war massenhaft, die Veranstaltung war laut und bunt und vielfältig. Und zu essen gabs jede Menge. Wir haben Sachen aus Indonesien, Sri Lanka und Kenya probiert.

Es waren Menschen mit Einkaufswagerl unterwegs, am Ende vollgestopft. Manche haben sich Essen ins mitgebrachte Schüsserl geben lassen und dieses eingesackt. Aus Südafrika waren Schnittblumen eingeflogen worden, da hab sogar ich nicht widerstehen können und einen Strauß gekauft. Also: einen Strauß Blumen. Ob es auch die Vögel gab, kann ich nicht sagen. (Aber nach den heutigen Erfahrungen würde ich es nicht für unmöglich halten.)

Insgesamt eine beeindruckende Veranstaltung, sagt eine zukünftige Stammgästin.

2.12.17 21:17, kommentieren

29. und 30. November

Was dem Kind heute freudiges Indianergeheul entlockte, brachte mich zur schlimmsten Flucherei der letzten Wochen: es schneit. Wetterbedingt zerfielen sämtliche meiner Aktivitätspläne zu Staub, auch gleich die inhäusigen, und ich kletterte in den Keller, um dem Tiefkühler als Trost eine Portion Rahmherz mit Semmelknödel zu entreißen.

Das habe ich mir dann aufgewärmt, habe aber wenigstens vorher eine ordentliche Portion Chinakohl gegessen, mit der Nachschub-Marinade meiner Mutter (danke!). Für den Nachtisch habe ich zwei Stück Schokokuchen mit Rhabarber aufgetaut, von denen aber eins ziemlich sofort als Gustohappen verschwunden ist. Das zweite werde ich mir demnächst schmecken lassen. Bevor ich mich mit einem Krimi in die Untätigkeit zurückziehe.

(Oder mich kurz ins Freie wage, um den restlichen Salat, der schon traurig schaut, aber anscheinend noch lebt, zu ernten und in den eh schon übervollen Kühlschrank zu stopfen. Vermutlich müssen die Pflanzen aber bis morgen ausharren.)

Gestern musste ich auch nicht kochen, weil D mich in ein ceylonesisches Lokal verschleppen wollte, das aber mittlerweile geschlossen war. So brachte ich meinen Gegenvorschlag durch, und wir kosteten uns durchs Buffet von eat-bio.at. Hier werden vorrangig indische Speisen angeboten - die übrigens auch in den Wiener Raum geliefert werden.

Beides probiert, aber dorthin zu pilgern und sich den Bauch vollzuschlagen ist eindeutig die bessere Variante. Weil eine im Zweifelsfall noch gach ein Naan oder einen Chai nachschieben kann.

Ein Gedicht, kann ich euch sagen. 

 

30.11.17 11:53, kommentieren

28. November

Man muss als Sparköchin auch mit Misserfolgen leben können. Wie zum Beispiel dem heutigen Mittagessen. Zucchinitopf ist eine schönfärberische Benennung, mir würden weit sprechendere Begriffe einfallen.

Im noch nicht aufgeräumten Teil des Tiefkühlers hat sich nämlich ein Packerl geraspelte Zucchini aus dem Vorjahr gefunden. (Ich hätte es den Hendln verfüttern sollen.)

Das habe ich aufgetaut und mit wenig Fett und dem Rest der Bohnencreme erhitzt, gesalzen, mit Mehl gestäubt und einen kleinen gekochten Erdapfel reingeschnitten, - Die einzige Lösung war, einen ganzen Löffel des ungarischen Teufelzeugs reinzurühren. Jetzt war die ganze Sache derart höllenscharf, dass der Ungeschmack auch schon egal war.

Aber nun zu etwas hoffentlich Erfreulicherem, nämlich dem heutigen Abendessen, für welches ich Erdäpfelschnecken mit Chinakohlsalat geplant habe. Der Salat war der erste Schritt. Den habe ich vorhin frisch geerntet und einen Teil in feine Streiferl geschnitten, gesalzen und mit Wiener Marinade begossen. (Heute Abend werde ich meine Mutter um Nachschub bitten müssen, weil es immer noch erstaunlich viel Salat auf der Terrasse gibt; ich hoffe der hält frostmäßig noch bis morgen durch. Heute schaffe ich die Ernte nicht mehr, weil ich schon drei Schüsseln voll Trauben in die Küche geschafft habe. Um die muss ich mich zuerst kümmern.)

Von den Zucchini hab ich einen gehäuften Esslöffel voll aufgehoben, und es sind noch vier gekochte mehlige Erdäpfel und zwei dünne Scheiben Schweinsbraten da. Ergibt sich die Fülle von selbst: die Erdäpfel durch die Quetsche drücken, den Schweinsbraten kleinst schneiden. Mit den Zucchini in eine Schüssel geben, salzen und ein wenig Gewürzmischung dazu. Ein Ei versprudeln und den Großteil zur Fülle geben, alles gut verrühren.

Auf einen Blätterteig streichen (Ränder frei lassen, eh klar), diesen fest einrollen und quer Scheiben runterschneiden. Diese auf ein Blech mit Backpapier verteilen und mit dem Rest des Eis bestreichen. Bei 180 Grad Heißluft goldgelb backen und mit dem Salat servieren. Oder mit Kräuterrahm, wem das mehr behagt.

1 Kommentar 28.11.17 15:29, kommentieren

27. November

Heute hat der Tiefkühler Pause, heute muss ich experimentieren. Weil nämlich gestern die Kraut-Ernte eingeholt wurde (drei weiße und zwei rote Happerl bereichern den Schuppen der Sparköchin), und eines der Rotkräuter hatte ein paar kleine Nebensprossen.

Wär doch schad gewesen um die. Hab ich sie gewaschen, die größeren geteilt, und in Sonnenblumenöl angebraten, gesalzen, leicht gezuckert und mit wenig Wasser angegossen, zugedeckt, und jetzt schmurgeln sie. In wenigen Minuten werde ich ein weiteres Scheiberl vom Schweinsbraten drauflegen, zum Erwärmen. Die restlichen Teigwaren von gestern hab ich aufs sonnige Fensterbrett gestellt und hoffe, dass sie bis zum Essen zumindest Zimmertemperatur angenommen haben werden.

Man soll eh nicht zu heiß essen.

Wie ich das nenne? Schweinsbraten mit gedünsteten Rotkrautsprossen und Teigwaren. "Reste mit Abfällen" klingt so unelegant.

1 Kommentar 27.11.17 12:12, kommentieren

26. November

Dafür, dass ich heute zwei Laden des Tiefkühlers gesichtet und geschlichtet habe und anschließend dem Lurch mit dem Staubsauger zuleibe gerückt bin, habe ich mich mit einem Aufenthalt in der Küche belohnt. Herausgekommen ist neben dem Mittagessen - gebratener Schopf mit Buttergemüse, Speckfisolen und Teigwaren nach einer Broccolicremesuppe - eine Kürbiscremesuppe und eine Bohnencreme (Hummus Viennensis). Und mit dem Blätterteig werde ich heute auch noch was tun, habe ich mir vorgenommen.

(Ich glaube, ich weiß schon, was: aus einem Teil des Teigs werde ich Tascherl schneiden und die mit Powidl füllen. Den Rest werde ich mit gekochten Erdäpfeln, Gemüse und klein geschnittenem Schweinsbraten füllen, aufrollen und quer zu Schnecken schneiden und die ebenfalls backen. Vielleicht investiere ich sogar ein Ei: den Dotter in die Fülle und mit dem Klar die Tascherl und Schnecken bestreichen ... )

Angefangen habe ich mit der Bohnencreme. Die weißen Bohnen hatte ich schon gestern Abend eingeweicht, heute hab ich sie weich gekocht, und danach mit einem Teil des Kochwassers, Salz, Knoblauch, Zitronensaft und Olivenöl püriert. Köstlich.

Nachdem ich es  (nicht allzu genau) ausgeputzt hatte, hab ich im selben Reinderl eine Handvoll Kohlrabiwürfel und drei kleine scheiblierte Karotten mit Butter, Salz und Pfeffer bissfest gedünstet.

Nebenbei hab ich die letzten original apulischen Teigwaren gekocht.  Das Fleisch habe ich aufs fast fertig gedünstete Gemüse gelegt und so erhitzt.

Und nach dem Essen wurden im selben Reinderl mit wenig Wasser Erdapfelschalen ausgekocht, danach das Kochwasser von den Teigwaren zugegeben, gesalzen und darin das letzte Viertel vom Hokkaido und einen Erdafpel, beides klein geschnitten, weich gekocht und hernach püriert. Das wird, mit einem Achterl Milch, unsere nächste Suppe werden.

Aus dem Tiefkühler kamen neben dem Kohlrabi auch die Prinzessbohnen, die ich in ausgebratenem Speck erhitzt und dann gesalzen habe, und die sechs Scheiben Schweinsbraten von vor vier Wochen. Zwei haben wir heute mittags verdrückt. Für die restlichen wird mir auch noch was einfallen. Und für den Rest der Teigwaren.

2 Kommentare 26.11.17 15:14, kommentieren

25. November

Dass sich das heutige Mittagessen noch ausgeht, hat mich selbst verwundert. Aber jetzt bäckt das bunte Ofengemüse im Rohr, bis das Kind nach Hause kommt. Vorher gibts noch eine Broccolicremesuppe.

In die flache Auflaufform kam reichlich vom neuen italienischen Olivenöl und dann zwei speckige Erdäpfel, geschält und dünn scheibliert. Salz drauf und vorerst mal rein ins Backrohr, bei 190 Grad Ober- und Unterhitze.

Der nächste Schritt war, drei größere Topinamburknollen zu bürsten und ebenfalls zu scheiblieren, und dann mit einem Viertel Hokkaido, aus Zeitgründen ungeschält, genauso zu verfahren.

Raus mit der Auflaufform, die Topis und den Kürbis gut drin verteilt, mit Salz und Gewürzmischung verbessert, knapp einen halben Becher Obers drüber geträufelt und einen Rest geriebenen Parmesan draufgestreut. Wieder ins Rohr gegeben. Aber jetzt, nach 20 Minuten, denke ich, dass 190 Grad zuviel sind. Ich werde auf 160 Grad runterschalten. Und das Gemüse noch 20 Minuten drin lassen.

25.11.17 13:56, kommentieren