Der Sparküche-Blog.

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noch immer 28. April

Um euch auf dem laufenden zu halten: ich habe es nicht geschafft, nur die Suppe zu essen und habe nachher noch ein kleines Stück Linzer Torte verdrückt.

Die Suppe übringens habe ich, inspiriert von den gestrigen Sushi und Maki, nach Fernost geschickt, indem ich das Sojasaucen-Brieferl in meine Portion gegossen  und mit Piripiri nachgewürzt habe.

Weil ich mit letzterem wieder nicht vorsichtig genug war, brennt mir jetzt noch der Schlund von diesem Fake einer asiatischen Hühnersuppe mit Nudeln und Gemüse ...

28. April

Für heute habe ich mir einen vorsichtigen Esstag verordnet, weil ich schon wieder dazu tendiere, meine Portionen schleichend ergiebiger werden zu lassen. Und das geht ja jetzt gar nicht.

Also werde ich heute nur der Hendlsuppe zusprechen, die mit Buchstaben, Gemüse und Hendlfleisch aber eh gut ausgestattet ist.

Das Kind wird eine Portion Reis mit Paradeissauce verschmausen und hoffentlich zufrieden sein.

 

Ich bin aber heute trotzdem schon in der Küche gestanden. Weil mir eine Sellerieknolle zugekommen ist, eigentlich als Hendlfutter gedacht, aber in Wirklichkeit noch viel zu schön dafür.

Also habe ich kurzerhand beschlossen, Selleriesalat in Balsamico daraus zu schnitzeln.

Ich habe die Knolle geschält und in eher dünne Streifen geschnitten. (Die Schalen und Reste hab ich gewürfelt für die Hendln, damit die doch auch was davon haben. Aber das nur nebenbei.)

Die Streiferl wurden in Salzwasser mit einem Lorbeerblatt geköchelt, bis sie bissfest waren, überkühlt und locker in Twist-Off-Gläser geschlichtet. Derweil hab ich vom Balsamico-Einlegeessig ein halbes Häferl voll leicht gezuckert und bis knapp vorm Siedepunkt erhitzt.

Mit dem Sud hab ich die Gläser randvoll aufgefüllt und sofort fest verschlossen. Normalerweise entwickelt sich trotzdem genug Vakuum, um die Gläser dicht zu halten. Aber bei eingelegten Dingen muss eine sowieso regelmäßig kontrolleren, ob sich Unregelmäßigkeiten ersehen lassen.

Oder die Gläser einfach ein paar Jahre im Regal stehen lassen und riskieren, dass dann die eine oder andere Stinkbombe zu entsorgen ist. Das hatten wir hier auch schon, ähem.

27. April

Weil ich heute M zu Gast hatte, was mich sehr freute, bin ich auf den Markt gefahren und habe dort für eine Hendlsuppe und für Hühnerleber nach Art der Sparköchin mit Reis eingekauft. Anstandslos hat die Standlerin übrigens meine mitgebrachten Gschirrln angefüllt, und wir haben uns beide gefreut.

Zu Hause dann hab ich erstmal die Hälfte vom Hühnerjungen (oder wie immer man dieses Wort dekliniert, jedenfalls war es ein Hühnerrücken und einige Herzen und Mägen) mit Gemüse aus dem Tiefkühler und einem Lorbeerblatt und Salz für die Suppe angesetzt. Die andere Hälfte hab ich eingefroren.

Für die Leber hab ich alles vorbereitet und eine halbe Stunde vor dem Eintreffen des Gastes zu kochen begonnen. Nämlich habe ich den Reis zum Dämpfen hingestellt und in der Pfanne einen Löffel Schmalz zerlassen. Darin wurden erst drei kleine Zwiebelhapperl, grob geschnitten, angebraten und dann der halbe Kilo Leber, gleich im ganzen.

Als das nach einigen Minuten alles ordentlich gebrutzelt und gezischt hat, habe ich mit also schon einem ordentlichen Schluck Madeirawein abgelöscht, gesalzen und gepfeffert und weiter gerührt. Dann kam ein Glas gekochte Paradeiser dazu (ein Viertelliter etwa) und zwei geschälte gewürfelte Äpfel. Natürlich auch ein Zweig Rosmarin, und ein bisserl Zucker als Ausgleich für die Säure der Paradeiser.

Weil das immer noch zuwenig Saft ergab, habe ich mit Wasser aufgegossen, bis alles bedeckt war, und habe das ganze vielleicht zehn Minuten tüchtig schmurgeln lassen.

In den letzten Minuten habe ich noch eine Portion Buchstaben in Salzwasser gekocht und zur Suppe gegeben.

 

Natürlich habe ich viel zuviel gekocht, aber ich habe am Nachmittag kalt lächelnd drei Becher voll eingefroren, ohne Reis natürlich (der wartet im Kühlschrank auf seine neue Bestimmung). Nur eine Portion hab ich übrig lassen, weil ich dem Kind versprochen hatte, dass wir daraus einen Leberaufstrich machen. 

Wir hätten die Lebern klein geschnitten und mit dem Safterl samt Zutaten vorsichtig püriert und eventuell noch ein bisserl Schmalz dazugegeben. Wenn schon, denn schon.

Haben wir aber nicht, denn als das Kind abends mit veritablem Appetit ankam, verspeiste es die ganze Portion ohne Zögern und mit Genuss.

Vielleicht das nächste Mal.

25. und 26. April

Gestern ist Kochen total ausgefallen, weil ich mir 1a den Magen verdorben habe. Heute gehts wieder halbwegs, also habe ich Pasta mit Spargelcreme zubereitet. Werden sehen, wieviel davon ich essen kann.

Erst habe ich den in Stücke geschnittenen Grünspargel, den ich dem Gemüsebeet entrissen hatte, in Wasser blanchiert und hernach im selben Wasser die Abschnitte zehn Minuten ausgekocht.

In der Zwischenzeit habe ich, ganz gegen meine Gewohnheit, aber der Schlagobers war aus, aus einem Deka Butter und einem Deka Mehl eine Einbrenn bereitet, gesalzen und mit kalter Milch aufgegossen, ungefähr ein gutes Achterl wirds gewesen sein. Ein paar Safranfäden kamen auch hinein.

Während das vor sich hin köchelte, habe ich die Spargelabschnitte aus dem Wasser gehoben (die sind jetzt Hendlfutter), Wasser und Salz zugegeben und darin die letzten Hörnchen gekocht.

Und ich habe die Spargelstücke in die Sauce gegeben, ein Osterei geschält und halbiert und ein bisserl Schnittlauch geschnitten, damit wir auch ein bisserl Garnitur haben.

Wenn ihr morgen wieder nix lest von mir, hab ich das "normale" Essen doch noch nicht so gut vertragen ...

23. und 24. April

Gestern, ich gestehe es ungern, haben wir es geschafft, bei einer geburtstäglichen Esserei den Kalorienbedarf von zweieinhalb Tagen in zweieinhalb Stunden zu verzwicken.

Daraufhin habe ich heute zumindest für mich versucht, Schmalhanna Küchenmeisterin sein zu lassen und mir eingebrannte Erdäpfel nach Art der Sparköchin mit Osterzunge und Blattsalat verordnet. Letzterer passt nicht zum Essen, das ist mir bewusst, musste aber wegen der Vitamine sein.

Für die Hauptspeise habe ich also zwei größere speckige Erdäpfel geschält und in dünne Scheiberl geschnitten. Daneben habe ich einen Teelöffel Schmalz zerlassen und mit einem Deka Mehl zu einer hellen Einbrenn gebraten (oder wie immer eine sagt) und mit einem knappen Vierterl Wasser aufgegossen, gesalzen, je ein Stammerl Oregano und - weil ich gach den Thymian nicht gefunden habe - Bohnenkraut reingeschmissen und alles ein paar Minuten köcheln lassen.

Dann die Erdäpfel hinein, Deckel drauf und zugedeckt 10 - 15 Minuten schmurgeln lassen. In der Zwischenzeit hab ich erstens ein Ende einer geselchten Osterzunge von Labonca in Scheiben geschnitten und zweitens noch einen Rundgang durchs Gärtlein gemacht und eine Handvoll Zeugs gepflückt. Löwenzahn, Pimpinelle, Pflücksalat, Estragon und Basilikum.

Die Mischung war derart würzig, dass nur wenige Tropfen Essig genügten. 

Die Zunge hab ich bei Tisch in den Teller gelegt, die Erdäpfel drüber, und fertig. Und: es ist tatsächlich von den Erdäpfeln etwas übrig geblieben! Die werden vermutlich am Abend die Basis einer Suppe werden.

22. April

Die von gestern noch vorhandenen Hörnchen, also die Teigwaren, werde ich mit einem Stück Butter und einem Löffel Wasser erhitzen. Danach gehen die beiden Mittagessen getrennte Wege.

Das Kind wird sich über seine Portion einen Rest geriebener Nüsse und viel Zucker streuen und also Nussnudeln mit Apfelkompott essen.

Über mein Schüsserl kommt ein Löffel vom Trüffelpesto, und es werden also Teigwaren mit Trüffelpesto mit Rote-Rüben-Salat dazu werden.

Mehr isses heute nicht.

21. April

Die Restlesserei ist jetzt vorbei. Allerdings hab ich doch auch ein halbes Schüsserl Hendlfutter generiert, weil einige Dinge uns nicht mehr zugemutet werden konnten. Deshalb liebe ich die Kolleginnen ja so. Die arbeiten solche Dinge direkt in Eier um.

Heute jedenfalls verwöhne ich uns mit Pasta in Safran-Obers-Gemüse. Köstlich, kann ich euch sagen. Und fast keine Patzerei.

Erst habe ich zehn Deka Spargel geputzt und die Abschnitte in Wasser ausgekocht. Dann habe ich eine große Karotte geschält und in Stiftln geschnitten und gleich im beschichteten Reinderl fettfrei angebraten. Nach drei Minuten wurde gesalzen und noch drei Minuten weitergebraten. 

Jetzt kam ein halber Becher Obers dazu, ein paar Safranfäden und der Spargel; alles wurde aufgekocht und köchelte dann ein paar Minuten. Derweil habe ich die Spargelabschnitte aus dem Wasser entfernt, gesalzen und zwei große Portionen Hörnchen drin eingekocht.

Als die fast weich waren, kam zum Gemüse eine halbe Handvoll blanchierte Prinzessbohnen aus dem Tiefkühler, weil sie mir dort schon längere Zeit im Weg waren. Noch einmal aufgekocht, die Hälfte der Teigwaren untergehoben und bei Tisch mit den letzten Kirschparadeisern dekoriert.

20. April

Tut mir Leid, nichts Neues hier. Außer Resteessen. Heute war die Lammsuppe mit selbstgemachten Nudeln dran.
Und den Rest der Polenta werde ich morgen zu Hendlfutter umwidmen müssen, fürchte ich.

Aber morgen plane ich zumindest wieder ein Mittagessen zu kochen.

19. April

Der Resteverwertung zweiter Teil ist die heutige Verpflegung. Es wird uns gelingen, das Bauchfleisch samt Gemüsereis, die Polenta und den Pusstasalat zu vernichten.

18. April

Heute habe ich bereits mit der Resteverwertung begonnen. Mitags gab es zwar nur Pizza, aber abends habe ich Gemüsereis mit Salat auf den Tisch gestellt. Was so banal klingt, hat uns in Wirklichkeit vorzüglich gemundet.

Gestern schon nämlich habe ich - wenn so ein Bauchfleisch so lange im Rohr ist, hat eine zwischendurch massenhaft Zeit - den überfälligen Grünspargel und einige Roserln vom Romanesco, die mir zugefallen sind, zugeputzt und blanchiert. Das ergab ein gehäuftes Salatschüsserl voll.

Also habe ich heute nur mehr ein Stück Butter zerlassen, dort das Gemüse kurz angebraten, gesalzen und den Rest vom Reis zugegeben. Ein Schluck Wasser durfte auch nicht fehlen. Mir hab ich bei Tisch ein paar Chiliflocken gegönnt.

Jetzt sind auch die Reste vom Blattsalat und von den Rahmgurken weg. Nur den Pusstasalat haben wir noch nicht gänzlich geschafft.

Und, ha!, es ist ein Rest vom Gemüsereis übrig geblieben. Den sehen wir morgen nochmals ...

Ostern

Jessas. Ich bin schon wieder hintennach mit dem Eintragen. Obwohl - oder weil? - wir sehr gut gegessen haben. Am Sonntag zum Beispiel geschmorte Lammstelzen mit Erdäpfeln und Salaten.

Am Ostermontag dann habe ich zurück eingeladen und ein Bauchfleisch von Labonca ins Rohr geschmissen. Auf die einfache Art: in der Bratfolie, mit ein paar Erdäpfeln dabei. Außerdem gabs Polenta und Reis und Blattsalat und Rahmgurken und Pusstasalat. Bauchfleisch mit Trallala eben.

Dem Bauchfleisch habe ich quer zur Faser Schnitte in die Schwarte geschnitten und diese mit einer Mischung aus Salz und gehacktem Knoblauch gefüllt. Das kam  in eine Bratfolie, gemeinsam mit ein paar geschälten speckigen Erdäpfeln, und auf dem Rost ins Rohr.

Dort briet es eine Dreiviertelstunde bei 200 Grad, dann bei 180 und später bei 140 Grad, insgesamt vielleicht knappe drei Stunden. Es hat sich fast ein Vierterl Schmalz ausgebraten, aber das Fleisch war gottvoll weich und das Schwarterl ordentlich knusprig. Dem Safterl haben wir natürlich ordentlich zugesprochen.

Die Rahmgurken habe ich schon am Vortag aus dem (großen) Rest der Gurke vom Taboule, einem Rest Rahm sowie Salz und gehacktem Knoblauch gemacht. Der Pusstasalat kam aus einem geschnorrten Glas. Am Reis war nix Außergewöhnliches.

Für die Polenta habe ich ein Vierterl Wasser mit einem ordentlichen Schuss Obers und hinreichend Salz zum Kochen gebracht, Polentagrieß einrieseln lassen (unter ständigem Rühren) und bei geringer Hitze ausquellen lassen.

 

Natürlich sind Reste geblieben. Um die werde ich mich in den nächsten Tagen kümmern.

Karsamstag

Heute habe ich offensichtlich küchenmäßig einen guten Tag. Möge das anhalten, ich muss noch das Abendessen kochen.

Was bisher geschah: mittags haben wir uns redlich bemüht, der Reste Herr bzw. Frau zu werden. Eine kleine Portion ging trotzdem an die Hendln. (Gut, dass es sie gibt.) Außerdem habe ich einen Schoko-Nuss-Gugelhupf gebacken, dreimal dürft ihr raten, warum.

Richtig. Weil ich so wieder ein paar Restln angebracht habe. Und ich habe sechsunddreißig Mini-Osterhasen geformt. Nummer 16 bis 27 backen gerade. Der Germteig ist mir wunderbar gelungen wie schon lange nimmer. Ich habe den Verdacht, das liegt daran, dass ich aufs gesunde Bio-Dinkelmehl verzichtet habe und das glatte Eselmehl genommen habe, das mir schon von mehreren Seiten fürs Backen empfohlen worden ist.

Abends werde ich eine Pastinakencremesuppe servieren und danach Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Letzteres muss ich noch ein bisserl aufpeppen, mit Zucker und vielleicht einem Hauch Stärkemehl, weil es mir zu flüssig ist.

Für die Suppe hab ich gestern schon die Gemüseschalen und einen überzähligen Erdapfel ausgekocht und jenen und den Sud aufgehoben. Heute hab ich von dem Glas gekochte Paradeiser ein paar Löffel Saft dazugegeben. Abends kommen zwei Handvoll  Pastinakenwürferl hinein und Salz und vielleicht noch etwas Wasser. Das wird dann geköchelt, bis alles pürierfähig ist. Verfeinert wird mit einem Rest Obers und vielleicht wenig Curry.

Oben drauf kommt ein Rest Kresse. Wer mag, darf sich die restlichen Käsekrusterl einverleiben.

Den Kaiserschmarrn werde ich aus nur einem Ei machen, wobei ich das Klar zu einem Schnee schlage. Zum Dotter kommt ein Vierterl Milch und eine Prise Salz und soviel Mehl, dass die Sache ziemlich dickflüssig wird. Dann hebe ich den Schnee unter und gieße die Masse in die Handgeschmiedete, in der ich zuvor ein hinreichend großzügiges Stück Butter zerlassen habe.

Und dann weiter wie üblich: auf der ersten Seite backen lassen, in Teilen umdrehen und immer wieder wenden und schaufeln. Am Schluss einige Minuten bei abgeschalteter Herdplatte ziehen lassen.

Bei Tisch ordentlich zuckern - oder, wie das Kind sich heute wünscht: mit Ahornsirup beträufeln. Und das Apfelmus nicht vergessen.

noch immer 14. April

Grad komm ich drauf, dass ich euch die Nachspeise von vorgestern verschwiegen habe. Das hab ich auf die einfache Art gelöst, wobei auch ein Überraschungseffekt dabei war.

Also: ich war überrascht. Nämlich hab ich übersehen, dass der Bio-Blätterteig kleiner ist als der normale, und ich nur vier Mangoldtascherl rausgebracht habe. Aus dem schmalen Rest hab ich drei Teile geschnitten und eine Fülle aus Apfelmus, Zucker und Marzipan hineingetan.

Ich hab dann alle Tascherl mit Ei bestrichen und gemeinsam gebacken, und die süßen sind als Nachspeise gut angekommen.

Na bitte.