Der Sparküche-Blog.

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23. Juli

Typischer Fall von Fehlplanung. Der ursprüngliche Gedanke war: am Sonntag gehen wir baden. Dann in der Früh Donner und Regen. Also flink umgeplant auf: Haushalt und Küche. - Eh auch nicht wertlos, aber jetzt mittags wieder Sonnenschein. Und wir nicht baden.

Dafür haben wir gut gegessen, und die Melanzani sind auch in den Glaserln.

Die Gemüsesuppe von gestern, die ich gleich im Reinderl vom gebratenen Gemüse mit Karotten, Fenchel, Knoblauch und Zwiebelschlotten und einem Erdapfel gekocht habe, hab ich umgeleert ins Reinderl, in dem ich die ersten Paradeiser eingekocht habe, da wurde sie gleich nochmals aromatisiert. Außerdem hab ich einen Rest Buchstaben eingekocht - wieder ein Sackerl weniger im Kuchlkastel. 

Nach der Suppe gab es Couscouspuffer mit Salat, und als Abschluss Melone. Die geht dem Kind bei weitem besser durch den Schlund, seitdem ich mir die Arbeit antue und Kugerln aussteche. Die Reste werden von den Hendln wohlwollend angenommen.

Der Salat bestand aus den ersten eigenen Paradeisern, ein paar Salatblättern, einer kleinen Gurke und etwas Portulak.

Und die Puffer aus dem restlichen Couscous, einem großen Ei, ein paar Löffeln geriebenem Parmesan, Salz und Gewürzmischung. Gebraten habe ich sie in der Handgeschmiedeten mit dem Restöl von den Melanzani, die ich eingeglast habe, bei eher moderater Hitze.

 

Für diese Melanzani übrigens, falls das jemand wissen mag, habe ich die Melanzani in kleine Würfel geschnitten. Hätten aber auch Scheiben sein können. Dann hab ich die Pfanne erhitzt, reichlich (wirklich reichlich) Olivenöl drin erhitzt, gehackten Knoblauch und zerzupften frischen Rosmarin reingegeben und dann portionsweise die Melanzaniwürferl. 

Ich habe alles bei eher größerer Hitze unter gelegentlichem Umrühren weich gebraten, gesalzen und kurz weitergebraten, noch Öl zugegeben, weil ich anfangs zu sparsam war, nochmals erhitzt und dann kleine Gläser randvoll mit der Mischung befüllt und sofort verschlossen. Erstaunlicherweise ist sich die Menge, in drei Portionen, genau für sechs kleine Glaserl ausgegangen, ohne dass ich kosten konnte.

Bei einem der Glaserln hat sich beim Abkühlen leider kein Vakuum gebildet - das Zeug muss wirklich sehr heiß sein beim Verschließen -, und so bin ich gezwungen, den Inhalt in einigen Tagen zu verkosten. 

Ist mir fast peinlich.

22. Juli

Heute habe ich wieder Gemüse vom Beet in die Küche geschleppt. Lauter kleine verhutzelte Portiönchen, die der normale Konsument vermutlich ohne viel Aufhebens entsorgen würde. Aber ich gedenke daraus drei oder vier Mahlzeiten für uns zu bereiten. Nur die Paprika, die schenke ich weiter, die mögen wir beide nicht. Aber sie schauen so schön aus auf dem Beet!

Ich kochte für mich allein und konnte deshalb experimentativ sein. Und habe natürlich wieder Reste verwertet. Zum Beispiel die fünf Fisolen. Oder die gekochten Karpfenabschnitte, die zu schön für die Hendln waren. Und drei kleine Karotten, die auch da waren und weg mussten. Und den letzten Frühlingszwiebel.

Genau. Also hab ich einen Rest Couscous gesalzen und mit kochendem Wasser übergossen. Im beschichteten Reinderl hab ich Olivenöl erhitzt und die Karotten, mit dem Sparschäler gehobelt, und den scheiblierten Frühlingszwiebel angebraten. Die Fisolen hab ich in Stücke gebrochen und blanchiert und dann zugegeben. Ein Brieferl Sojasauce auch, und etwas Salz, und am Schluss die drei Esslöffel Fischstücke. 

Als alles heiß war, habe ich noch ein Zweigerl Portulak hineinzerpflückt und mit zwei Teeölffeln vom ungarischen Teufelszeugs (das mir mittlerweile gar nimmer sooo teuflisch vorkommt) nachgeschärft.

Auf den Teller damit und zwei Esslöffel vom Couscous oben in die Mitte drauf. Wie das heißt? Couscous mit Fisch und gebratenem Gemüse vielleicht?

20. und 21. Juli

Gestern habe ich eine gefüllte Melanzani auf Paradeissauce im Rohr gebacken. Heute haben wir auswärts gegessen. Sehr gut, übrigens.

Aber gestern war ich noch selber am Werken. Auf meiner Terrasse habe ich drei, selbst aus Samen gezogene, Melanzanipflanzen in Töpfen stehen und habe es trotz der Hitze bisher immer rechtzeitig mit dem Gießschlauch geschafft, so dass wir mittlerweile schon drei oder vier Stück geerntet haben und noch einige auf der Pflanze hängen.

Jedenfalls hab ich eine davon abgeschnitten, gewaschen, längs halbiert und das Innere mit einem Kugerlausstecher ausgehöhlt. Die Melanzanihälften sowie das Innere habe ich in der Handgeschmiedeten mit wenig Olivenöl rundherum angebraten.

Derweil hab ich zwei Ochsenherz-Paradeiser, die ich dem Gemüsebeet zum Glück bereits entreißen konnte, klein geschnitten und ohne Wasser kurz gekocht, in eine ofenfeste Form gegossen und mit Salz, Pfeffer und Zucker gewürzt.

Außerdem hab ich aus dem restlichen Reis, einem großen Ei, dem Inneren der Melanzani, gehackten Kräutern, Salz und einem kleinen Rest vom geriebenen Parmesan eine Fülle gemischt und diese in die Melanzanihälften gehäuft, die ich auf die Paradeiser gelegt hatte. Zwei Esslöffel davon wollten partout nicht mehr hineinpassen, die hab ich in der Handgeschmiedeten, die eh immer noch heiß war, zu einem Puffer gebraten.

Die Melanzani kam bei 200 Grad Heißluft ins Rohr und wurde dort eine Viertelstunde gebacken, dann musste ich weg und hab den Ofen abgedreht, aber die Form drinlassen, und als ich wieder heimkam, musste unser Essen nur noch zehn Minuten durcherhitzt werden. Super-System, muss ich sagen.

19. Juli

Heute endlich werden wir die mit einem Rest Obers verfeinerte Zucchinicremesuppe essen. Als Hauptspeise gibt es eine Planänderung, nämlich Eiernockerl mit Salat. Danach eine kleine Portion Marillen-Trauben-Joghurt mit Honig. Das griechische. Joghurt.

Weil das Kind nämlich als Kind der Sparköchin am Sonntag Praxisunterricht Getreide hatte. Eigentlich sind wir mit dem Rad unterwegs gewesen, weil ich gern Kriecherl gehabt hätte. Waren aber keine zu sehen.
Auf unseren Irrwegen sind wir bei mehreren Getreidefeldern vorbeigekommen, wo schon abgeerntet war. Nur einige verlorene Halme sind noch herumgestanden. Die hab ich nachgeerntet und dem Kind bei der Gelegenheit gleich ein bisserl was zum Thema erzählt. Es kennt jetzt die Begriffe Getreide, Ähre und Granne. Und Spelzen.
Zuhause haben wir die Halme von den Ähren getrennt und die Ähren gedroschen und die Spelzen entfernt.
Das hat uns zwei Stunden lang beschäftigt, und am Ende hatten wir 30 Deka Getreide im Schüsserl.

Davon haben wir heute eine Handvoll für Sprossen beiseite gegeben. Den Rest hat das Kind in der hauseigenen Getreidemühle zu Mehl vermahlen. Immerhin 27 Deka sind rausgekommen. Natürlich inklusive der Kleie, aber das haben wir erstmal vernachlässigt.

Elf Deka von dem Mehl habe ich mir für einen schnellen Marillenkuchen genommen, zehn für den Teig und einen für das Ausstreuen der Form. Das restliche Mehl werde ich demnächst mit einem Ei, Salz und Wasser zu einem Nockerlteig verarbeiten, diesen durch mein neu erworbenes Nockerlsieb in kochendes Salzwasser drücken und die Dinger kochen, bis sie aufsteigen.

Dann werde ich sie abschöpfen und ins heiße Nebenreinderl fallen lassen, wo schon die zerlassene Butter auf sie wartet. Wenn alle Nockerl drin sind, nehme ich es vom Herd, klatsche ich zwei Eier hinein, salze und verrühre alles gut, so dass die Eier stocken können, derweil wir die Suppe essen.

Der Salat besteht aus Gurke, Kirschparadeisern und Portulak.

 

Die restlichen Körndln weichen gerade in Wasser. Abends werde ich das Wasser abgießen und die Dinger tagelang feucht halten und zwischendurch spülen, bis uns die Keime gefallen und in der nächsten Eierspeise landen. Oder in den Nudeln mit gebratenem Gemüse. Oder sonstwas Gutem.

Die Halme haben wir als Trinkhalme ausprobiert, was aber wegen des geringen Durchmessers ziemlich mühsam ist. Die restlichen nicht geknickten hebe ich für den Advent auf, dann werden wir sie in Wasser einweichen, sodann bügeln und zu Strohsternen verarbeiten.

Null Müll, denn den Abfall vom Dreschen hab ich den Hendln in den Stall gestreut. 

18. Juli

Phhh. Heute wollte ich eine Portion Reis mit dem Rest vom Trüffelpesto essen. Aber: es war bereits angeschimmelt. So ein Mist.

Jetzt bin ich böse und habe mir unter den Reis einfach den Rest von der Sauce Hollandaise gemischt. Und ich esse einen ungarischen Paprika dazu.

17. Juli

Das Marillen-Tiramisu war super, kann ich euch sagen. Werde ich mit anderem überflüssigen Obst bei Gelegenheit auch wieder probieren.

Heute gab es davor, nach der gestern geköchelten Suppe, gebratene Melanzani & Paradeiser mit Reis und Gurkensalat.

Letzterer ganz einfach: Gurke schälen, längs halbieren und entkernen (weil die Feldgurken tatsächlich unessbare Kerne haben, leider), in halbe Scheiben schneiden, salzen und mit Wiener Marinade begießen.
Ich hab übrigens schon wieder eine Gurke übersehen, die hängt jetzt riesengroß und schon gelb an der Pflanze. Jetzt pfeif ich aber drauf und lass sie hängen und hoffe, dass wir dann daraus Samen ernten können. Damit das Kind was lernt fürs Leben.

Außerdem habe ich erstens drei Portionen Reis zum Dünsten hingestellt und danach drei Deka Speck geschnitten, einen Jungzwiebel auch, und die zwei kleinen Melanzani, die am dringendsten weg mussten. Das hab ich alles zusammen in die handgeschmiedete Pfanne geschmissen und sich selbst überlassen. Nach einigen Minuten musste ich aber doch umrühren. 

Das Gemüse hat dann vielleicht eine knappe Viertelstunde gebraten. Dann hab ich gesalzen, Rosmarin zugegeben und vier geviertelte Kirschparadeiser. (Gottseidank waren die einigermaßen übergroß, denn die Melanzani hat das Kind höflich, aber bestimmt abgewählt.)

Noch fünf Minuten in der Pfanne, und das Essen war fertig.

16. Juli

Gestern war allgemein ein Haushalts-Tag. Unter anderem habe ich einen halben Korb voll vom Hagel angeditschter Marillen versorgt. Was möglich war, habe ich in Vierteln zum Trocknen ins Rohr geschoben (bei 75 Grad Heißluft, stundenlang), den Rest habe ich ohne Wasser, aber mit Zucker zu einer Art Marillenröster gekocht.

Dann habe ich in einer schon nimmer aktuellen Zeitschrift ein Rezept für ein Rhabarber-Tiramisu gelesen, und zack! wusste ich, was ich mit dem Marillenröster mache. Für mein Marillen-Tiramisu hab ich das Kind um eine Packung Biskotten in den Supermarkt geschickt und derweil 50 Deka Mascarpone mit etwas Milch und Obers und Zucker glatt gerührt.

Das Kind war ziemlich flott, und ich habe dann den Boden der kleinen Kuchenform mit Biskotten ausgelegt, hab die Hälfte des Rösters draufgegeben und darüber die Hälfte der Creme, was ziemlich mühsam war, weil ich die Creme zu fest gearbeitet hatte. Dann das ganze nochmal, und ab in den Kühlschrank.

Das war heute unsere Nachspeise, und die Nachbarn hatten auch was davon.

Als Hauptspeise habe ich mich für Mangoldstiele in Sauce Hollandaise mit Petersilerdäpfeln und Salat entschieden.

Dazu habe ich ein paar Mini-Erdäpfel (von einem Bio-Standl, das jeden Freitag in Alterlaa residiert, gleich neben dem Weinhändler - sehr empfehlenswert und einen Umweg wert!) gedämpft und eine Portion blanchierte Mangoldstiele in fast einem Vierterl Sauce Hollandaise aus dem Packerl ertränkt und beides miteinander erhitzt.

Die Erdäpfel habe ich in zerlassener Butter erhitzt, zu der ich gehackten Petersil und Salz gab. Der Salat bestand heute aus Kirschparadeisern, Gurkenstücken und für mich Jungzwiebel, Pfefferoni und Rucola.

Ins Reinderl der Petersilerdäpfel hab ich allerhand Gemüsereste getan (die Schlotten des Jungzwiebels, zwei Karotten, ein paar Kohlrabi-Stücke, die Petersilstängel, ein paar Knoblauchzehen und ein Lorbeerblatt aus eigener Ernte) sowie Salz, hab mit heißem Wasser aufgegossen und köchle daraus gerade eine Suppe. Die wenigen Erdapferln, die übrig geblieben sind, werden zerteilt und kommen dann in die fertige Suppe dazu.

Dann noch einen Rest Buchstaben in der Suppe aufkochen, und das Abendessen bekommt eine heiße Komponente.

15. Juli

Das heutige Mittagessen war von der einfachen Sorte: Penne nach Art der Sparköchin, wenn sie gerade Zucchini, Kirschparadeiser, Jungzwiebel und Pinienkerne loswerden möchte.

Damit ist eh schon alles gesagt: das Gemüse in wenig Olivenöl bei starker Hitze braten, salzen, die Pignoli dazu und die in der Zwischenzeit weich gekochten Teigwaren unterheben.

Dazu reichte ich einen Salat aus Blattsalat, Gurken und Portulak.

14. Juli

Heute sind wir über ein Kebab - also natürlich zwei Kebabs - nicht hinausgekommen. Aber gestern hab ich abends noch gach Palatschinken mit Rhabarbermarmelade auf den Tisch gestellt. Weil die Milch weg muss.

Also wird mir morgen, so wir beide bei gutem Appetit sind, wieder eine Mehlspeise einfallen. Nehm ich mal an ...

12. und 13. Juli

Gestern sind wir beim Wienerwald eingefallen und haben ein halbes Grillhendl mit Pommes Frites erbeutet. Ich hatte vorausschauend eine Gurke geschält, in Stücke geschnitten und in einem Schüsserl mitgenommen. - Und es ist niemandem wirklich aufgefallen, dass ich unser Mittagessen um ein paar Vitamine ergänzt habe. Scheißdanix, wie ich immer sage.

Auch heute war es schnelle Küche, aber diesmal wenigstens meine eigene. Ich habe ein Gemüseomelette mit Gebäck und Salat fabriziert. Hinterher gab es zwar keinen Marillenkuchen, aber wenigstens Blätterteig-Knabbergebäck. Auch fein.

Nämlich habe ich vom Gemüsebeet einerseits zwei Portionen Mangoldstiele mitgebracht (die Blätter hat der Hagel zerstört und wurden daher Hendlfutter) und andererseits drei Fisolen und ein paar Kichererbsen, die der umsichtige Verwalter heuer angebaut hat.

Eine Portion Mangoldstiele habe ich in Stücken blanchiert und für morgen - oder demnächst - beiseite gestellt. Die anderen habe ich fein geschnitten und mit den Fisolen und Kichern ebenfalls blanchiert, dann in dem Bratrest von den Zucchini neulich angebraten, gesalzen, mit drei verschlagenen Eiern übergossen, nochmals gesalzen und mit wenig Gewürzmischung bestreut.

Das hat einige Minuten gestockt, derweil ich Blattsalate, eine geschälte Gurke und etwas Portulak in zwei Schüsserl verteilte und mit Wiener Marinade beträufelte. Dazu ein Korn-Baguette, und fertig wars.

 

Hab ich euch von den Zucchini überhaupt erzählt? Eh nicht. Weil es die gerade in unessbarer Menge gibt - also nicht allzuviele, aber jedenfalls mehr als wir schaffen, weil die auch nicht verschenkbar sind, weil sie eh jedeR im eigenen Garten hat - und ich sie eigentlich eher nicht einfrieren mag (aufgetaut sind sie nimmer das kulinarische Highlight an sich), habe ich sie als gebratene Zucchini eingeglast.

Geht einigermaßen unkompliziert: in reichlich Olivenöl, zum Braten geeignetem, gehackten Knoblauch anbraten, in dünne Scheiben geschnittene Zucchini zugeben und bei eher großer Hitze durchbraten, gegen Ende salzen und noch kochend heiß in Gläser füllen (oben sollte eine Schicht Öl sein) und sofort verschrauben.

Natürlich spricht nix dagegen, verschiedene Kräuter und Gewürze dazuzugeben, aber mir ist es lieber, wenn sie relativ neutral im Geschmack sind. Dann kann ich mir überlegen, ob ich sie über Pasta gebe oder mit Weißbrot esse (und das Öl auftunke - sehr köstlich!).

10. und 11. Juli

Das, was das gestrige Abendessen werden sollte, habe ich umdeklariert zum heutigen Mittagessen: gratinierter Mangold mit Salat.

Ich habe mich angesichts der Vorratslage für einen halben Becher Rahm entschieden, den ich mit Salz und einem Ei versprudelt und dann über den Mangold verteilt habe. Der Rest Käse war ein kleiner, aber das machte nix.

Jedenfalls buk das Essen für eine gute Dreiviertelstunde bei 200 Grad Ober- und Unterhitze im Rohr, was zuviel war.

Der Salat bestand aus Blattsalat, Gurke und wildem Portulak.

 

Morgen wird Kochen entfallen, wir werden uns etwas liefern lassen. Schließlich sind Ferien.

9. Juli

So, aber jetzt ist er weg, der Gockel. Heute gabs allerhand Gemüse mit den Resten von gestern. Also auf dem Tisch stand der Rest vom Risotto und Brathuhn (im Backrohr aufgewärmt), grüner Salat, Mangoldgemüse und gebratene Melanzani, jeweils in überschaubaren Mengen.

Der Salat bestand aus Blattsalaten, wildem Portulak (den habe ich heuer für mich entdeckt) und Gurke, mariniert mit Balsamico.

Den Mangold habe ich blanchiert und geschnitten und danach in wenig Obers mit Salz und reichlich Curry Oriental erhitzt und kurz ziehen lassen.

Für die Melanzani habe ich im beschichteten Reinderl Olivenöl erhitzt, zwei kleine Knoblauchzehen drin gebraten und die geschnittenen Melanzani zugegeben und eine Viertelstunde unter gelegentlichem Rühren bei eher größerer Hitze gebraten. Gesalzen habe ich erst zum Schluss, und ich habe - für meine Verhältnisse - viel Olivenöl gebraucht. (Dafür haben sie dann auch köstlich geschmeckt, ähem.)

Vom Reis und vom Mangold ist was übrig geblieben, und das gibts als Abendessen: in eine ofenfeste Form hab ich zuerst die Sauce vom Mangold, dann den Reis und dann den Mangold geschichtet. Abends werde ich ein Ei mit etwas Rahm/Obers/Milch (weiß ich noch nicht) versprudeln und drüberleeren und den Rest geriebenen Pecorino drüberstreuen.

Das ganze wird dann eine halbe Stunde im Runde backen, bei Ober- und Unterhitze bei ca. 190 Grad.

Und wird gratinierter Mangold heißen.

 

5. bis 8. Juli

Wie ich es vorhergesehen hatte. Nein, eigentlich hatte ich den Donnerstag und Freitag so nicht vorhergesehen. Mittwoch hab ich noch auswärts gegessen. Am Donnerstag in der Früh dann habe ich mich aufgemacht in Richtung Obstgarten, um zu schauen, wann denn die Marillen reif sein werden.

Ha! Sie waren bereits reif. Zum Glück hat die liebe E ihren Urlaub verkürzt, und wir haben stantepede Marillen geklaubt, von den Bäumen geschüttelt und wieder geklaubt und zuletzt ein paar gepflückt. Letzten Endes bin ich mit fünf Kübeln Marillen heimgekommen und habe den Rest des Donnerstags und den Freitag in der Küche zugebracht. Meine Welt hatte einen orangefarbenen Filter.

Donnerstag abends hatte sich B angesagt, also hab ich in der Früh schon, vor dem Marillen-Chaos, einen Mini-Gockel aus dem Tiefkühler genommen. Natürlich hab ich den im Eifer des Gefechts nicht gebraten, sondern wir sind essen gegangen.

Den Gockel hab ich mir dann gestern in der Bratfolie zubereitet und mit einer Scheibe Brot und Weißwurstsenf gegessen. (Was einer alles schmeckt, wenn sie nur richtig hungrig ist.)

Vom Hendl ist mehr als die Hälfte übrig geblieben, worauf ich beschlossen habe, als heutiges Mittagessen Safranrisotto mit Brathuhn und grünem Salat zu servieren. Als Nachspeise gönnten wir uns ein Stück Marillenkuchen.

Im beschichteten Reinderl habe ich eine Portion Rundkornreis angeröstet, gesalzen, ein paar Safranfäden hineingebröselt und mit heißem Wasser aufgegossen. Bei geringer Hitze hat das dann eine Viertelstunde geköchelt, während ich grünen Salat und Portulak zerzupft und ein Stück Gurke geschält und scheibliert habe und mit einer Wiener Marinade übergossen habe.

Dann hab ich noch einmal mit kochendem Wasser aufgegossen und die Stücke vom Brathendl auf den Reis gelegt und alles noch eine knappe Viertelstunde zugedeckt ziehen lassen.

Und jetzt ist immer noch was da von dem Halbkilo-Vogel. Lieber Himmel.